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Jeremia 2 von 52

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 2 von 52

2:1 Folgende Botschaft erhalten i vo Jehova:

2 "Gh u verkündet vor de Ohre Jerusalems: 'Das seit Jehova:

"I erinnere mi no guet a dini Ergebäheit i dire Jugend,

a Dini Liebi, wo Du verlobt bisch,

wi du mir ir Wildnis gfolgt bisch,

imne Land wo nüt usgsät worde isch.

 3 Israel isch heilig gsi für Jehova, dr erscht Ertrag vo sinere Ernte.

'Wer ihn verschlang het sech schuldig gmacht.

Unglück isch über die cho', erklärt Jehova."

 4 Ghört d Wort Jehovas, o Huus Jakob

un alli ihr Familie vum Hus Israel.

 5 Das seit Jehova:

"Welche Fähler hei euri Vorfahre a mir gfunge,

dass si sech so wit vo mir entfernt hei

u wärtlose Götzli nachelaufe u so säuber zu öppisem Wärtlosem wärde?

 6 Si hei nid gfragt: 'Wo isch Jehova,

wo üs us Ägypte usebracht het,

wo üs dür d Wildnis gführt het,

dür es Land voller Wüeschte u Schluchte,

Durch ä Land der Trocheheit un däm defe Schatte,

dür es Land wo niemer dürewanderet

u i däm ke Mönsche wohne?'

 7 I ha nech de ines Land volle Obstgärtli bracht,

damit ihr sin Ertrag und sini guete Sache isst.

Aber dir sit cho u heit mis Land verunreinigt.

Mis Erbe heit dr zu öppis Abscheulichem gmacht.

 8 D Prieschter hei nid gfragt: 'Wo isch Jehova?'

Die ds Gsetz hei, hei mi nid kännt,

di Hirte hei gäge mi rebelliert,

d Prophete prophezyte dür Baal

un hän dene gfolgt, wo nüt hän chönne bewirke.

 9 'Darum werdi witer mit öich im Striit ligge', erklärt Jehova,

'u o mit de Söhn wird i im Striit lige.'

10 'Zieht doch übere zu de Chüschtegebiet vo de Kịttim und gsehnd euch det um.

Ja schicket e Bote nach Kẹdars und denk gründlich nach.

Steut fescht ob so öppis schomau gscheh isch.

11 Het es Volk je sini Götter gäge öppis ustusch wo kei Gott isch?

Doch mis eigete Volk het mini Herrlichkeit gege öppis Wertloses ustuscht.

12 Si entsetzt bi däm Ablick, Himmel,

schüttle di vor blankem Graue', erklärt Jehova,

13 'denn mi Volk het zwöi schlimmi Sache gmacht:

Mich, d Quelle lebendige Wasser hei si verloh

u sech Zischtere usghobe,

rissigi Zischterne wo s Wasser nid chöi hebe.'

14 "Isch Israel öppe e Diener oder e Sklave wo ir Husmeinschaft gebore worde isch?

Werum ischer de aus Büezer übergäh worde?

15 Gege ihn brüele jungi Löie.

Si löhnd ihri Stimm lose.

Si hei sis Land gmacht zumne Bild vom Graue.

Sini Städt si i Brand gsteckt worde, so dass si unbewohnt si.

16 D Lüt vo Nopha und Tạchpanes mache di kahl.

17 Hesch dir das nid selber zueschribe,

wüu du di Gott Jehova verlah hesch,

während er di ufem wäg gleit het?

18 Werum gsehnsch di jetz nachem Wäg wo nach Ägypte füehrt,

zum s Wasser vom Schịhora z trinke?

Warum sehnsch di nachem Wäg wo uf Asyrie füehrt

ums Wasser vom Euphrat z trinke?

19 Dini Schlächtigkeit sött di korrigiere

u dini eigeti Untreui sött di zrächtwiise.

Erkenne u gseh ih, wi schlächt u bitte es isch,

din Gott Jehova zverlah.

Du hesch ke Ehrfurcht vor mir zeiget', erklärt der Souverän Herr – Jehova, der Herr der Heere.

