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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 4 von 52

 

Jeremia 4 von 52

4:1 "Wenn du umkehrsch, Israel", erklärt Jehova, "wenn du zu mir umkehrsch und wenn du mir dini widerliche Götze us de Ouge schaffsch de wirsch ke Flüchtling si.

 2 U wed schwörsch: 'So wahr Jehova läbt!', in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, denn wärde d Völker dür ihn gsägnet wärde und i ihm werde si sech rüehme.'

3 Denn des sait Jehova zue d Lüt vu Juda un zue Jerusalem: "Pflügt Ackerland für öich un sät nid ständig unger Dorne.

 4 Bschniedet äich fir Jehova un entfernt d Vorhaut äirem Herz, ihr Lüt vu Juda un Bewohner Jerusalems, dmit mi Zorn nit we ä Fiir ufflammt un brennt, ohni dass jemads löscht, wäg äire schlächte Tate.“

 5 Machts z Juda bekannt und verkündets in Jerusalem. Rueft u blast ds Horn überau im Land. Rüeft lut u seit: "Versammle nech u lö üs i di befestigte Schtädt flüge.

6 Schtellt es Signal uf i Richtig Zion. Suechet Schutz u blibt nid stah", denn vo Norde här füri Unglück herbi, en grosse Zämebruch.

7 Är isch wiene Löi us sim Dickicht fürecho, dä Vernichter vo dä Völker isch uszoge. Är het si Ort verloh um dis Land zum es Bild vom Graue z mache. Dini Städt wärde in Trümmer gleit und unbewohnt si.

 8 Drum leit Sacktuch a, trauet u jammeret, wüu sech dr glüehendi Zorn Jehovas nid vo üs abgwandt het.

 9 "An diesem Tag", so erklärt Jehova, "wird den König und auch die füehrende Manne der Mut verlassen. D Priester werden verschrecken und die Prophete entsetzt sein."

10 Da hani gseit: "Ach, Souveräner Herr Jehova! Du hesch das Volk u Jerusalem würklech gründlech tüüscht, wo du gseit hesch: 'Ihr werdet Friede ha', wo doch ds Schwert a üsere Chele isch."

11 Zu däre Ziit wird zue däm Volk un zue Jerusalem gsait wäre: "En glüehend heisse Wind vu d kahle Hügel vu d Wüeschte wird herabstürze uf mini Tochter, mi Volk. Är chunt nid zum worfe oder z suubere.

12 Mit voller Chraft chunt de Wind uf mi Befehl ane. Itz wirdi Urteile gäge si verchünde.

13 Gseht! Är wird wi Rägewouke cho u sini Wage sy wi ne Sturm. Sini Ross sy schnäuer aus Adler. Wehe üs, denn mir sy am Ändi!

14 Wösch dis Herz rein vo Schlächtigkeit, Jerusalem, damit du grettet wirsch. Wie lang wirsch du bös Gedanke i dir nöcher bringe?

15 Denn e Stimm bringt d Nachricht us Dan und meldet Unglück vo de Bärge Ẹphraim.

16 Brichtets, ja de Völker. Verkündets geg Jerusalem." "Späher kommen aus einem fernen Land, sie werden gegen die Städt Judas ihre Stimm erheben.

17 Si umzingle Jerusalem wi Wächter, wo es freies Fäud bewache, wöu si gäge mi rebelliert het", erklärt der Jehova.

18 "Dini eigene Wäg u dini Tate wärde über di brocht. Wie bitter isch di Unglück, es längt der bis as Herz!"

19 Was für ne Qual, was für ne Qual! I füehle grossi Schmerz töif i mim Härz. Mis Härz pochtet i mim Innerr. I cha nid schweige, denn i ha dr Schall vom Horn ghört, ds Alarmsignau vom Chrieg.

20 Ei Unglück nach em andere isch gmeldet worde, denn ds ganze Land isch zerstört worde. Plötzlich si mini eigete Zelt zerstört, mini Zeltüecher imne Ougeblick.

