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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 35 vo 42

 

Hiob 35 vo 42

3:1 Elịhu het sini Erwiderig fortgsetzt:

 2 "Bisch so dervo überzügt im Rächt z'sii dass du behauptisch:

'Ich bi grechter als Gott'?

 3 Schliesslich seisch ja: 'Was kümmerets di?

Bini öppe besser dranne aus weni gsündigt hätt?'

 4 ich wird dir antworte

u o dine Bekannte hie.

 5 Lueg zum Himmel ufe u lueg,

beobachte d Wulche, wo höch über dir si.

 6 Wie schadisch em wed sündisch?

Wenn sech dini Überträtige alüte, was duesch em scho ah?

 7 Was gisch däm wed rächt bisch?

Was bechunnt er scho vo dir?

 8 Dini Schlächtigkeit würkt sech nume ufne Mönsch wi di us

u dini Grächtigkeit nume uf e Mönschensohn.

 9 Lüt schreie uf unger dr Last vor Ungerdrückig.

Si schreie nach Erliechterig vor Herrschaft vo Mächtige.

10 Aber niemer fragt: 'Wo isch Gott, mi grosse Erschaffer,

dä ir Nacht Lieder laht la singe?"

11 Är bringt üs meh bi aus dä Tier vor Ärde

u macht üs wyzer aus d Vögu vom Himmu.

12 Da isch Gschrei, aber är antwortet nid,

wöu d böse so stouz si.

13 Mit Sicherheit hört Gott keis leers Gschrei.

Dä Allmächtig achtet nid druf.

14 Wie viu weniger de, we de di beschwersch, dass ne nid gsehsch!

Din Rächtsfall lit em vor, drum söttsch gschpannt uf ihn warte.

15 Är het nämlech nid zornig nachere Abrächnig verlangt

no het er dini extremi vorteiligkeit beachtet.

16 Vergeblich reisst Hiob ds Muul uf.

Er macht viel Wort ohni Erkenntnis."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 34 vo 42

 

Hiob 34 vo 42

34:1 Elịhu het witer erwideret:

 2 "Höret uf mini Wort, ihr Wiise.

Höret mer zue ihr wo so viu wüssed.

 3 Denn ds Ohr prüeft Wort,

so wie d Zunge Speise choschtet.

 4 Lönd üs zäme beurteile, was richtig isch.

Lönd üs gmeinsam entscheide, was guet isch.

 5 Hiob het nämlech gseit: 'I bi im Rächt,

aber Gott het mer das Rächt verweigeret.

 6 Würdi öppe lüge wenns drum gaht, welles Urteil ig söu erhalte?

Mini Wunde isch unheilbar, obwohl ke Überträtig da isch.'

 7 Wo isch e Maa wi Hiob,

dä Spott wi Wasser trinkt?

 8 Är gseut sech zu dene wo verchert handle,

u git sech mit de Böse ab.

 9 Denn är het gseit: 'E Maa het nüt dervo,

daser sech bemüht Gott z gfalle.'

10 Höret mer aso zue, ihr Mönsche mit Verstand!

Für de wahri Gott isch es undenkbar schlecht z handle.

Für dä Allmächtig isch es unvorstellbar öppis Verchers z'tue!

11 Denn är wird e Mönsch nach sim Tue belohnä

u ihn d Fouge vo syre Handligswys la träge.

12 Gott handlet mit sicherheit nid schlächt,

der Allmächtig vertreiht ds Rächt nid.

13 Wär het ne über d Erde igsetzt?

Wär het ihm di ganzi Wäut avertraut?

14 Würd er syni Ufmerksamkeit uf d Mönsche konzentriere,

würd er ihre Geischt un Atem zue sich hole,

15 so würde si auesamt umcho

u d Mönschheit würd zum Stoub zruggchere.

16 Wed auso Verstand bsitzisch, de achti uf mini Wort.

Los guet zue was ig dir ha z sege.

17 Söll öpper wo Gerechtigkeit hasst wo Macht hend?

Würsch e Mächtige verurteile wo rächt isch?

18 Würdsch öppe zumene König säge: 'Du bisch zu nüüt z bruche',

oder zu iflussriiche Manne: 'Dir sit schlächt'?

19 Es git eine wo nid für Fürst Partei ergrifft

und wo de Riche nid gegenüber em Arme bevorzugt,

denn sie alli sin des Werk vu sinere Händ.

20 Ganz plötzlich chönds sterbe, zmitzt i de Nacht.

Es schüttlet se heftig und si gönd zgrund.

Selbst die Mächtige wärde besitigt, jedoch nid dür Mönschehand.

