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Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 45 vo 50

 

1.Moses 45 vo 50

45:1 Da het sich dr Joseph vor syne Diener nüme chönne beherrsche. Är het gheisse: "Göhnd alli uuse!" Als ussert sini Brüedere niemer me do gsi isch, het dr Joseph sech ne z erkenne gäh.

2 Er het so lut gfunge brüele ah, dass die Ägypter sis ghört hei, und o der Hof vom Pharao erfahre het.

3 Schliesslich sait Josef zue sinene Brüedere: "Ich bi Joseph. Läbt mi Vater no?" Sini Brüeder si so erstuunt gsi, dass si kes Wort hei usbrocht.

4 "Chunnt bitte nöcher", het dr Joseph zu sine Brüedere gseit. Da si zu ihm cho.

Denn het er gsait: "Ich bi öiem Brüeder Josef, den ihr nohch Ägypte verkauft hän.

5 Aber dir bruchet ke Angst zha. Machet üch ke Vorwürf wöu dir mi hie verchouft hei. Gott het mi vor euch här gschickt um ds Läbe z rette.

6 Jitz herrscht scho zwöi Jahr Hungersnot im Land u o i de nächschte füf Jahr wird me weder pflüg no ernte.

7 Aba Gott het mi vor äich her gschickt, um äich ä Überrescht uf d Erde z bewahre un äich durch ä grossi Rettigschtat am Läbä z erhalte.

8 Auso heit nid ihre mi hie häregschickt, sondern dr wahri Gott, um mi zum oberschte Bärater vom Pharao z mache, zum Herr über sys ganzes Huus und Herrscher über ganz Ägypte.

9 Goht schnell zu mim Vater zrügg u seit zu ihm: 'Dy Sohn Joseph laht der usrichte: "Gott het mi zum Herr vo ganz Ägypte gmacht. Chum zu mir. Zögere nid.

10 Du chasch im Land Gọsene wohne, wod i minere nöchi bisch – du, dini Suhn, dini Änkel, dini Herde u aues wod hesch.

11 D Hungersnot wird no füf Jahr gah, und i wird di dert mit Nahrig versorge, damit du mit dinere Husgmeinschaft nid verarmsch und alles verlürsch wo du hesch.“‘

12 Dir u mi Brüetsch Bẹnjamin, dir gsehnd itz mit eigete Auge dass würklich igs bi wo mit euch redet.

13 Verzellt also my Vater vo all myre Herrlichkeit in Ägypte u vo allem, woner gseh händ. Jetz beeilet Nech, bringt mi Vater her."

14 Dänn isch Joseph sym Brüeder Bẹnjamin um dä Hals gheit, het sy Träne freie Lauf u die beide lige sich i Arme hüüle.

15 Under Träne küsst Joseph alli sini Brüeder un dnohch schwätze sini Brüeder mit nem

16 Am Hof vom Pharao isch d Nochricht acho: "Josephs Brüeder sy da!", u dr Pharao u sini Diener sy drüber erfreut gsy.

17 Da wies der Pharao Joseph aa: "Säg zu dine Brüdern: 'Tut Folgendes: Beladet öiri Laschtier und zieht is Land Kạnaan.

18 Nehmet eue Vater u euri Huusgmeinschafte u chunt hie zu mir. I wirde euch ge was Ägypte a guetem z'biete het. Dir werdet die beschte Erzügnis vom Land ässe.'

19 Usserdäm söusch zue nene säge: 'Tuet Folgendes: Nehmet für eui Chind und eui Froue Wage us Ägypte mit u bringt eue Vater uf settig Wage hie häre.

20 Macht euch kei Gedanke über euer Hab und Guet, denn euch ghört z'Beschte i ganz Ägypte.'"

21 Ds hän d Söhn Israels gmacht, un Josef het ne Wage ge, we dr Pharao s agordnet het. Üsserdem het er sie mit Proviant fir d Reis gsorgt.

22 Jedem vo dene het er für sech persönlech es Gwand gäh zum Wechsle. Bẹnjamin jedoch het 300 Silberstück u füf Gwänder zum Wechsle übercho.

23 Sym Vatter het är Folgendes gschickt: zäh Esel mit feine Sache us Ägypte u zäh Eselinne mit Getreide, Brot u angerne Naarigsmittu für ungerwägs.