21 Wi lang wird ig das Signau no gseh, dä Schall vom Horn no lose?

22 "Denn mis Volk isch unvernünftig. Si beachte mi nid. Si si dummi Söhn ohni Verstand. Wenns drum geit Böses ztüe si si schlau, aber wases heisst, Guets ztüe, wüsse si nid."

23 I ha das Land gseh: Es isch leer gsi u verloh. I bi zum Himmel blickt u sis Liecht isch nümme da gsi.

24 Ig ha d'Bärge gseh: Si bebte und d'Hügel zitteret hei.

25 Ig ha gseh: Aues isch Mönschleier gsy u aui Vögu vom Himmu sy gflohe gsy.

26 Ig gseh: Dr Obstgarte isch zur Wildnis worde u sini Städt si aui niedergrisse gsi. Jehova hets verursacht wäg sim glühende Zorn.

27 Denn das seit Jehova: "Ds ganze Land wird zur Einöde, aber i wirde nid alles vernichte.

28 Drum wird ds Land truure und dr Himmu ufe wird sech verfinstere. Es isch wöu ig gredet ha, ig ha entschiede, u ig wird mini Meinig nid ändere no dervo abwiiche.

29 Bim Grüsch vo dr Riter und dr Bogeschütze flieht di ganz Stadt. D Lüt verschwinde im Dickicht u chlättere uf d Felse. Jedi Stadt isch verlah, ke Mönsch wohnt drin."

30 Was wirsch iz mache iz wod verwüschtet bisch? Hesch di immer i Karmesin gchleidet, di mit Goudschmuck usputzt, dini Ouge mit schwarze Schminke vergrösseret. Aber du hesch di umsüsch schön gmacht, denn die wo di begehrt hei, verstöh di. Itz heisi es uf dis Läbe abgseh.

31 Denn i ha öppis ghört, wo nachere chranke Frou töönt, nach em Schmerz vonere Frou, wo ihres erschte Ching gebiet, d Stimm vo de Tochter Zion, wo ständig nach Atem ringt. Si streckt ihri Händ us u seit: "Weh mir, i bi ganz erschöpft wäge de Mörder.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 3 von 52

 

Jeremia 3 von 52

3:1 D Lüt frage: "Wenn ä Ma sini Frou wägschickt und si verloht ne u ghört schlüsslech emne angere Maa, darf er de öppe wider zu ihre zrüggchere?" Isch ds Land nid völlig verunreinigt worde? "Du hesch mit viune Liebhaber Prostitution begange. Darfsch itz öppe zu mir zruggkehre?", erklärt jehova.

 2 "Lueg der doch di chaule Hügel ah. Wo bisch nid vergewaltigt worde? Du hesch ade Wäg ghocket u ufse gwartet wiene Nomade ir Wildnis. Ständig verunreinigsch ds Land mit dire Prostitution u Schlächtigkeit.

 3 Deswege werde Schauer zrughalte, im Früelig gits ke Räge. Du hesch ds dreiste Gsicht vonere Ehefrau wo d Prostitution begoht. Du schämsch di nid.

 4 Doch jitz lütisch mer zue: 'My Vater, sit mire Jugend bisch mi Fründ!

 5 Wird me öppe für immer nachträgend si oder ständig Groll häge?' So redsch, aber du tusch witer soviu Schlächts wie du nume chasch."

6 Zur Zyt vom König Josịah het Jehova zu mir gseit: Häsch gseh, was Israel wo Untreue tah het? Si isch uf jede höche Bärg gange u unger jedem üppige Baum um dert Prostitution z tribe.

7 Trotz allem han i se immer wider baat zu mir zrüggzchere, aber si isch nid cho. Und Juda het ständig ihri treulose Schwöschter beobachtet.

