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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 15 vo 16

 

Markus 15 vo 16

15:1 Sofort bi Tagesaabruch beriete sech d Oberprieschter, d Älteschte u d Schriftglehrte, ja dr ganz Sanhedrịn mitenand. Denn het me Jesus gfesselt abgfüehrt und het en Pilạtus übergäh.

2 Als Pilạtus ne gfragt het: "Bisch der Kenig der Jude?", het er gantwortet: "Du hesch es selber gseit"

3 Doch d Oberpriester hei viu Aaklage gäge ne vorbrocht.

4 Da hät en Pilạtus nomal befrogt: "Hesch kei Antwort vorzbringe? Gsehsch doch, was sie dir alles vorwerfed."

5 jesus het jedoch kei wiiteri antwort geh was de pilạtus sehr wunderet het.

6 Bim Fäscht het er jewiils e gfangene frei gloh, wo ds Volk het dörfe bestimme.

7 Damals het e gwüsse Bạrabbbas zäme mit Ufrüerer im Gfängnis gsässe, wo bi ihrem Ufstand e Mord agfange hei.

8 D Lüt si iz cho u bätte drum, dass Pilạtus wie üblich vorgange isch.

9 Är het erwideret: "Wöhnder, dass i dr Kenig vo dr Jude freilah?"

10 Pilạtus isch nämlich klar gsy, dass d Oberprieschter ihn us Neid usgliferet hei.

11 Doch d Oberpriester händ d Mengi uufghänkt, lieber d Freilassig vo Bạrabbas z verlange.

12 Wieder wandt sich Pilạtus ad Volk: "Und was söll ich mit däm mache, wo ihr Jude König nännt?"

13 U wider hei si gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

14 "Warum? Was für es Verbreche het er denn agfange?", het de Pilạtus wiiter gfragt. Doch si hei nume lüter gschroue: "An den Pfahl mit ihm!"

15 Pilạtus het Bạrabbbas auso frei lah zum d Mängi zfride-zstelle, u het dr Befähl gäh, Jesus uszpitsche und zur Hyrichtig am Pfahl abzfüehre.

16 D Soldate hei jesus i d Hof vom Prätorium bracht und die ganz Truppeeinheit zäme gruefe.

17 Si hei ne z Purpur kleidet, e Dornenkrone gflochte, hei si ihm ufs hocke

18 un fange a, nem zuezrüefe: "Sig gresst, dü Kenig vu d Jude!

19 Ou si ihm mit em ne Schilfrohr ufe Chopf gschlage, hei ne aagspuckt, si uf d'Chnü gfaue u hei sech vor ihm verbüitet.

20 Nachdäm si sech über ne luschtig gmacht hei, hei si ihm ds purpurrote Gwand abgnoh, ihm sini Obergwänder wider aazogä u hei nä usägführt zum ne a dä Pfahl z nutze.

21 E gwüsse Sịmon us Kyrẹne, dr Vater vo Alexander u Rụfus, wo vo de Fälder isch cho u grad verbiigange, isch zwangs¬verpflichtet worde, dr Marterpfahl z trage.

22 Si hei Jesus a d'Stell bracht, wo Gọlgotha gnennt wird, was übersetzt "Schädelstätte" bedütet.

23 Hie hei si probiert, ihm Wy mit Myrrhe aus betäubendem Zuesatz z gäh, doch är het ne nid gno.

24 Si hei nä a dä Pfahl gschnuckt u sini Obergwänder verteilt i däm si Los wärfe um z entscheide wär übercho sött.

25 Es isch di 3. Stund gsi wo si ne a de Pfahl hei bracht.

26 Uf eme Schild isch de Aaklaggrund gstande. D Aufschrift het glutet: "Der König der Jude."

27 Usserdäm hei si zwöi Räuber näb ihm an Pfahl gschlage, e rächts und e links vo ihm.

28 ––

29 D Lüt wo verbiigange hei gredt abfällig über Jesus, hei der Chopf gschüttlet u gseit: "Ha! Du hesch doch welle der Tempel abriisse und i drü Tag wider ufboue!

30 De rette di säuber u chum vom Marterpfahl abe!"

31 Genauso hei sech d Oberprieschter gmacht u di Schrift-gelehrte ungerenang über ihn lustig gmacht u hei gseit "anderi het er grettet, aber sech säuber cha är nid rette!