24 So het är syni Brüedere wäggschickt. Wo si ufbringe, het är zu ihne gseit: "Streitet ungerwägs nid mitenand".

25 Si hei de vo Ägypte zu ihrem Vater Jakob is Land Kạnaan zrügg gchääret.

26 Si hei ihm brichtet: "Joseph läbt no. Är herrscht über ganz Ägypte!" Sis Härz isch jedoch wie betäubt gsy, denn er het ne nid gloubt.

27 Als sie ihrem Vater Jakob aba wieter brichtet hän, was Josef alles zue nene gsait het, un wo na d Wage gsäh het, de Josef fir nen gschickt het, do het dr Geischt vu ihrem Vater Jakob gläbt.

28 Israel het usgruefe: "Gnueg! Mi Sohn Joseph läbt no! I muess zu ihm u ne gseh, bevor i stirb."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 44 vo 50

 

1.Moses 44 vo 50

44:1 Später befahl Joseph sym Huusverwalter: "Füll so vil Getreide i die Säck vo de Manne, wi si chöi trage und lege jedem sis Gäud obe in Sack.

2 In Sack vom Jüngere legsch dü usserem Gäld fir si Getreide au mi Bächer, dr Silberbecher. Er het gmacht, was Joseph ihm gseit het.

3 Wo's am Morge hell worde isch, het me d'Männer mit ihrne Esel wäg gschickt.

4 Si si no nid wit vor Stadt entfernt gsi, da het Joseph zu sim Verwalter gseit: "Mach di uf! Verfolg d Männer! Wenn se igholt hesch sägne: "Warum zahlet dir guets mit bösem zrugg?

5 Werum heit dr Bächer mitgnoh, us däm mi Herr trinkt u woner benutzt, um Vorzeiche genau z düte? Ihr heit da würklech öppis schlächts ta!'"

6 Dr Verwauter het se iighout u het das zu ihne gseit.

7 Si aber antwortet ihm: "Warum seisch du so öppis, Herr? Es isch unenkbar, dass mir, dini Diener, so öppis würded mache!

8 Mir hei dir doch z Gäud wo mir obe i üsne Säck gfunge hei, wieder usm Land Kạnaan zruggbrocht. Wie chönnt mir da Silber oder Gold us em Huus vo dim Herrn stähle?

9 Wenn de Becher bi eim vo dinere Sklave findsch söll er sterbe und mir andere werded ebefalls Sklave vo mim Herrn werde."

10 "So soll es sein", het er gseit. "Der wo der Becher gefunden wird, soll mein Sklave werden. Ihr andere aber sind unschuldig."

11 Schnell hei si aui ihri Säck am Bode abe gloh und hei si ufmache.

12 Er het si gründlech dürsuecht. Bim Ältiste het er ahgfange u bim Jüngschte het er ufghört. Schliesslech isch dr Bächer z Bẹnjamins Sack gfunge worde.

13 Da verrissed si ihri Chleider, hei ihri Esel wider beluuched u i d Stadt zrügg gchährt.

14 Als Juda un sini Brüedere in Josefs Hus kumme, isch er no dert gsi, un sie werfe sich vor ihm ufe Bode.

15 Joseph het zu ihne gseit: "Was heit der da gmacht? Heit dir nid gwüsst, dass e Maa wie ig Vorzeige cha genau düte?"

16 Juda erwideret: "Herr was söue mer säge? Üs fähle d Wort. Wie chöi mir üsi Unschuld bewiise? Dr wahri Gott het ds Vergehe vo dire Sklave usegfunge. Mir si itz dini Sklave, Herr – mir und de, i dere Hand vo de Bächer gfunge worde isch."

17 Er het aber gseit: "Es isch für mi undenkbar, so öppis ztue! Der Maa söll my Sklave wärde, wo der Bächer gfunde worde isch. Ihr andere chönd in Friede zu euem Vater zrugg gah."

18 Drno isch Juda nöcher cho un het gsait: "I fleh di a, mi Herr, lah mi, di Sklave, bitte es Wort a di richte, u wär nid zornig uf din Sklave, denn du bisch wie dr Pharao sälber.

19 Mi Herr het üs, sy Sklave, gfragt: 'Hend der e Vater oder e Brüeder?'

20 Da hei mir zu mim Herrn gseit: 'Ja mir hei ä betagte Vater u no ä Brüeder, dä Jüngscht. Är isch gebore worde, wo üse Vater scho alt isch gsy. Sy Brüetsch isch dot. Är isch dr einzig no läbendi Sohn vo syre Mueter u sy Vater liebt ihn.'