21 Gottes Ouge sy nämlech uf d Wäg vomene Mönsch grichtet

u är gseht aui sini Schritt.

22 Es git weder Finsternis no tüüfe Schatte,

wo sech Übeltäter chöi verstecke.

23 Denn Gott het für kei Mensch e Zyt feschtgsetzt,

um vor ihm aus em Richter z erschiine.

24 Er verbricht di Mächtige, ohni e Untersuechig müesse astelle,

u hocket a ihrer Stell anderi ih.

25 Är weis nämlech was si mache.

Bi Nacht schtürzt är se und si wärde zermau.

26 Är schloht se für iri Schlächtigkeit

amene Ort wo's alli chönd gseh,

27 wüu si sech vo ihm abgwandt hei

u ke achtig vor irgend eim sire wäg hei.

28 Si bringe de Arme so wit das er zu ihm schreit,

un er ghört d Ufschrei vum Hilflose.

29 Wenn Gott schwiiget, wär cha ne verurteile?

Wenn är sis Gsicht verbirgt, wär cha ne gseh?

Öb ers vor emene Volk oder emene einzelne Mönsch verbirgt, das Ergäbnis isch s gliiche:

30 E Gottloser söu nid regiere

oder fürs Volk Schlinge uslege.

31 Wird öpper zu Gott säge:

'Ich bi bestraft worde obwohl i kes Verbreche begange han.

32 Erklär mir was ig überseh ha.

Weni öppis verchehrt ha,

wirde ig's nid widr tue!'?

33 Söll är dich öppe zu dine Bedingige entschädige, we du sis Urteil ablehnsch?

Das muesch entscheide, nid ig.

Seg mer also was so genau weisch.

34 Mönsche mit Verstand wärde zu mir säge,

ja jede weis wo mi ghört:

35 'Hiob redet ohni Erkenntnis,

sine Wort fäuts a Iisicht.'

36 Hiob söll bis zum Üsserschte uf d Prob gstellt wärde,

denn är antwortet wi di schlächte Mönsche!

37 Zu sinere Sünd füegt är Uflehnig hinzue.

Schpöttisch klatscht er vor üs i d'Händ

u git geng meh Wort gäge dä wahre Gott vo sich!"

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 33 vo 42

 

Hiob 33 vo 42

33:1 Doch itz, Hiob, ghör bitte mini Wort.

Los der alles ah wasi z sege han.

 2 Bitte! I mues mis Mul öffne.

Mini Zunge muess rede.

 3 Mini Wort verrate d'Ufruchtigkeit vo mim Härz,

un mini Lippe üssere ehrlich, was i weiss.

 4 Gottes eigete Geist het mi gmacht,

der Atem vom Allmächtige het mi zum Läbe bracht.

 5 Antwort mir wed chasch.

Bring dini Argument vor, bezieh Stellig.

 6 Schau mau! I bi vorem wahre Gotts genau wie du.

O i bi vo Lehm gformt.

 7 Deshalb söll di keinerlei Angst vor mir verschrecke

u ke Druck vo mir söu uf der laste.

 8 Doch hesch vor mine Ohre gseit,

ja, folgende Wort hani geng wider ghört:

 9 'Ich bi dri, ohni Überträtig.

Rein bini ohni Vergehe.

10 Gott aber findet Gründ mir Widerstand z leiste.

Är betrachtet mi aus sy Fäind.

11 Är leit mini Füess i Stock.

Aui mini Pfadä bhaltet är genau im Oug.'

12 Doch dermit hesch nid rächt und drum antworte i dir:

Gott isch viel grösser als de stärblichi Mensch.

13 Werum beschwersch di über ihn?

Ligts dranne, dass er uf all dini Wort nüt erwideret het?

14 Gott redt nämlech einisch u es zwöits Mal –

aber niemer achtet druf –,

15 i eim Troum, ire Vision vor Nacht,

we töifer Schlaf uf d Mönsche gheit,

ja während se i ihrne Bette schlafed.

16 Dänn öffnet er ihne d Ohre

un prägt ne syni Aleitig i,

17 um ne Mönsch vo verkehrte Handle abzbringe

u e Maa vor Stouz z schütze.

18 Gott verschont sini Seele vom Grab,

sy Läbe vor Vernichtig dür ds Schwert.

19 E Mönsch wird o dür d Schmerze zrächtgwise, won är uf sim Bett erleidet,

u dür di ständige Quale, wo i syne Chnoche stecke,

20 sodass sim ganze I das Brot zwider isch

u erb sogar feinschti Spiise ablehnt.

21 Zueshends schwindet sy Fleisch

u sini verborgene Chnoche trätte itz füre.

