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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 39 vo 42

 

Hiob 39 vo 42

39:1 Weisch wenn d Steiböck gebäre?

Hesch du beobachtet, wie d Rehe ihri Junge zur Wäut bringe?

 2 Zellsch d Mönet wo bis derhär abloufe?

Kennsch der Zytpunkt, wenn si gebäre?

 3 Si choure nieder we si ihri Junge wärfe,

u de endet ihri Wehe. ändlech

 4 Ihri Junge wärde chräftig u wachse im Freie uf.

Si göh wäg und cheere nid zu ihne zrügg.

 5 Wär het dr Wildesel freigla?

Wär het d'Strick vom Wild glöst?

 6 Ig ha ihm d Wüeschtebeni aus dehei gä,

s Salzland isch sy Wohnort.

 7 Är spottet über ds Getümmel ir Stadt.

Ds Gschrei vom Triber ghört er nid.

 8 Er dürestrift d Hügel uf der Suechi nach Weidland

u gspürt aues noche, was grüen isch.

 9 Wird der Wildstier dir diene?

Wird er i dim Stall übernachte?

10 Chasch e Wildstier miteme Seil ir Furche hebe?

Wird er dir folge zum das Tal pflüge?

11 Wirsch uf sini grossi Chraft vertraue

u ne schwäri Arbeit für di lah mache?

12 Wirsch du dich druf verloh dass er dini Ernte ibringt?

Wird er se zu dim Dreschplatz bringe?

13 D Strossehenne schlaht fröhlich mit de Flügel,

aber cha me ihri Schwinge und ihres Gfieder mit dene vomene Storch vergliiche?

14 Si laht ihri Eier ufem Bode lige

u hebe se im Stou warm.

15 Si vergisst, dass e Fuess sy verträtte

oder es wilds tier si chönt zertrample.

16 Si behandlet iri Söhn hert aus wärs nid ihri eigeti.

Si het ke Angst, dass ihri Müeh chönnt verblich si.

17 Denn Gott het ihr Wisheit vorenthalte,

si het ke Verstand mitbecho.

18 Doch we si sech ufrichtet u mit de Flüge schlaht,

lachet si ds Ross u seine Riter us.

19 Bisches wo em Ross sini Chraft verleiht?

Schmucksch sy Hals mit ere wehende Mäh?

20 Chasches wi ne Heuschrecke la springe?

Sis mächtige Schnaube macht Angst.

21 Im Tal scharrt s mit de Huufe u isch usser sech vor Fröid,

es zieht i Schlacht.

22 Es lacht über d Angst und fürchtet sech vor nüt.

Vor em Schwert weich's nid zrugg.

23 Der Köcher klappert a syre Site,

der Speer un der Wurfspiess blitze.

24 Zitternd vor Erregig stürmt's los,

bim Schall vom Horn chas nid stimme.

25 Sobald ds Horn ertönt, seit's: 'Ha!'

Scho vo witem witerm witterets d Schlacht

u ghört d Rüef vo de Afüererer u ds Chriegsgschrei.

26 Isches dim Verstand z verdanke, dass der Falke dur d Lüfte gleitet

u drby sy Flügel zum Süde häre usbreitet?

27 U dr Adler, schwingt er sech uf dy Befähl empor

u bouet hoch obe sy Näscht,

28 verbringt d Nacht ufere Klippe

u bewohnt sini Feschtig ufere Felszacke?

29 Vo dert suecht är nach Nahrig,

sini Ouge blicke wyt i d'Färn.

30 Sini Junge schlürfe Bluet.

U wo gäng die Erschlagene lige, da isch er."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 38 vo 42

 

Hiob 38 vo 42

38:1 Jehova het Hiob de usem Sturm gantwortet:

 2 "Wer isch es, der verdunklet was ig beschlosse ha,

u ohni Erkenntnis redet?

 3 Mach di bitte parat wi ne Maa.

I wirde di befrage u du unterrichte mi.

 4 Wo bisch du gsi woni das Fundament vor Erde gleit ha?

Sägs mer we de dänksch du verstahsch öppis drvo.

 5 Wär het ihri Masse feschtgsetzt – falls dus weisch?

Wär het e Messschnur über si gspannt?

 6 Wo si iri Socku ihgsänkt worde

u wär het ihre Eckstei gleit,

 7 aus d'Morgestärn mitenand juble hei

u aui Söhn Gottes i Beifallsruef usbrache?

 8 Wär het ds Meer hinger Türe igschlosse,

wo's us em Mueterleib fürebrocht het,

 9i woni's z Wulche gchleidet ha

un i dichts Dunkel het wicklet,

10i woni ihm e Grenze festsetzt han

un sini Riegel un Tore het iisetzt,

11 woni gseit ha: 'Bis da ane darfsch cho u nid witer,

hie endet dini stolze wälle'?

12 Hesch je morge e Befehl erteilt

oder am Tagesabruch sin Platz zuegwiese,

13 damit er d änd vo dr Ärde packt

u d böse us ihrer useschüttlet?