21 Denn hesch zu dine Sklave gseit: 'Bringt ne her, i wott ne gseh.'

22 Mir aber hei mim Herrn gantwortet: 'De Bueb cha si Vater nid verloh, süsch würd sy Vater bestimmt sterbe.'

23 Druf hesch zu dine Sklave gseit: 'Ihr döfed mir nüme unger d Ouge träte we eue jüngere Brüeder nid mitchömed.'

24 Mir si de zu dim Sklave, mim Vater, gange u hei ihm verzeut was du, Herr, gseit hesch.

25 Speter het üses Vater üs ufgforderet: 'Goht no einisch ane u chouft üs chli Nahrig.'

26 Doch mir erwiderte: 'Mir chöi nid gah, ussert üse jüngschte Brüetsch chunnt mit. Mir chöi em Maa nid unger d Ouge träte, es sygi denn, üse jüngscht Brüetsch isch derbi.'

27 Denn het di Sklave, mi Vater, zu üs gseit: 'Dir wüsset ja, dass mini Frou mir nume zwöi Söhn gebore het.

28 Eine vo dene het mi verlore u i ha gseit: "Er isch bestimmt i Stück grisse worde!" I ha ne bis itz nümme gseh.

29 We Der mir dr anger o no wägnämet u ihm öppis zuestöset bringet Der bestimmt mis graue Hoor mit Kummer is Grab.'

30 Wenn ig zu dim Sklave mim Vater ohni de Junge zrügg chume woner doch so hange,

31 u ä gseht, dass dä Bueb nid da isch, dänn stirbt er u mir, dini Sklave bringe ds graue Hoor vo dim Sklave, üsem Vatter, bestimmt mit Chummer i ds Grab.

32 I ha mi bi mim Vater für die Junge vrbürgt u zu ihm gseit: 'Weni ne nid zu dir zrüggbringe, de wird i mi für immer a mim Vater versündet ha.‘

33 Bitte mi Herr, la mi statt em Buebe aus Sklave bi dir blibe, damit är mit sine Brüedere cha zrüggchere.

34 Wie söu i ohni de Junge zu mim Vater zrügg? Chönts nid mitluege we mi Vater so es Unglück trifft."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 43 vo 50

 

1.Moses 43 vo 50

43:1 D Hungersnot het itz schwär ufm Land glastet.

2 Wo si aues Getreide us Ägypte hei ufbruucht, het ihre Vater zu ihne gseit: "Göh no einisch ane und chouft üs es bitz Nahrig."

3 Juda het ihm gantwortet: "Der Maa het üs dütlech gwarnt und gseit: "Dir bruucht mir nümme unger d Ouge z träte, we eui Brüeder nid bi öich isch."

4 Mir gö nume Nahrigsmittu choufe we üse Brüetsch mitschicksch.

5 Schicksch ne nid mit, de bliibemer hie. Schliesslech het der Maa zu üs gseit: 'Dir bruucht mir nümme unger d Auge z träte, we üche Brüeder nid bi öich isch.

6 Do het Israel gseit: "Wie händ ihr mir das atue und däm Maa verzelle, dass ihr no e Brueda händ?"

7 Si hei antwortet: "Dr Maa het sech usdrücklech nach üs und üsne Verwandte erkundet u gfragt: "Läbet öie Vatter no? Het Der no e Brüeder?" Da hei mer ihm Uskunft gä. Wohär sött me de wüsse, dass är verlangt: "Bringt öie Brüetsch häre"?

8 Juda drängt denn si Vater Israel: "Lass de Junge mit mir ga, u la üs ufbräche, damit mir am Läbe bliibe u nid stärbe – mir, du u üsi Ching.

9 Ich garantiere für sini Sicherheit. Chasch mi zur Verantwortig zieh. Wen i ne nid hie häre zu dir zrüggbringe, de wird i mi für aui Zyte a dir versündiget ha.

10 Doch hätte mer nid so lang gwartet, wäre mer itz scho zwöimau wider zrügg."

11 Ihr Vater Israel het zu ihne gseit: "Wenns unbedingt muess si, macht folgendes: Nähmed i öie Säck die beschte Erzügnis vom Land als Gschänk für de Maa mit – chli Balsam, öppis Honig, Lạdanum, harzhaltigi Rind, Pischtazien und Mandeln.

12 Nähmet dopplet so viu Gäud mit, ou ds Gäud wo dir zrüggbracht hei, das obe i eune Säck isch gläge. Vilech isch es e Versehe gsi.