32 Dr Christus, dr König vo Israel, söll itz vom Marterpfahl abecho, damit mrs gseh u gloube chöi!"Au d Manne, wo näb ihm am Pfahl häregmacht, hei ne beleidigt.

33 Wo di 6. Stund isch cho, het über ds ganze Landa es Finsternis ine bracht, wo bis zur 9. Stund aghalte het.

34 Zur 9. Stund het Jesus luut gruefe: "Ẹli, Ẹli, lamá sabachtháni?", was übersetzt bedütet: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

35 Einigi wo debiistande hei und das ghört hei, hei gseit "Gseht mal! Er rüeft Elịa."

36 De het eine los gheisse, het e Schwamm i sure Wy toucht, het ne a es Schilfrohr gsteckt, het ne Jesus zum Trinke häre gsteckt u gseit: "Lass! Mir wend gseh ob Elịa chunnt und ihn abholt".

37 Doch Jesus isch e lute Schrei uusgstiege u isch gstorbe.

38 U d Vorhang vom Heiligtum isch vo obe bis abe entzwiigrisse worde.

39 Wo etze dr Offizier, wo Jesus gägenüber gstande isch, het er gseit: "Dä Maa isch würklech Gottes Sohna gsi."

40 Ou hei einigi Froue vo Witem zue gseh, drunger Maria Magdalẹne und Maria, d Mueter vom Jakobus em Chliinere und vo Jọses, sowie Sạlome.

41 Si hei Jesus in Galilạ̈a begleitet und für ihn gsorgt. Es si o no vieli angeri Froue gsi, wo mit ihm zäme nach Jerusalem si cho.

42 Da's jitz scho speter Namittag isch gsy u usserdäm Vorbereitigstag – das isch der Tag vor em Sabbat –,

43 het der Joseph von Arimathịa gno, es agsehs Mitglid vom Hohen Rot, wo äbefaus uf Gottes Königrich gwartet het, sy Muet zämme, isch z Pilạtus gange und het ne um dr Leichnam vom Jesus bittet.

44 Pilạtus het sich allerdings gwunderet, wie Jesus scho het chönne tod si. Also het er de Offizier gredt und gfragt, ob das gstumme het.

45 Wo dr Offizier nen bschtätigt het, het er Josef dr Leichnam ibrocht.

46 Joseph het feins Line kouft, het dr Lychnam abegno, het ne i Stoff iigwickt und ines Grab gleit, wo ines Felse ghaue isch. De het är e Stei vor de Grabeigang gwäut.

47 Maria Magdalẹne u Maria , d Mueter vom Jọses hei wyter uf d Stell gluegt , wo dr Lichnam häreglegt worde isch .

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 14 vo 16

 

Markus 14 vo 16

14:1 Es sy no zwöi Täg bis zum Passaha gsy u zum Fescht vo dr ungsäuerte Brot. D Oberprieschter un d Schriftglehrte hän nach ere Glägeheit gsuecht, Jesus durch ne Lischt feschtznäh un umzbringe,

2 wo si gseit hei: "Nid bim Fäscht. Es chönt ungerem Volk villicht zu Unrueh cho."

3 Wo Jesus in Bethạnie isch gsi u im Huus vo Sịmon, em Ussätzige, aess isch e Frau cho, wo es Alabastergfäss mit ächem, sehr tüürs duftende Nardeöl debii gha het. Sie bricht des Gfäss uf un fangt a, nem des El iba d Kopf z heisse.

4 Da händ einigi ärgerlich zuenand gseit: "Wieso isch das duftende Öl verschwendet worde?

5 Me hetti das duftende Öl für meh als 300 Deạre verchaufe und das Gäld de Arme chönne geh." Si hei sech sehr über d Frau ärgeret.

6 Doch Jesus het gseit: "Lönd si i Rueh! Machet Der doch z Läbe nid schwär! Si het öppis Guets für mi ta.

7 Die Arme hender ja immer bi öich, u ihr chönd ne guets tue wenn immer ihr wend, aber mi werdet ihr ned immer ha.

8 Si het ta, was si het chönne, u het für mis Begräbnis scho im Vorus duftends Öl über mi Körper gosse.

9 Ig versichere euch: Wo immer uf der ganze Wäut die gueti Botschaft bekannt gmacht wird, da wird me o das wo die Frou ta het zur Erinnerig ah se verzeue."