20 'Denn vor Langem zerschmetteret i dis Joch

u riss dini Fässle ab.

Du aber hesch gseit "I wird dir nid diene",

denn uf jedem höche Hoger u unger jedem üppige Baum

lahsch gspröch da u hesch di prostituiert.

21 Ig pflanze di aus e roti Edelrebe, aues drvo reine Same.

Wieso bisch de vor mir z verwilderete Trieb vomene frömde Wystokes worde?'

22 'Sälbscht wenn di mit Alkalia wäsche und viu Lauge würdsch verwände,

wär dini schuld immer no es schmutzfleck vor mir', erklärt dr souverän Herr jehova.

23 Wi chasch säge: 'I ha mi nid verunreinigt.

I bi nid dr Baale gfolgt'?

Lueg uf di Wäg im Tal.

Sieh dir ah was tah hesch.

Du bisch wi ne schnälli jungi Kamelstute,

d zällos hin u her louft uf ihre Wäg,

24 e Wildeselin, wo a d Wildnis gwanet isch,

die i ihrer Gier i Wind schnüfflet.

Wär cha se i ihrer Brunscht zrügghaute?

Keine wo si suecht brucht sech abzmühe.

I ihrer Paarigszyt wird me se finde.

25 louf dir d Füess nid wund,

u lueg zue ds dini chehle nid vertrochnet.

Aber du hesch gseit: 'S isch hoffnigslos!

Nei! I ha mi z frömdi verliebt

und i wirde ne folge.'

26 Wie sech ein Dieb mues schäme wen ertappt wird,

so staht das Huus Israel beschämt da,

si, ihri Könige u ihri füehrende Manne,

ihri Prieschter un ihri Prophete.

27 Si säge zum ne Baum: 'Du bisch mi Vater',

und zumene stei: 'Du hesch mi gebore.'

Aber mir wände si dr Rugge zue und nid ds Gsicht.

Und zur Zyt vo ihrem Unglück werde si säge:

'Stah uf u rette üs!'

28 Wo sy de itz dini Götter, wo Du dir gmacht hesch?

Söue si doch ufstah we si di chöi rette zur Zyt vo dim Unglück.

Denn dini Götter sind so zahlrich worde wie dini Städt, o Juda.

29 'Warum ligged ihr ständig mit mir im Striit?

Warum hend ihr alli gege mich rebelliert?', erklärt Jehova.

30 Vergeblich han ich eui Söhn gschlage.

Si lönd sech eifach ned erzieh.

Euses eigete Schwert het öii Prophete verschlunge

wi ne Löie uf Raubzug.

31 O Generation, befass dich selber mit de Wort Jehovas.

Bini öppe für Israel wiene Wildnis worde

oder es Land beklemmendi Finsternis?

Wi chunnts, dass si mis Volk hei gseit: 'Mir loufe frei ume.

Mir wärde nüm zu dir cho"?

32 Cha e Jungfrau ihre Schmuck vergässe,

e Bruut ihri Bruschtbänder?

Doch mis eigete Volk het mi zahli Täg vergässe.

33 Wi gschickt du dis Vorgehe plansch, o Frou, uf der Suechi nach Liebi!

Du hesch di i de wäg dr Schlächtigkeit güebt.

34 Sälbscht dini Säum sy mit em Bluet unschuldige Arme befleckt,

obwohl i nid gseh ha wi si bi dir ibroche hei.

Es isch a allne dine Soumen.

35 Aber seisch: 'Ich bi unschuldig.

Bestimmt het sech sy Zorn vo mir abgwandt.'

Jitz gahni mit Dir ids Gricht,

wöu seisch: 'Ich ha nid gsündiget.'

36 Werum fingsch nüt drbi, ständig di Wäg z ändere?

O wäg Ägypte wirsch beschämt dastah,

so wie du wege Asyrie beschämt dagestande hesch.

37 Deswäge wirsch o mit de Händ uf em Chopf wäg zieh,

denn Jehova het di zruggschlosse, wo de vetrout hesch.

Si werde dr nid zum Erfolg verhälfe."