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Markus 14 vo 16

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 14 vo 16

14:1 Es sy no zwöi Täg bis zum Passaha gsy u zum Fescht vo dr ungsäuerte Brot. D Oberprieschter un d Schriftglehrte hän nach ere Glägeheit gsuecht, Jesus durch ne Lischt feschtznäh un umzbringe,

2 wo si gseit hei: "Nid bim Fäscht. Es chönt ungerem Volk villicht zu Unrueh cho."

3 Wo Jesus in Bethạnie isch gsi u im Huus vo Sịmon, em Ussätzige, aess isch e Frau cho, wo es Alabastergfäss mit ächem, sehr tüürs duftende Nardeöl debii gha het. Sie bricht des Gfäss uf un fangt a, nem des El iba d Kopf z heisse.

4 Da händ einigi ärgerlich zuenand gseit: "Wieso isch das duftende Öl verschwendet worde?

5 Me hetti das duftende Öl für meh als 300 Deạre verchaufe und das Gäld de Arme chönne geh." Si hei sech sehr über d Frau ärgeret.

6 Doch Jesus het gseit: "Lönd si i Rueh! Machet Der doch z Läbe nid schwär! Si het öppis Guets für mi ta.

7 Die Arme hender ja immer bi öich, u ihr chönd ne guets tue wenn immer ihr wend, aber mi werdet ihr ned immer ha.

8 Si het ta, was si het chönne, u het für mis Begräbnis scho im Vorus duftends Öl über mi Körper gosse.

9 Ig versichere euch: Wo immer uf der ganze Wäut die gueti Botschaft bekannt gmacht wird, da wird me o das wo die Frou ta het zur Erinnerig ah se verzeue."

10 Judas Iskạriot, eine vo de Zwölf, bi jetz zu de Oberpriester gange um ne z verrate.

11 Wo si das ghört hei, hei si sech gfreut u versprache, ihm Silbergäud z gäh. Da het er agfange nach ere Glägeheit z sueche ne z verrate.

12 Am erschte Tag der ungsäuerte Brot, wo me, wies Bruch isch gsi, ds Passahier opferet het, hei sech d Jünger bi Jesus erkundiget: "Wo söue mer ga, um ds Passahmau für di vorzbereite?"

13 Da het er zwei vo syne Jünger mit em Uftrag los gschickt: "Göhn id Stadt, und ihr werdet e Ma träffe, wo e Wasserchrug us Ton treit. Folgt ihm,q

14 u sobaud er nöimet ine geit, seit zum Husherr: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch ds Gaschtzimmer, woni mit mine Jünger cha ds Passahmau iineh?"

15 Är wird öich de ä grossi, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitets dert für üs vor."

16 Da si d Jünger wägg, si id Stadt cho u hei aues so vorgfunge wi ers gseit het, u si hei d Vorbereitige fürs Passah troffe.

17 Nachdems Obe worde isch, isch Jesus mit de Zwölf cho.

18 Un während sie am Disch len un ässä, het Jesus gsait: "Ich vusichere äich: Eina vu äich wird mi vurote, eina, der mit ma isst.

19 Betroffe het ne eine nach em andere gfragt: "Ich bi's aber nid, oder?"

20 Är het erwyderet: "Es isch eine vo de Zwölf – dä, wo sy Hand mit mir i d Schüssu toucht.

21 Denn dr Mönschensohn geit wäg, so wies i de Schrifte über ihn schteit, aber wehe däm, wo der Mönschensohn vrratet! Für die Mönsche wärs besser, är wär nie gebore worde."

22 U während si wyterässe het het er es Brot gno, het es Gebet gredt, het ds Brot brocht u hets ne mit de Wort gä: "Näh, es steit für mi Körpera."

23 O het er e Bächer gno, het es Dankgebet gseit, het ne witer gä u aui tranket drus.

24 Är het zu ihne gseit: "Das steit für my 'Bluet vom Bund" wo für vili vergosse wird.

25 Ig versichere euch: Vo itz a wird i uf ke Fall me vom Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu däm Tag woni i Gottes Königrich nöie Wy trinke."

26 Nach Lobgsäng si schliesslech usegange zum Ölberg.

27 Jesus het etze zue nene gseit: "Ihr werde alli is Stolper cho, denn i de Schrifte steit: 'I wird dr Hirte agriffe und d Schoof wärde usenand loufe.'

28 Aber nachdem i uferweckt worde bi, wird i euch nach Galilạ̈a vorusgah."

29 Doch der Petrus entgägnet: "Sälbscht we alli angere is Stolper chöme – i nid."

30 Da het Jesus zu ihm gseit: "I versichere dir: Hüt, ja no i dere Nacht, bevor es Hahn zwei mal kräht, wirsch mi drü mal verlügnet."

31 Doch der Petrus beteuerte: "Und wenn i mit dir muess stärbe, i wirde di niemols verlügnig." Z'gliche hei ou alli angere gseit.

32 Si si itz zunere Steu cho wo Gethsẹmane hei gheisse, u Jesus het zu sini Jinger gseit: "Blibed da hocke, solang i bette."

33 Petrus, Jakobus und Johạnnes het er mitgnoh. Uf einisch isch är töif bekümmeret gsi und ihn het e starchi inneri Unrueh überfloge.

34 Är het zu ihne gseit "I bi zu Tod betrübt. Wartet hie u blibt wachsam!"

35 Är isch es paar Schritte wyter gange, het sich ufe Bode gheisse u betet drum, dass ihm die schwäri Stund we müglech erspart bliebe isch.

36 U är het gseit "Ạbba, Vater, dir isch alles möglich. Nimm dä Bächer vo mir wäg. Doch nid was i wott, sondern was de wotsch."