10 Judas Iskạriot, eine vo de Zwölf, bi jetz zu de Oberpriester gange um ne z verrate.

11 Wo si das ghört hei, hei si sech gfreut u versprache, ihm Silbergäud z gäh. Da het er agfange nach ere Glägeheit z sueche ne z verrate.

12 Am erschte Tag der ungsäuerte Brot, wo me, wies Bruch isch gsi, ds Passahier opferet het, hei sech d Jünger bi Jesus erkundiget: "Wo söue mer ga, um ds Passahmau für di vorzbereite?"

13 Da het er zwei vo syne Jünger mit em Uftrag los gschickt: "Göhn id Stadt, und ihr werdet e Ma träffe, wo e Wasserchrug us Ton treit. Folgt ihm,q

14 u sobaud er nöimet ine geit, seit zum Husherr: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch ds Gaschtzimmer, woni mit mine Jünger cha ds Passahmau iineh?"

15 Är wird öich de ä grossi, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitets dert für üs vor."

16 Da si d Jünger wägg, si id Stadt cho u hei aues so vorgfunge wi ers gseit het, u si hei d Vorbereitige fürs Passah troffe.

17 Nachdems Obe worde isch, isch Jesus mit de Zwölf cho.

18 Un während sie am Disch len un ässä, het Jesus gsait: "Ich vusichere äich: Eina vu äich wird mi vurote, eina, der mit ma isst.

19 Betroffe het ne eine nach em andere gfragt: "Ich bi's aber nid, oder?"

20 Är het erwyderet: "Es isch eine vo de Zwölf – dä, wo sy Hand mit mir i d Schüssu toucht.

21 Denn dr Mönschensohn geit wäg, so wies i de Schrifte über ihn schteit, aber wehe däm, wo der Mönschensohn vrratet! Für die Mönsche wärs besser, är wär nie gebore worde."

22 U während si wyterässe het het er es Brot gno, het es Gebet gredt, het ds Brot brocht u hets ne mit de Wort gä: "Näh, es steit für mi Körpera."

23 O het er e Bächer gno, het es Dankgebet gseit, het ne witer gä u aui tranket drus.

24 Är het zu ihne gseit: "Das steit für my 'Bluet vom Bund" wo für vili vergosse wird.

25 Ig versichere euch: Vo itz a wird i uf ke Fall me vom Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu däm Tag woni i Gottes Königrich nöie Wy trinke."

26 Nach Lobgsäng si schliesslech usegange zum Ölberg.

27 Jesus het etze zue nene gseit: "Ihr werde alli is Stolper cho, denn i de Schrifte steit: 'I wird dr Hirte agriffe und d Schoof wärde usenand loufe.'

28 Aber nachdem i uferweckt worde bi, wird i euch nach Galilạ̈a vorusgah."

29 Doch der Petrus entgägnet: "Sälbscht we alli angere is Stolper chöme – i nid."

30 Da het Jesus zu ihm gseit: "I versichere dir: Hüt, ja no i dere Nacht, bevor es Hahn zwei mal kräht, wirsch mi drü mal verlügnet."

31 Doch der Petrus beteuerte: "Und wenn i mit dir muess stärbe, i wirde di niemols verlügnig." Z'gliche hei ou alli angere gseit.

32 Si si itz zunere Steu cho wo Gethsẹmane hei gheisse, u Jesus het zu sini Jinger gseit: "Blibed da hocke, solang i bette."

33 Petrus, Jakobus und Johạnnes het er mitgnoh. Uf einisch isch är töif bekümmeret gsi und ihn het e starchi inneri Unrueh überfloge.

34 Är het zu ihne gseit "I bi zu Tod betrübt. Wartet hie u blibt wachsam!"

35 Är isch es paar Schritte wyter gange, het sich ufe Bode gheisse u betet drum, dass ihm die schwäri Stund we müglech erspart bliebe isch.

36 U är het gseit "Ạbba, Vater, dir isch alles möglich. Nimm dä Bächer vo mir wäg. Doch nid was i wott, sondern was de wotsch."

37 Won er zrug isch, het er gseh, dass si gschlofe het. Da het er zum Petrus gseit: "Sịmon, schlafsch? Hesch nid d Chraft gha e einzigi Stund wach z blybe?