8 Woni das gseh ha, ha i Israel gschickt, wäg ihrem Ehebruch mit ere vollgültige Scheidigsurkunde wäg, doch ihri treulose Schwöschter Juda het sich devo nit abschrecke lo. O si het sech ufgmacht u het d Prostitution tribe.

9 Si het iri Proschtitution uf di liechti Schultere gno u schtändig het si ds Land verunreinigt u mit Ehebruch mit Stei u mit Böim agfange.

10 Trotz alldem het ihri treulose Schwöschter Juda nid mit ihrem ganze Härz zu mir zrügg gwehrt, sondern nume zum Schin', erklärt jehova."

11 Jehova het denn zu mir gseit: "Israel, d Untreue, het bewiese, dass si grächter isch als Juda, d Treulose.

12 Geh u verkündet em Norde folgendi Wort:

"Kehr zruck, o Israel, du Abtrünnige", erklärt Jehova. "Ich wird nid zornig uf di blicke, denn i bi loyal', erklärt jehova.''Ich werd ned för immer nachträgend si.

13 nume gstah dini Schuld ii, denn du hesch gege din Gott, de Herr, rebelliert. Du hesch witter unter jedem üppige Baum dini Gfälligkeite a Fremde usteilt, aber uf mini Stimm hesch nid welle lose, erklärt dr Herr.

14 "Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Söhn", erklärt der Jehova. "Denn i bi öire wahre Herr worde. I wirde Nech hole – eine usere Stadt u zwöi usere Familie – u nach Zion bringe.

15 Un i wär äich Hirte nohch minem Herz ge, un sie wäre äich mit Erkenntnis un Iisicht weide.

16 I dene Tag werdeder zviu werde u Frucht trage im Land", erklärt der Jehova. "Me wird nümm säge: 'D Bundeslade Jehovas!"Me wird nümme a si dänke no sech a si erinnere no se vrmisse und si wird nid nomau aagfertiget wärde.

17 Zue der Ziit wird ma Jerusalem d Thron Jehovas nenne, un alli Velka wäre zum Name Jehovas in Jerusalem zsämmebrocht wäre, un sie wäre nit schtur ihrem eigene bese Herze folge.“

18 "In denen Däg werde sie zäme gah, des Hus Juda Site an Site mit däm Hus Israel, un gmeinsam werde sie üs däm Land vum Norde in des Land kumme, des i eire Vorfahre als Erb gä ha.

19 Und i ha gmeint: 'Wie i Nech doch unger d Söhn ireise u Nech ds begehrenswerts Land het gä, ds schönschte Erbe unger de Völker!' Ha o dänkt Dir würdet 'My Vatter!'zu mir säge u öich nid vo mir abwände.

20 'Doch ihr hend euch mir gegenüber tatsächlich treulos verhalte o Huus Israel wie e treulosi Ehefrau wo ihre Manna verlaht', erklärt Jehova.'

21 Uf de kahle Hügel ghört me

des Hiile un di flehliche Bitte vum Volk Israel,

denn es het e chrummi Wäg iigschlage.

Es het si Gott vergesse.

22 "Kehrt zrügg, ihr abtrünnige Söhn.

I wirde euch vo eurer Abtrünigkeit heilen."

"Hie sy mer! Mir sy zu dir cho,

denn du, o Jehova, bisch euse Gott.

23 D Hügel u dr Tumult uf de Bärge si i Würklechkeit e Illusion.

D Rettig Israels chunnt i Würklechkeit vo üsem Gott Jehova.

24 Doch d Schand het das ufzehrt, wofür sech üsi Vorfahre vo üsere Jugend aabegmüet hei,

ihri Schaf u ihri Rinder,

ihri Söhn un ihri Töchter.