14 D Erde verwandlet sech wi Lehm under me Siegel

u ihr muschter sticht us wie bimne chleid.

15 Doch de Böse wird ihres eigete Liecht entzoge

un ihr erhobener Arm wird zerbroche.

16 Bisch zu de Quelle vom Meer abegange?

Hesch d tüüfe vom Wasser erforscht?

17 Het me dir d Tore vom Tod zeigt?

Hesch d Tore tüüfer Finsternis gseh?

18 Verstahsch öppis vo de Wite vo de Erde?

Sägs mer wed über all de Bscheid weisch.

19 I wellere Richtig wohnt das Liecht?

Wo isch d Dunkelheit dehei,

20 sodass se i ihres Gebiet chönnt bringe

u wüsstisch, weli Wäg zu ihrem dihei füehre?

21 Weisch das, wüu du damals scho gebore bisch

u wiu du scho so viu Jahr läbsch?

22 Bisch id Vorratshüser vom Schnee inegange?

Hesch d Vorratskammere vom Haagel gseh,

23 woni für d Zyt vom Unglück ufghobe ha,

für e Tag vom Kampf u vom Chrieg?

24 Us wellere Richtig wird ds Liecht gstreut

u vo wo us blaset dr Ostwind uf d Ärde?

25 Wär het der Sturzfluet e Kanal grabe

u der donnerndi Sturmwolk e Wäg bahnt,

26 zum's dert rägne z'loh wo niemer läbt,

i de Wildnis wos ke Mensche git,

27 für verwüschteti Iinöde z wässe

u ds gruas la z sprüsse?

28 Het der Räge e Vater?

Wär het d Tautropfe zügt?

29 Wär het ds Iis zur Wäut bracht?

Wär het d Froscht vom Himmu gebore?

30 Wär überzieht ds Wasser wi mitere steinere Decki

u laht d Oberflächi vom tüüfe Wasser ifrüre?

31 Chasch d Tau vom Kịm-Sternbild verknote

oder d Strick vom Kẹsil-Sternbild löse?

32 Chasch es Sternbild zu sinere Zyt usefüehre

oder ds Asch-Sternbild samt sin Söhn leite?

33 Kennsch d'Gsetz vom Himmel?

Chasch d Erde sire Autorität unterwerfe?

34 Chasch der Wolke zurufen,

das si di mit Wassermasse bedecke söue?

35 Chasch du Blitze ussende?

Wärde se cho u zu Dir sägä: 'Hie sy mer!'?

36 Wär het d Wulche mit Wiisheit usgstattet?

Wär het de Himmelsphänomen Verstand gäh?

37 Wär isch so wiis, dass är d Wolke cha zelle?

Wär cha d'Wasserchrüg vom Himmu umkippe,

38 sodass der Staub zunere Masse zämelouft

u d Ärdchlumpe anenand chläbe?

39 Chasch Bütte für ne Löie jage

oder dr hunger junge Löie stille,

40 we si i ihrem Bau choufe,

i ihrer Höhli uf de Lauer ligge?

41 Wär dr Rabe mit Fuetter versorgt,

we sini Junge zu Gott um Hilf rüefe,

we si umeschirre wüus nüt ässbars git?

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 37 vo 42

 

Hiob 37 vo 42

37:1 Da pocht mis Herz,

es schloht wie wild.

 2 Höret nech ds Dröhn vo dr Stimm Gottes genau a,

s Donner wo us sim Muul chunnt.

 3 Ungerem ganze Himmel entfesslet ärs

u syni Blitz schickt är bis a d Ändi vor Erde.

 4 Druf folgt es chrachends Grüsch.

Är dönnt mit majestätische Stimm

u hebt sini Blitz nid zrug, we sini Stimm vernoh wird.

 5 Es isch wunderbar, wie Gott mit sinere Stimm dönneret.

Sini grosse Tate überstiege üse Begriffsvermöge.

 6 Zum Schnee seit er: 'Fall uf d Ärde',

und zum Regguss: 'Lass's nume so schütte.'

 7 Gott bringt aus mönschlechi Tue zum Stiustand,

sodass alli stärbliche Mänsche sis wirke erkenned.

 8 Di wilde Tier zieh sech i ihri Höhle zrügg

u blibe i ihrem Bau.

 9 Der Sturm blast us sym Chämmer

u d Chälti chunt vo de Nordwinde.

10 Durch de Atem Gottes entstaht s Iis

u d'Wasserflächi fröit zue.

11 Ja, mit Füchtigkeit belädt är d Wulche.

Sini Blitz verstreut er i ihne.

12 Die Wulche wirblet dert häre, won er se ane länkt.

Was geng er befiehlt, si führe's us uf der Oberflächi vo de bewohnte Ärde.

13 Öb aus Straf, ob em Bode zlieb

oder us loyaler Liebi – er laht's gschah.

14 Los der das a, Hiob!

Halt inne und achti genau uf die wunderbare Werk Gottes.

15 Weisch wie Gott Macht über d Wulche usüebt

u wi er d Blitze us sinere Wulche zucke laht?