38 Blibt wachsam und höret nid uf z'bätte, damit är nid i Versuechig chunnt. Dr Geischt isch zwar volle Eifer, aber dr Körper isch schwach."

39 Druf isch er wider wäggange u het no einisch z gliche bätte.

40 Woner zruggcho isch, hei d Jünger wider gschlafe. D Ouge sy ihne zuegfaue gsi, u si hei nid gwüsst, was si ihm söue erwidere.

41 Won er zum dritte Mol zu ihne isch, het er gseit: "Wie chöit der nume zu sonere Zyt schlafe und eu usrüehre! Aber gnueg drmit. D Stund isch cho! De Menschensohn wird jetzt Sünder usgliferet.

42 Staht uf, löt üs ga! Gseht nume! Mi verräter isch scho ganz nah."

43 I däm Momänt, während er no gredt het, isch der Judas, eine vo de Zwölf cho, mit eme Truppe Manne, wo mit Schwerter u Knüppel bewaffnet sy gsy. D Oberprieschter, Schrift¬gelehrti und Älteschte hei si gschickt.

44 Sy Verräter het mit ihne es Zeiche veriibart: "Es isch dä, woni küssle. Dä nimmt fescht u füehrt ihn unger bewachig ab."

45 Är isch direkt uf ihn zuegange, isch nöcher cho, het gsait: "Rabbi!", und küsst ne sanft.

46 Da hei ne d Manne packt u ne fescht gno.

47 Doch eine, wo derbeischtand, sy Schwert zoge u het em Sklave vom Hohen Prieschter s Ohr abgschlosse.

48 Drufabe het Jesus zue nene gseit: "Bini e Verbrecher, dass er mit Schwerter u Chnüppel chömet, um mi feschtznäh?

49 I bi jede Tag bi öich im Tempel gsi u ha glehrt, doch da hender mi nid verhaftet. Aber es isch so cho, damit sech das erfüllt, was i de Schrifte steit."

50 Denn lönd ne alli im Stich u floh.

51 nume ä junge Ma het ihm i einiger Entfernig gfolgt. Är het lediglich e Gwand us fynem Lyb treit, u wo me ne het wöue packe,

52 riss er sech los u floh ohni si Gwand.

53 Jesus isch mittlerwile zum Hohe Priester bracht worde und alli Oberpriester und di Ältiste u Schrift¬glehrte hei sech versammlet.

54 der Petrus het ihm i sicherem Abstand bis i Hof vom Hohen Prieschter gfolgt, het sech zu de Husdiener gsetzt u het sech am Füür wärmiert.d

55 D Oberpriester und dr ganz Sanhedrịn hei itz nach Züge gsuecht wo gäge Jesus würde ussäge, damit me ne chönt töte – doch vrgäbe.

56 Es hei zwar viu falschi Züge gäge ihn us gseit, aber ihri Ussage hei nid überi gstumme.

57 O einigi fauschi Züg si ufgschtande u hei bhouptet:

58 "Wir hei ghört, wiener gseit het: 'I wird dä mit Händ erboute Tempel abriisse und i drü Täg e angere boue, wo nid mit Händ gmacht isch.'"

59 Aber ou i däm Punkt widersprache sech ihri Ussage.

60 Schliesslich erhob sich de Hohe Priester i ihrere Mitti und hät Jesus gfragt: "Hesch ke Antwort vorzbringe? Was säge die Manne da geg di us?"

61 Doch är het ke einzigi Antwort ge, sondern schwieg. Do het ne dr Hohe Prieschter vo Neuem befrogt u het wöue wüsse: "Bisch dr Christus, dr Bueb vom Höchschte?"

62 Jesus git zantwort: "Das bin ich. Und dir wärdet dr Mönschensohn ar rächte Site vor Macht hocke u mit de Wulche vom Himmu chöme."

63 Drufa het der Hohe Prieschter sy Gwänder verzellt und het gheisse: "Wo bruuchemer no Züg?

64 Ihr hänn d Gottesläschterig ghört. Wie lutet eues Urteil?" Alli hei urteilt, är syg tschuldig und ha dr Tod verdient.

65 Einigi fange a, ihn aazpöcke, hei sys Gsicht verhüllt, ne mit Füscht gschlage u spotte: "Prophezeie!" Un d Grichtsdiener nähmä nen un schlat nen ins Gsicht.