25 Chunnt, mir lege üs hie i üsere Schand

u üsi Uneh söll is bedecke,

Denn ma hän gege unsa Gott Jehova gsindigt,

mir u üsi Väter, vo üsere Jugend a bis hüt,

u mir hei üsem Gott JEHOVA nid ghorcht."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 2 von 52

 

Jeremia 2 von 52

2:1 Folgende Botschaft erhalten i vo Jehova:

2 "Gh u verkündet vor de Ohre Jerusalems: 'Das seit Jehova:

"I erinnere mi no guet a dini Ergebäheit i dire Jugend,

a Dini Liebi, wo Du verlobt bisch,

wi du mir ir Wildnis gfolgt bisch,

imne Land wo nüt usgsät worde isch.

 3 Israel isch heilig gsi für Jehova, dr erscht Ertrag vo sinere Ernte.

'Wer ihn verschlang het sech schuldig gmacht.

Unglück isch über die cho', erklärt Jehova."

 4 Ghört d Wort Jehovas, o Huus Jakob

un alli ihr Familie vum Hus Israel.

 5 Das seit Jehova:

"Welche Fähler hei euri Vorfahre a mir gfunge,

dass si sech so wit vo mir entfernt hei

u wärtlose Götzli nachelaufe u so säuber zu öppisem Wärtlosem wärde?

 6 Si hei nid gfragt: 'Wo isch Jehova,

wo üs us Ägypte usebracht het,

wo üs dür d Wildnis gführt het,

dür es Land voller Wüeschte u Schluchte,

Durch ä Land der Trocheheit un däm defe Schatte,

dür es Land wo niemer dürewanderet

u i däm ke Mönsche wohne?'

 7 I ha nech de ines Land volle Obstgärtli bracht,

damit ihr sin Ertrag und sini guete Sache isst.

Aber dir sit cho u heit mis Land verunreinigt.

Mis Erbe heit dr zu öppis Abscheulichem gmacht.

 8 D Prieschter hei nid gfragt: 'Wo isch Jehova?'

Die ds Gsetz hei, hei mi nid kännt,

di Hirte hei gäge mi rebelliert,

d Prophete prophezyte dür Baal

un hän dene gfolgt, wo nüt hän chönne bewirke.

 9 'Darum werdi witer mit öich im Striit ligge', erklärt Jehova,

'u o mit de Söhn wird i im Striit lige.'

10 'Zieht doch übere zu de Chüschtegebiet vo de Kịttim und gsehnd euch det um.

Ja schicket e Bote nach Kẹdars und denk gründlich nach.

Steut fescht ob so öppis schomau gscheh isch.

11 Het es Volk je sini Götter gäge öppis ustusch wo kei Gott isch?

Doch mis eigete Volk het mini Herrlichkeit gege öppis Wertloses ustuscht.

12 Si entsetzt bi däm Ablick, Himmel,

schüttle di vor blankem Graue', erklärt Jehova,

13 'denn mi Volk het zwöi schlimmi Sache gmacht:

Mich, d Quelle lebendige Wasser hei si verloh

u sech Zischtere usghobe,

rissigi Zischterne wo s Wasser nid chöi hebe.'

14 "Isch Israel öppe e Diener oder e Sklave wo ir Husmeinschaft gebore worde isch?

Werum ischer de aus Büezer übergäh worde?

15 Gege ihn brüele jungi Löie.

Si löhnd ihri Stimm lose.

Si hei sis Land gmacht zumne Bild vom Graue.

Sini Städt si i Brand gsteckt worde, so dass si unbewohnt si.

16 D Lüt vo Nopha und Tạchpanes mache di kahl.

17 Hesch dir das nid selber zueschribe,

wüu du di Gott Jehova verlah hesch,

während er di ufem wäg gleit het?

18 Werum gsehnsch di jetz nachem Wäg wo nach Ägypte füehrt,

zum s Wasser vom Schịhora z trinke?

Warum sehnsch di nachem Wäg wo uf Asyrie füehrt

ums Wasser vom Euphrat z trinke?

19 Dini Schlächtigkeit sött di korrigiere

u dini eigeti Untreui sött di zrächtwiise.