13 Nähmet eure Brüeder und machet euch uf. Geit zum Maa zrügg.

14 Möge Gott, der Allmächtigi, däm Maa Mitleid mit euch ha lah, dmit er eu aune andere Brüeder und Bẹnjamin freigit. Ig aber – we ig mini Ching mues verlüre, de verlüür ig se äbe!"

15 Die Manne hei auso das Gschänkli gno und die dopplet Mängi Gäud mit und ou Bẹnjamin. De hei si sech ufe Wäg uf Ägypte gmacht wo si wider vor Joseph erschine.

16 Als Joseph Bẹnjamin bi ihne het gseh wiener si Huusverwalter sofort ah: "Bring d Männer is Huus, la Tier schlachte und s Esse zuebereite. D Manne sölled mit mir z Mittag esse."

17 Der Maa het der Uftrag unverzüglich usgfüehrt und het d Männer mit zum Josephs Huus gno.

18 Wo si zu Josephs Huus bracht worde si, hei si Angst übercho und gseit: "Me bringt üs wägem Gäud dahär, ds letschte Mal wider i üsi Säckli gleit isch worde. Jitz gheied si über üs her und mache üs zu Sklave und näme üs d Esel wäg!"

19 Also hei si sech a Josephs Huusverwalter am Igang vom Huus gwandlet

20 u hei gseit: "Tschuldigung, Herr! Mir si ja schomau hie gsy um Nahrigsmittu z choufe.

21 Aber wo mir i üsere Ungerkunft achöme und üsi Säck ufmacht hei, da isch plötzlech ds Gäud vo jedem obe im Sack gläge, dr vou Betrag. Das möchtemer jetzt persönlich zrugg gä.

22 U mir hei zuesätzlechs Gäud drbi um Nahrigsmittu z choufe. Mir wüsse nid wär üses Gäud i üsi Säck het gleit."

23 Druf heter gseit: "Ke Angst, es isch aues in Ordnig. Üs Gott und dr Gott öiem Vater het öich e Schatz i d Säckli gleit. I ha öiees Gäud damaus erhalte." Nachher het er Sịmeon zu ihne use bracht.

24 Denn het sie in Josephs Huus gführt. Er git ne Wasser zum Füesswäsche und Fuetter für ihri Esel.

25 Si hei ds Gschänkli für Joseph parat gmacht, wo am Mittag sött cho, denn si hei ghört, dass si dört ässe.

26 Wo Joseph is Hus gange isch, hei si ihres Gschänkli zu ihm ine bracht u wärfe sich vor ihm z Bode.

27 När het är sich erkundet, wies ne isch gange, u het gfragt: "Wie geit's Öiem betagte Vater, wo Der gredt heit? Isch är no am Läbe?"

28 "Deinen Diener, unserem Vater, geht es gut", antworten sie. "Er läbt no." Dann hei si sech verbütet und wärfe sech nieder.

29 Won är ufegluegt het u sy Brüetsch Bẹnjamin het gseh, der Sohn sy Mueter, het är gfragt: "Isch das öie jüngschte Brüetsch, wo Der mir verzellt heit?" De het är gseit: "Gott schänk der sini Gunst, min Sohn."

30 Joseph het sini Gfüel für sin Brüeder nüme chönne zrughalte. Är isch schnäll use gloffe und het e Platz gsuecht, woner het chönne brüele. Er isch ine Privatrum gange und het dert sini Träne freie Lauf loh.

31 Danach het er sech ds Gsicht gwuschet u isch zrüggcho. Är het sech itz wider im Griff gha u befau: "Serviert ds Ässe."

32 Er un sini Brüedere wäre trennt, un au de Ägypter, de bi nem ware, ässä fir sich. D Ägypter hei nämlech nid mit de Hebräer chönne esse, wüu das für die Ägypter öppis Abscheulichs isch.

33 Me het d Brüedere ir Reihefolg vo ihrem Alter vor Joseph Platz la näh – vom Erschtgeborene entsprächend sym Rächt aus Erschtgeborener bis ane zum Jüngschte – u si hei sich ganz verwunderet agluegt.

34 Är het immer wider Portione vo sim Tisch zu ihne bringe la und het drfür gsorgt, dass d Portione für Bẹnjamin fünfmau so gross si gsi wie d Portione vo allne andere. So ässä un trinke sie mit nem, bis sie satt ware.