16 Weisch wi d Wulche schwäbed?

Das si di wunderbare Wärch vom a Wüsse Vollkomme.

17 Warum wird di Gwand heisse,

wes bim Südwind still wird uf de Erde?

18 Chasch mit Gott zäme dr Himmel usbreitena?

Chasch ne so fest mache wi ne Spiegel us Metall?

19 Teil üs mit, was mir ihm söue säge.

Mir chöi nüt erwidere, will mir im Dunkle si.

20 Söu me ihm säge, dasi rede wott?

Het irgendöpper öpis gseit wo a ihn söll witergeh?

21 Me cha nid mau ds Liecht gseh,

obwohls am himmu strahlt,

bis es wind weht und d wulche vertriibt.

22 Usem Norde chunnt goldige Glanz.

Gottes Majestät isch Ehrfurcht iiflössend.

23 Ds Allmächtige z verstah isch für üs unerreichbar.

Är isch erhabe a Macht

un vuschtosst nigs gege si Recht un sini ibaschtrömendi Grechtigkeit.

24 Deswege sötte d Mensche Ehrfurcht vor ihm ha.

Schliesslech begünschtigt er niemer wo sech für wissi haltet.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 36 vo 42

 

Hiob 36 vo 42

36:1 Elịhu het wiiter gseit:

2 "Ha no chli Geduld mit mir, während i mit mine Erklärige fortfahre,

denn i ha no einiges im Name Gottes z sage.

 3 Ig wird usführlech über das rede wo ig weiss

u mim Erschaffer Gerechtigkeit zueschribe.

 4 Mini Wort sy ganz bestimmt nid fausch.

Dä a Wüsse vollkomme isch hie vor dir.

 5 In der Tat, Gott isch mächtig und lehnt niemer ab.

Er isch gross a Verstandeskraft.

 6 D Böse wird er nid am Läbe erhalte,

aber de Schwache vrschafft är Rächt.

 7 Die Grächte laat er nid us de Ouge.

Zäme mit Könige setzt är uf e Thron und si wärde für immer erhöht.

 8 Doch we ne Fessle agleit sy

u si i Stricke vom Chummer sy gfange,

 9i denn enthüllt er ihne was si gmacht hei:

ihri us Stolz begangene Überträtige.

10 Er öffnet ihne d Ohre zum se korrigiere,

un forderet sie uf, ihr vukehrte Handle ufzgäh.

11 We si ghörä u ihm dienä,

wirds ne guet ga solang si läbä,

un sie werde glücklechi Jahr verbringe.

12 Ghorcheds aber nöd, werdeds durs Schwert ume und ohni Erkenntnis sterbed.

13 Die im Herze Gottlosen hegen Groll.

Si lütet nid um Hilf, seubscht we är se fesslet.

14 Si verbringe ires Läbe unger männleche Tempelprostituierte u sterbe während si no jung sy.

15 Doch Gott rettet d Leidende us ihrem Leid.

Wärde se ungerdrückt, öffnet är ne d Ohre.

16 Usem Rache vor Not bringt er di use

ids wite wo de nid igänkt bisch

u din Tisch riich deckt isch mit Trost.

17 De wird di ds Urteil über d Böse zfridestelle –

we Rächt gsproche wird u d Gerechtigkeit gseht.

18 Aber pass uf, dass dini Wuet di nid zu Ghässigkeit verleitet,

u lah di nid durne höchi Bstechigssumme uf Abwäg la füehre.

19 Wird di dis Hilferufuf

oder irgend e vo dine Chraftassträngige vor Not bewahre?

20 Sehn di nid nach dr Nacht,

we d Mönsche vo ihrem Ort verschwinde.

21 Gseht di vor dass nid zum Schlächts dürehsch

u dir das nid lieber isch aus Chummer.

22 Lueg nume! Gott isch erhaa i sinere Macht,

Gits e Lehrer wi ne?

23 Wär het ihm dr wäg gsy

oder zue ihm gseit: 'Was du do hesch, isch falsch'?

24 Vergiss nid, sis tüe z rüehre,

das d Mönsche bsunge hei.

25 Aui Mönsche heis gseh,

dr stärblich Mönsch gseht us dr Färn zue.

26 Ja, Gott isch grösser als mir chönne begriffe.

D Zahl vo sire Jahr überstigt ds Begriffsvermöge.

27 Är zieht d'Wassertropfe ufe,

de Dunscht kondensiert zu Räge.

28 D Wulche rägne de ab,

es güsst uf d Mönsche.

29 Wer cha scho d Wolkeschichte verstah,

ds Donnerchrache us sim Zelt?

30 Gseht nume wi är sini Blitz drüber usbreitet,

wiener d Tiefe vom Meer bedeckt.

31 Damit bechunnt är d Völker am Läbe.

Är git ihne Nahrig z Hüll u Fülle.

32 Sini Händ umfasse dr Blitz

u är lenkt ne zu sim Ziu.

33 Sy Donner kündiget ne a,

säuber ds Veh teilt mit, wär da chunnt.