Erkenne u gseh ih, wi schlächt u bitte es isch,

din Gott Jehova zverlah.

Du hesch ke Ehrfurcht vor mir zeiget', erklärt der Souverän Herr – Jehova, der Herr der Heere.

20 'Denn vor Langem zerschmetteret i dis Joch

u riss dini Fässle ab.

Du aber hesch gseit "I wird dir nid diene",

denn uf jedem höche Hoger u unger jedem üppige Baum

lahsch gspröch da u hesch di prostituiert.

21 Ig pflanze di aus e roti Edelrebe, aues drvo reine Same.

Wieso bisch de vor mir z verwilderete Trieb vomene frömde Wystokes worde?'

22 'Sälbscht wenn di mit Alkalia wäsche und viu Lauge würdsch verwände,

wär dini schuld immer no es schmutzfleck vor mir', erklärt dr souverän Herr jehova.

23 Wi chasch säge: 'I ha mi nid verunreinigt.

I bi nid dr Baale gfolgt'?

Lueg uf di Wäg im Tal.

Sieh dir ah was tah hesch.

Du bisch wi ne schnälli jungi Kamelstute,

d zällos hin u her louft uf ihre Wäg,

24 e Wildeselin, wo a d Wildnis gwanet isch,

die i ihrer Gier i Wind schnüfflet.

Wär cha se i ihrer Brunscht zrügghaute?

Keine wo si suecht brucht sech abzmühe.

I ihrer Paarigszyt wird me se finde.

25 louf dir d Füess nid wund,

u lueg zue ds dini chehle nid vertrochnet.

Aber du hesch gseit: 'S isch hoffnigslos!

Nei! I ha mi z frömdi verliebt

und i wirde ne folge.'

26 Wie sech ein Dieb mues schäme wen ertappt wird,

so staht das Huus Israel beschämt da,

si, ihri Könige u ihri füehrende Manne,

ihri Prieschter un ihri Prophete.

27 Si säge zum ne Baum: 'Du bisch mi Vater',

und zumene stei: 'Du hesch mi gebore.'

Aber mir wände si dr Rugge zue und nid ds Gsicht.

Und zur Zyt vo ihrem Unglück werde si säge:

'Stah uf u rette üs!'

28 Wo sy de itz dini Götter, wo Du dir gmacht hesch?

Söue si doch ufstah we si di chöi rette zur Zyt vo dim Unglück.

Denn dini Götter sind so zahlrich worde wie dini Städt, o Juda.

29 'Warum ligged ihr ständig mit mir im Striit?

Warum hend ihr alli gege mich rebelliert?', erklärt Jehova.

30 Vergeblich han ich eui Söhn gschlage.

Si lönd sech eifach ned erzieh.

Euses eigete Schwert het öii Prophete verschlunge

wi ne Löie uf Raubzug.

31 O Generation, befass dich selber mit de Wort Jehovas.

Bini öppe für Israel wiene Wildnis worde

oder es Land beklemmendi Finsternis?

Wi chunnts, dass si mis Volk hei gseit: 'Mir loufe frei ume.

Mir wärde nüm zu dir cho"?

32 Cha e Jungfrau ihre Schmuck vergässe,

e Bruut ihri Bruschtbänder?

Doch mis eigete Volk het mi zahli Täg vergässe.

33 Wi gschickt du dis Vorgehe plansch, o Frou, uf der Suechi nach Liebi!

Du hesch di i de wäg dr Schlächtigkeit güebt.

34 Sälbscht dini Säum sy mit em Bluet unschuldige Arme befleckt,

obwohl i nid gseh ha wi si bi dir ibroche hei.

Es isch a allne dine Soumen.

35 Aber seisch: 'Ich bi unschuldig.

Bestimmt het sech sy Zorn vo mir abgwandt.'

Jitz gahni mit Dir ids Gricht,

wöu seisch: 'Ich ha nid gsündiget.'