66 Während Petrus etze im Hof gsy isch, isch es Dienstmaitli vom Hohen Prieschter cho.

67 Wo si gseh het, wie dr Petrus sich wärmi het, het si ne diräkt a blickt und gseit: "Du bisch doch o mit däm Nazarẹner, däm Jesus, zäme."

68 Doch er strit s ab: "I kenne ne nid u i weiss o nid, vo was du redsch" Damit isch er use gange zum Iigang.

69 Wo s'Dienschtmäitli nä dört gseh het, het si wider zu de Umeschtände gseit: "Das isch eine vo dene".

70 Wider stritt er's ab. Doch churz drufabe o d'Umstehende aagfange: "Du bisch bestimmt eine vo dene. Du bisch schliesslich e Galilạ̈er."

71 Doch är het e Fluech usegschlage u schwor: "I kenne dä Maa nid, vo däm ihr redet."

72 Im glyche Momänt het e Hahn zum zwöite Mal kräit, u dr Petrus het sich a das erinneret, wo Jesus zu ihm gseit het: "Bevor ei Hahn zwöi Mau chräht, wirsch mi drü Mal verlügnet.t Da het är zäme bracht u het afa gränne.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 13 vo 16

 

Markus 13 vo 16

13:1 Won er vom Tempel wäggange isch, het eine vo syne Jünger gruefe: "Lehrer, lueg mal, was für herrlichi Stei u Boute!"

2 Doch Jesus erwideret: "Gsehsch du die grosse Baute? Hie wird kein einzige Stei ufem andere bliibe. Alles wird zerstört."

3 Spöter het Jesus gegeüber vom Tempel uf em Ölberg ghockt. Petrus, Jakobus, Johạnes und Andreas si mit ihm ällei gsi, wo si ne gfragt hei:

4 "Säg üs: Wenn wird das passiere, und a welem Zeiche wird mer erkenne, wenn all das zumene Abschluss söll cho?"

5 Da het Jesus ahgfange z erkläre: "Passet auf, dass euch niemand tüscht.

6 Viu wärde unger mim Name ufträte u säge: 'Ich bi's', u sie wärde vieli tüüsche.

7 Usserdem: Wenner vo Kriege und Kriegsbrichte ghöred, denn gratet nid in Panik. Es muess eso cho, aber es isch no nid s End.

8 Denn ä Volk wird sich gege des andere erhebe un ä Landa gege des andere; in ä Gegend nohch dr andere wird s Erdbebe ge; au zue Läbensmittel¬knappheit wird s kumme. Das isch dr Aafang vonere schmerzleche Zyt.

9 Aber dir, passt guet uf euch. Me wird Nech vor Ortsgricht bringe, u dir wärdet i de Synagoge gschlage u minetwäge vor Statthalter u Könige gstellt wärde – aus Zügnis für sie.

10 Ou mues unger aune Vöuker zersch die gueti Botschaft bekannt gmacht wärde.

11 Wenn me eu abführt zum eu uszliefere, denn macht äich nit im Vorus Sorge über das, wo ihr schwätze sollt, sondern sait das, was äich i däm Momänt ygäh wird, denn nit ihr schwätzt, sundern dr heilige Geischt.

12 Au wird e Brüeder si in Tod schicke und e Vater sys Ching, u Ching wärde sech gäg ihri Eltere schteue und si töte lo.

13 Aui Mönsche wärde euch wäg mim Name hasse, aber wer bis zum Endi usgharrt het, dä wird grettet wärde.

14 Doch we Der dr abscheuleche Verwüeschter dert gseh, won är nid aneghört – der Läser mues guet chönne unterscheide – de söue die, wo i Judạ̈a sy, afö i d Bärge flieh.t

15 Wer ufem Dach isch söu nid abestige no ga ine zum irgendöppis us sim Huus hole,

16i u wär uf däm fäud isch söu nid zu däm zrüggchere wo er hinger sich het la u sis obergwand hole.

17 Wehe de Schwangere u de stilleende Müettere i dene Täg!

18 betet immer wider drum, dass es nid im Winter passiert.

19 Denn de Däg wäre ä Däg ä Dangsal si, we`s si si sit Afang vor Schöpfig Gottes bis dört nid gäh het, un o nie me widr ge wird.