37 Won er zrug isch, het er gseh, dass si gschlofe het. Da het er zum Petrus gseit: "Sịmon, schlafsch? Hesch nid d Chraft gha e einzigi Stund wach z blybe?

38 Blibt wachsam und höret nid uf z'bätte, damit är nid i Versuechig chunnt. Dr Geischt isch zwar volle Eifer, aber dr Körper isch schwach."

39 Druf isch er wider wäggange u het no einisch z gliche bätte.

40 Woner zruggcho isch, hei d Jünger wider gschlafe. D Ouge sy ihne zuegfaue gsi, u si hei nid gwüsst, was si ihm söue erwidere.

41 Won er zum dritte Mol zu ihne isch, het er gseit: "Wie chöit der nume zu sonere Zyt schlafe und eu usrüehre! Aber gnueg drmit. D Stund isch cho! De Menschensohn wird jetzt Sünder usgliferet.

42 Staht uf, löt üs ga! Gseht nume! Mi verräter isch scho ganz nah."

43 I däm Momänt, während er no gredt het, isch der Judas, eine vo de Zwölf cho, mit eme Truppe Manne, wo mit Schwerter u Knüppel bewaffnet sy gsy. D Oberprieschter, Schrift¬gelehrti und Älteschte hei si gschickt.

44 Sy Verräter het mit ihne es Zeiche veriibart: "Es isch dä, woni küssle. Dä nimmt fescht u füehrt ihn unger bewachig ab."

45 Är isch direkt uf ihn zuegange, isch nöcher cho, het gsait: "Rabbi!", und küsst ne sanft.

46 Da hei ne d Manne packt u ne fescht gno.

47 Doch eine, wo derbeischtand, sy Schwert zoge u het em Sklave vom Hohen Prieschter s Ohr abgschlosse.

48 Drufabe het Jesus zue nene gseit: "Bini e Verbrecher, dass er mit Schwerter u Chnüppel chömet, um mi feschtznäh?

49 I bi jede Tag bi öich im Tempel gsi u ha glehrt, doch da hender mi nid verhaftet. Aber es isch so cho, damit sech das erfüllt, was i de Schrifte steit."

50 Denn lönd ne alli im Stich u floh.

51 nume ä junge Ma het ihm i einiger Entfernig gfolgt. Är het lediglich e Gwand us fynem Lyb treit, u wo me ne het wöue packe,

52 riss er sech los u floh ohni si Gwand.

53 Jesus isch mittlerwile zum Hohe Priester bracht worde und alli Oberpriester und di Ältiste u Schrift¬glehrte hei sech versammlet.

54 der Petrus het ihm i sicherem Abstand bis i Hof vom Hohen Prieschter gfolgt, het sech zu de Husdiener gsetzt u het sech am Füür wärmiert.d

55 D Oberpriester und dr ganz Sanhedrịn hei itz nach Züge gsuecht wo gäge Jesus würde ussäge, damit me ne chönt töte – doch vrgäbe.

56 Es hei zwar viu falschi Züge gäge ihn us gseit, aber ihri Ussage hei nid überi gstumme.

57 O einigi fauschi Züg si ufgschtande u hei bhouptet:

58 "Wir hei ghört, wiener gseit het: 'I wird dä mit Händ erboute Tempel abriisse und i drü Täg e angere boue, wo nid mit Händ gmacht isch.'"

59 Aber ou i däm Punkt widersprache sech ihri Ussage.

60 Schliesslich erhob sich de Hohe Priester i ihrere Mitti und hät Jesus gfragt: "Hesch ke Antwort vorzbringe? Was säge die Manne da geg di us?"

61 Doch är het ke einzigi Antwort ge, sondern schwieg. Do het ne dr Hohe Prieschter vo Neuem befrogt u het wöue wüsse: "Bisch dr Christus, dr Bueb vom Höchschte?"

62 Jesus git zantwort: "Das bin ich. Und dir wärdet dr Mönschensohn ar rächte Site vor Macht hocke u mit de Wulche vom Himmu chöme."

63 Drufa het der Hohe Prieschter sy Gwänder verzellt und het gheisse: "Wo bruuchemer no Züg?

64 Ihr hänn d Gottesläschterig ghört. Wie lutet eues Urteil?" Alli hei urteilt, är syg tschuldig und ha dr Tod verdient.

65 Einigi fange a, ihn aazpöcke, hei sys Gsicht verhüllt, ne mit Füscht gschlage u spotte: "Prophezeie!" Un d Grichtsdiener nähmä nen un schlat nen ins Gsicht.

66 Während Petrus etze im Hof gsy isch, isch es Dienstmaitli vom Hohen Prieschter cho.

67 Wo si gseh het, wie dr Petrus sich wärmi het, het si ne diräkt a blickt und gseit: "Du bisch doch o mit däm Nazarẹner, däm Jesus, zäme."

68 Doch er strit s ab: "I kenne ne nid u i weiss o nid, vo was du redsch" Damit isch er use gange zum Iigang.

69 Wo s'Dienschtmäitli nä dört gseh het, het si wider zu de Umeschtände gseit: "Das isch eine vo dene".

70 Wider stritt er's ab. Doch churz drufabe o d'Umstehende aagfange: "Du bisch bestimmt eine vo dene. Du bisch schliesslich e Galilạ̈er."

71 Doch är het e Fluech usegschlage u schwor: "I kenne dä Maa nid, vo däm ihr redet."

72 Im glyche Momänt het e Hahn zum zwöite Mal kräit, u dr Petrus het sich a das erinneret, wo Jesus zu ihm gseit het: "Bevor ei Hahn zwöi Mau chräht, wirsch mi drü Mal verlügnet.t Da het är zäme bracht u het afa gränne.