36 Werum fingsch nüt drbi, ständig di Wäg z ändere?

O wäg Ägypte wirsch beschämt dastah,

so wie du wege Asyrie beschämt dagestande hesch.

37 Deswäge wirsch o mit de Händ uf em Chopf wäg zieh,

denn Jehova het di zruggschlosse, wo de vetrout hesch.

Si werde dr nid zum Erfolg verhälfe."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 1 vo 52

 

 

Jeremia 1 vo 52

JEREMIA

1:1 Das sy d Wort Jeremias, vom Sohn Hilkịjas – eine vo de Prieschter in Ạnathotha im Land Bẹnjamin.

2 Er het im 13. Regierigsjahr Josịas, vom Sohn Ạmons, vom König vo Juda, ä Botschaft vo Jehova,

3 ebenso zur Zyt Jọjakims, vom Bue Josịas, vom König vo Juda, bis zur Vollendig vom 11. Jahr Zedekịas, vom Bue Josịas, vom König vo Juda, bis Jerusalem im 5. Monet i d Gfangeschaft gfüehrt worde isch.

4 Folgendi Botschaft hani vo Jehova übercho:

5 "Bevor i di im Muetterliib bildet ha, hani di kennt bevor du gebore worde bisch, han i di gheiligt. I ha di zumene Prophet fürd Völker gmacht.".

6 Aber i ha gseit: "Ach, o Souveräner Herr Jehova! Cha nid rede, i bi doch no so jung."

7 Da het Jehova zu mir gseit:

"Säg nid: 'I bi no so jung.' Wüu söttsch zu allne ga zu dene i di schicke. Sägne aues woni dir Uftrag.

8 Het ke Angst vor ihrem Ablick, denn 'ich bi bi dir zum dich rette', erklärt Jehova."

9 Druf het Jehova sini Hand uus gstreckt und mis Mul berüert. Jehova het zu mir gseit: "Ich lege mini Wort i dis Muul.

10 Sieh nume, i ha di hütt über d Völker und über d Königrich iigsetzt zum usrisse und abzreise zum vernichte und niderzreise zum ufboue und pflanze.“

11 Wieder richtet jehova das Wort a mich: "Was gsehst du, Jeremia?" Da antwort i: "I gseh der Zwöig vomene Mandelbaum."

12 Jehova het zu mir gseit: "Das hesch du richtig gseh, denn i bi hellwach, um mini Wort uszfüehre."

13 Jehova het es zwöits mau ds Wort a mi grichtet: "Was gsehsch du?" Da antwort i: "I gseh e brodlndi Chochopf und sini Öffnig schneit sech vom Norde wäg."

14 Druf het Jehova zu mir gseit: "Von Norde her wird das Unglück losbreche über alli Bewohner vom Land.

15 Denn 'ich rüefe aui Familie vo de Königrichi vom Norde zämme', erklärt Jehova, 'und si wärde cho. Sie alli wäre ihri Throne ufschtelle am Igang vu d Tore Jerusalem gege alli sini Müre ringsum un gege alli Schtädt Judas.

16 U i wirde mini Urteile gäge mis Volk verkünde wäg all sinere Schlächtigkeit, wüu es mi verlah het u für angeri Götter Opferrauch laht la ufstiige u sech vor de Wärche vo sine eigete Händ verbingt.‘

17 Doch du söusch di parat mache u ufstah u ihne aues mitteile wo ig dir uftrag. Erschrick nid vor ihne, süsch versetzi di vor ihne i schrecke.

18 Denn hüt han i di zunere befestigte Schtadt gmacht, zunere Süle u z chupfere Muur gäge das ganze Land, gegenüber de Könige vo Juda u syne Fürscht, gegenüber sy Prieschter und em Volk vom Land.

19 Und si wärde ganz bestimmt gägä di kämpfe, aber si wärde di nid bsiege, denn 'i stah dir zur site', erklärt jehova, 'zum dich z'rette'."