1.Moses 43 vo 50
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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1.Moses 43 vo 50
43:1 D Hungersnot het itz schwär ufm Land glastet.
2 Wo si aues Getreide us Ägypte hei ufbruucht, het ihre Vater zu ihne gseit: "Göh no einisch ane und chouft üs es bitz Nahrig."
3 Juda het ihm gantwortet: "Der Maa het üs dütlech gwarnt und gseit: "Dir bruucht mir nümme unger d Ouge z träte, we eui Brüeder nid bi öich isch."
4 Mir gö nume Nahrigsmittu choufe we üse Brüetsch mitschicksch.
5 Schicksch ne nid mit, de bliibemer hie. Schliesslech het der Maa zu üs gseit: 'Dir bruucht mir nümme unger d Auge z träte, we üche Brüeder nid bi öich isch.
6 Do het Israel gseit: "Wie händ ihr mir das atue und däm Maa verzelle, dass ihr no e Brueda händ?"
7 Si hei antwortet: "Dr Maa het sech usdrücklech nach üs und üsne Verwandte erkundet u gfragt: "Läbet öie Vatter no? Het Der no e Brüeder?" Da hei mer ihm Uskunft gä. Wohär sött me de wüsse, dass är verlangt: "Bringt öie Brüetsch häre"?
8 Juda drängt denn si Vater Israel: "Lass de Junge mit mir ga, u la üs ufbräche, damit mir am Läbe bliibe u nid stärbe – mir, du u üsi Ching.
9 Ich garantiere für sini Sicherheit. Chasch mi zur Verantwortig zieh. Wen i ne nid hie häre zu dir zrüggbringe, de wird i mi für aui Zyte a dir versündiget ha.
10 Doch hätte mer nid so lang gwartet, wäre mer itz scho zwöimau wider zrügg."
11 Ihr Vater Israel het zu ihne gseit: "Wenns unbedingt muess si, macht folgendes: Nähmed i öie Säck die beschte Erzügnis vom Land als Gschänk für de Maa mit – chli Balsam, öppis Honig, Lạdanum, harzhaltigi Rind, Pischtazien und Mandeln.
12 Nähmet dopplet so viu Gäud mit, ou ds Gäud wo dir zrüggbracht hei, das obe i eune Säck isch gläge. Vilech isch es e Versehe gsi.
13 Nähmet eure Brüeder und machet euch uf. Geit zum Maa zrügg.
14 Möge Gott, der Allmächtigi, däm Maa Mitleid mit euch ha lah, dmit er eu aune andere Brüeder und Bẹnjamin freigit. Ig aber – we ig mini Ching mues verlüre, de verlüür ig se äbe!"
15 Die Manne hei auso das Gschänkli gno und die dopplet Mängi Gäud mit und ou Bẹnjamin. De hei si sech ufe Wäg uf Ägypte gmacht wo si wider vor Joseph erschine.
16 Als Joseph Bẹnjamin bi ihne het gseh wiener si Huusverwalter sofort ah: "Bring d Männer is Huus, la Tier schlachte und s Esse zuebereite. D Manne sölled mit mir z Mittag esse."
17 Der Maa het der Uftrag unverzüglich usgfüehrt und het d Männer mit zum Josephs Huus gno.
18 Wo si zu Josephs Huus bracht worde si, hei si Angst übercho und gseit: "Me bringt üs wägem Gäud dahär, ds letschte Mal wider i üsi Säckli gleit isch worde. Jitz gheied si über üs her und mache üs zu Sklave und näme üs d Esel wäg!"
19 Also hei si sech a Josephs Huusverwalter am Igang vom Huus gwandlet
20 u hei gseit: "Tschuldigung, Herr! Mir si ja schomau hie gsy um Nahrigsmittu z choufe.
21 Aber wo mir i üsere Ungerkunft achöme und üsi Säck ufmacht hei, da isch plötzlech ds Gäud vo jedem obe im Sack gläge, dr vou Betrag. Das möchtemer jetzt persönlich zrugg gä.
22 U mir hei zuesätzlechs Gäud drbi um Nahrigsmittu z choufe. Mir wüsse nid wär üses Gäud i üsi Säck het gleit."
23 Druf heter gseit: "Ke Angst, es isch aues in Ordnig. Üs Gott und dr Gott öiem Vater het öich e Schatz i d Säckli gleit. I ha öiees Gäud damaus erhalte." Nachher het er Sịmeon zu ihne use bracht.
24 Denn het sie in Josephs Huus gführt. Er git ne Wasser zum Füesswäsche und Fuetter für ihri Esel.
25 Si hei ds Gschänkli für Joseph parat gmacht, wo am Mittag sött cho, denn si hei ghört, dass si dört ässe.
26 Wo Joseph is Hus gange isch, hei si ihres Gschänkli zu ihm ine bracht u wärfe sich vor ihm z Bode.
27 När het är sich erkundet, wies ne isch gange, u het gfragt: "Wie geit's Öiem betagte Vater, wo Der gredt heit? Isch är no am Läbe?"
28 "Deinen Diener, unserem Vater, geht es gut", antworten sie. "Er läbt no." Dann hei si sech verbütet und wärfe sech nieder.
29 Won är ufegluegt het u sy Brüetsch Bẹnjamin het gseh, der Sohn sy Mueter, het är gfragt: "Isch das öie jüngschte Brüetsch, wo Der mir verzellt heit?" De het är gseit: "Gott schänk der sini Gunst, min Sohn."
30 Joseph het sini Gfüel für sin Brüeder nüme chönne zrughalte. Är isch schnäll use gloffe und het e Platz gsuecht, woner het chönne brüele. Er isch ine Privatrum gange und het dert sini Träne freie Lauf loh.
31 Danach het er sech ds Gsicht gwuschet u isch zrüggcho. Är het sech itz wider im Griff gha u befau: "Serviert ds Ässe."
32 Er un sini Brüedere wäre trennt, un au de Ägypter, de bi nem ware, ässä fir sich. D Ägypter hei nämlech nid mit de Hebräer chönne esse, wüu das für die Ägypter öppis Abscheulichs isch.
33 Me het d Brüedere ir Reihefolg vo ihrem Alter vor Joseph Platz la näh – vom Erschtgeborene entsprächend sym Rächt aus Erschtgeborener bis ane zum Jüngschte – u si hei sich ganz verwunderet agluegt.
34 Är het immer wider Portione vo sim Tisch zu ihne bringe la und het drfür gsorgt, dass d Portione für Bẹnjamin fünfmau so gross si gsi wie d Portione vo allne andere. So ässä un trinke sie mit nem, bis sie satt ware.