20 Hätt Jehova d Täg nid verchürzt, de würd ke Mensch grettet wärde, aber wäg sinere Userwählte het är d Täg verchürzt.

21 U we de öpper zu Öich seit: 'Gseht mal! Hie isch der Christus!' oder: 'Lueget! Dert isch er!', gloub's nid.

22 Denn es wäre falschi Christuse un falschi Prophete ufträte, un sie wäre Zeiche un Wunder vollbringe, um wenn möglich d Üserwählte irrezfüehre.

23 Nähmed euch also in Acht! I ha öich alles vorusgseit.

24 Doch i dene Täg, nach dene drangsal, wird sich d Sunne verfinstere, der Mond hört uf lüchte,

25 d Sterne gheie vom Himmel u d Chräft im Himmu wärde verschütteret.

26 Me wird der Menschensohn de mit grosser Macht und Herrlichkeit in Wulche cho.

27 U när wird är d Ängel usende u sini Userwählte vo de vier Himmels¬richtige här versammle – vom üsserschte Ändi vor Ärde bis zum üsserschte Ändi vom Himmu.

28 Lern folgendi Lektion vom Feigebaum: Sobald sy Zwyg saftig u grüen wärdä, wüsset Der, dass der Summer nooch isch.

29 So erkännet Der o, we Der das Züüg gscheh gseht, dass är nöch isch, ja vor der Tür steit.

30 Ich versichere eu: Diä Generation wird uf kein Fall vergah, bis das alles passiert.

31 Himmel u Ärde wärde vrgah, aber mini Wort wärde uf ke Fall vrgah.

32 Doch der Tag oder die Stund kennt niemer, weder d Ängel im Himmel no der Sohn, sondern nume der Vater.

33 Haltet ständig Usschau, blibt wach, denn dir kennet de Ziitpunkt nid.

34 Es isch wie miteme Maa wo sich ufne wiite Reis gmacht het. Wo är sys Huus verlüürt het är d Verantwortig sy Sklave ybertrage. Er het jedem sini Ufgob gäh u het dr Türwächter beuftragt, immer wachsam zbliibe.

35 Blibt auso wachsam denn dir wüsset nid wenn der Husherr chunt, ob spot am Tag oder um Mitternacht oder vor em Morgegraue oder früehmorgen,

36 damit är öich wener plötzlich chunnt nid schlafend vorfindet.

37 Doch was i Nech säge, sägi allne: Blibt wachsam."

 

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Markus 4 vo 16

 

Markus 4 vo 16

4:1 Won er wieder einisch am See glehrt het, het sich e sehr grossi Mönschmängi bi ihm versammlet. Drum isch er ines Boot gstiege u het sich gsetzt. Är isch es Stück wäg vom Ufer gsi während d Lüt aui a Land stöh blibe.

2 Är het ne vieles dür Vergliich bibracht u het si glehrt wie folgt:

3 "Höret zue! Da isch der Sämann gsi, wo losgange isch, um z'säie.

4 Bim Säää si einigi Samäkörner ufä Wäg gflogä, u Vögu si cho und hei si ufgspickt.

5 Anderi felse uf felsige Bode mitere dünne Erdschicht. Wüu si nume wenig Ärde hei gha, si si sofort ufgange.

6 Doch wo d Sunne höcher isch gstige, hei d Pflänzli verbrönnt. Si si iigange wüu si ke Wurzle hei gha.

7 Wider angeri Samäkörner si unger d Dorne gfaue, wo d Pflänzli när überwucheret hei u erstickt hei, so das si ke Ertrag hei bracht.

8 Doch anderi flüge uf guete Bode, si uf, usgwachse und hei Ärtrag – si hei 30-, 60- und 100-mau so viu Frucht treit."

9 Denn hetter no dezue gführt: "Wer Ohre het, söll guet zuelose"

10 Woner itze allei gsi isch, hei ihn d Zwölf u angeri um ihn umenand zu de Vergliiche befragt.

11 Är het zue nene gseit: "Eu isch ds heilige Gheimnis vom Kenigrich Gottes avertrut worde, aber für d Mönsche dusse si das alles nume Vergliich,

12 sodass si zwar luege, aber bim luege nüt gseh – zwar lose, aber bim ghöre nid d Bedütig verstah. Ou werde sy niemols umcheere u Vergebig finde."