22 Si Seel nährt sech em Grab,

si Läbe dene wo dr Tod bringe.

23 Wenns für ihn e Bote git,

e verteidige unger 1000,

wo däm Mönsch seit was richtig isch,

24 de schenkt Gott ihm si Gunst u seit:

'Erspar's ihm, i ds Grab ds ga!

I ha es Lösegäud gfunge!

25 si Körper söu gsünder wärde aus ir Jugend.

Är söll zur Chraft siinere Jugendtäg zrüggchere.'

26 Er wird zu Gott flehe, wo ihn de ahnäh wird.

Juble wird er Gottes Güte erfahre.

Und Gott wird sini Grechtigkeit am stärbliche Mensche wieder zuecho la.

27 Der Beträffend wird der Mensch erkläre:

'Ich ha gsündet u verdreht was richtig isch,

aber i ha nid becho wasi verdient ha.

28 Är het mini Seel drvo erlöst i ds Grab z ga,

u i wirde witerhin ds Liecht gseh.'

29 In der Tat, Gott duet all das zwe,

ja drü mal fürne Mänsch,

30 für ihn usem Grab zrügghole,

damit ds Liecht vom Läbe uf ihn strahlt.

31 Schänk mir dini Ufmerksamkeit, Hiob! Hör mer zue!

Blib still u ig werde witterrede.

32 Faus öppis z säge hesch, de antwort mir.

Sprich, denn ig möcht bewiise dass du im Rächt bisch.

33 Hesch aber nüt zsege de söttsch mer zuelose.

Blib still u i lehr di Wiisheit. '

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 32 vo 42

 

Hiob 32 vo 42

32:1 Da hei di drü Manne nümme probiert Hiob z antworte, denn är isch ja vo sire eigete Grächtigkeit überzügt gsi.

2 Doch Elịhu, dr Sohn Bạrachel, vom Busịter, vor Familie Ram, het sech huere ergeret. Sy Zorn het gege Hiob entbrennt, wüu är het versuecht, sech sälber z rächtfertige statt Gott.

3 O über Hiobs drü Fründe het är sich sehr verarscht wöu si ke Antwort hei chönne finde, sondern Gott für schuldig erklärt.

4 Elịhu het drmit gwartet, Hiob öppis z'erwidere, wöu si äuter si gsi aus är.

5 Aus Elịhu jedoch het gseh, dass di drü Manne nüt z antworte hei gwüsst, het sy Zorn uffgflammt.

6 Elịhu, dr Sohn Bạrachels, dr Busịter, ergriffe auso ds Wort und het gseit:

"I bi jung

un ihr sin bätet.

Drum han i mi respektvoll zrügg ghalte

un traut mi nit, äich z sage, was i weiss.

 7 Ha gmeint: 'Das Altera söll rede

u di vile Jahre söue Wiisheit verchünde.'

 8 Doch es isch dr Geischt i de Mönsche,

der Atem vom Allmächtige, wo se verständig macht.

 9 Altera allei macht nid wiis,

no wüsse bloss alti Manne, was richtig ist.

10 Drum sägi: 'Hör mer zue,

u o i wird dir sägä was i weiss.'

11 Gseht! I ha uf Wort vo öich gwartet.

Di ganz Ziit han ich mir eui Argument aghört,

wo dir überleit hei, was dir chönt säge.

12 I ha genau anneghört,

doch keine vo euch het chönne bewiise dass Hiob im Unrecht isch,

oder sine Argument öppis entgägehalte.

13 Seit auso nid: 'Wir haben Wiisheit gefunden.

Es isch Gott wo ihn widerleit, nid e Mönsch.'

14 Da er sini Wort nid gäg mi grichtet het,

wird ig ihm nid mit euchne Argument antworte.

15 Si si bestürzt, si hei ke Antworte meh.

D Wort sy ihne usgange.

16 Ig ha gwartet, aber si rede nid witer.

Si stöh eifach nume da und hei ke Antwort meh zbiete.

17 Drum werdi o öppis erwidere,

ou i wirde sage was i weiss,

18 denn i bi randvoll mit Wort.

Mi drängt dr Geischt i mir.

19 Mis Inneres isch wi wi wi wii wo sech ke Luft cha mache,

wi nöiji Wiischlüüch wo grad platze.

20 Lönd mi la rede damit mir liechter wird.

I wirde mini Lippe öffne u e Antwort geh.

21 Für niemer wirdi Partei ergriffe

u keinem Mönsch schmeichle.

22 Ig weiss nämlech gar nid wie me schmeichlet,

süsch würd mi de wo mi gmacht het sofort wägg.