13 Är het witer gseit: "We dir scho dä Vergliich nid verstöh, wie weider de aui angere verstah?

14 Der Sämann sätt das Wort Gottesa.

15 Mit däne uf däm Wäg, wo des Wort Gottes gsät worde isch, isch es so: Chum hei si des Wort Gottes ghört, chunnt dr Satano u nimmt wäg, was i si gsät worde isch.

16 Mit dene, wo uf de felsige Bode gsät worde sind, isches ähnlich. Sobald sie das Wort Gottes ghöret, näme sie es mit Fröid ah.

17 Allerdings hei si ke Wurzle i sech, hautet sech aber glych es Zytli lang. Sobald de wägem Wort Gottes Schwierigkeite oder Verfolgig entstöh, chöme si is Stolper.

18 No anderi wäre under d Dorne gsät. Das si die wo ds Wort Gottes ghört hei,

19 aber d Sorg vo däm Wäutsystem u di trügerisch Macht vom Riichtum u ds Verlange nach auem mügliche andere dringe i und ersticke ds Wort Gottes und es cha ke Ertrag bringe.

20 Mit dene, wo ufe guete Bode gsät worde si, isch es schliesslech so: Es sy die, wo ds Wort Gottes ghöre, es gärn aanäh u Ertrag bringe – 30-, 60- oder 100-mal so vil.“

21 Witer hetter zu ihne gseit: "Würd me e Lampe hole und se unger es Messgfäss oder unters Bett stelle? Schtellt me se nid uf ne Lampeständer?

22 So isch nüt versteckt was nid ufdeckt wird, nüt sorgfältig verborge was nid as liecht wird cho.x

23 Wer Ohre het, söll guet zuelose."

24 Er het au gseit: "Achtet uf das, was ihr loset. Mit däm Mass, mit däm ihr messet un zueteilt, wird äich au zueteilt wäre, ja ihr bechämt sogar no meh.

25 Denn wär het, däm wird no meh gäh. Aber wer nid het, däm wird säuber ds woner het wäggnoh."

26 Als Nächschts het er gseit: "Mit em Königrich Gottes isch es eso wie mit emene Maa wo Samenkörner uf e Bode streut.

27 Nachts schlaft er u morn schteit er uf, u d Saat geit uf u wachst – genau wie, weis er nid.

28 Vo säubscht bringt der Bode noche u nach Ertrag, zersch der Halm, när d Ähre u schliesslech ds voue Korn ir Ähre.

29 Doch sobald ds Korn riif isch, schnidet ärs mit dr Sichle ab wöu d Ärntezyt isch cho."

30 Er isch furt gfahre: "Womit chöi mir ds Königrich Gottes vergliiche? Mit wellem Bild chömmers begriiflich mache?

31 Es isch wie miteme Sänfkorn. Bir Ussaat isch ds Sänfkorn ds chliinschte vo allne Sämekörner uf dr Ärde.

32 Doch isch es einisch gsät, de geits uf u d Pflanze wachst u wird grösser aus aui angere Gartepflanze u bechunt grossi Zweigi, so dass d Vögu vom Himmu i ihrem Schatte Ungerschlupf chöi finde.“

33 Wenn är vor guete Botschaft verzellt het, het är vil settigi Bilder bruucht – je nachdäm, wie vil d Zuehörer hei chönne ufnäh.

34 Ja är het ne nüt gseit, ohni ds Biudli z rede, aber wenn är de mit sine Jünger allei isch gsi, het är ihne aues erklärt.

35 Am selbe Tag, wo's Abe isch worde, het er zu ihne gseit: "Lönd üs as angeri Ufer fahre."

36 Nochdem si sech auso vor Mönschemengi verabschiedet hei, hei si ne gno, so win er gsi isch, im Boot mit, u es hei no angeri Boot mit ihm gfahre.

37 Uf einisch isch e gwaltige Sturm ufcho, u d Wälle hei ständig is Boot gschwappet, so dass's fasch vollloffe isch.

38 Doch er hinge im Boot ufm Küssi gschlafe. Also händs ne gweckt und gseit "Lehrer, machts dir nüt uus das mir undergönd?"

39 Da isch är ufgschtande, het es Machtwort zum Wind gseit u het zu däm See gseit: "Rueh! Sig still!" Da het sech der Wind u a gleit