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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 31 vo 42

 

Hie ändet ds Wort Hiobs.

Hiob 31 vo 42

31:1 I ha mit mine Ouge e Vertrag gmacht.

Wie chönnt ich also e Jungfrau unagmässeni Ufmerksamkeit schänke?

 2 Was wär de min Aateil vo Gott ir höchi,

was wär mis Erbe vom Allmächtige höch obe?

 3 erwartet dä wo verchert handlet nid Unglück

u Elend die, wo Schade gschtumme hei?

 4 Gseht er nid mini Wäge

u zeut aui mini Schritt?

 5 Bini je dr Wäg vor Unwahrheit gange?

Isch mis Fuess zum Betrug geilt?

 6 Gott söll mi ufere genaue Waag wiege,

de wird er mini Integrität erkenne.

 7 We mini Schritt vom Wäg abchöme

oder we mis Härz mi Ouge gfougt isch

oder mini Händ schmutzig worde si,

 8i de söu e angere ässe wasi seu,

u was i pflanze, söu usgrisse wärde.

 9 We sech mis Herz vonere Frou het la verfüere

u i ar Tür vo mim Nachbare uf der Lauer ha gläge,

10i den söu mini Frou fürne angere Maa ds Getreide mähle

u Anderi Manne söue sech zu ihre lege.

11 Denn das wär schamloses Verhalte gsi,

es Vergah wo Bestrafig dür Richter verlangt.

12 Es wär es Füür wo verschlingt u zerstört,

das sogar d'Wurzle vo mim ganze Ertrags verzehre würd.

13 Sött i mine Sklaven oder Sklavinne z Recht verweigeret ha, wo si Klag gäg mi erhobe,

14 was chani de tue wenn Gott mi demit konfrontiert?

Was chani ihm antworte, wenn är Rächeschaft vo mir forderet?

15 Het nid dä wo mi im Mueterläb gmacht het, ou se gschaffe?

Isch's nid eini gsi u ds gliiche wo üs vor üsere Geburt bildet het?

16 Wenn ig d Wünsch vo de Arme zrüggwise

oder d Ouge vo de Witwe truurig gmacht ha,

17 weni mini Mahlzit allei gässe ha,

ohni si mit de Waisekinder z teile

18 (sit mire Jugend isch nämlich ds Waisekind bi mir ufgwachse wi bime Vater

u sit mire Chindheit han i der Witwe ghulfe),

19 weni öpper umcho ha wüu er keni Chleidig gha het,

oder e arme Maa gseh het, wo nüt het gha zum sich z bedecke,

20er wener mir nid dankt het,

won är sech mit der Wulle vo mym Schöfli wärmdet,

21 weni em Waisekind mit dr Fuscht droht ha,

wo's im Stadtor mi Biistand het bruucht,

22 de söu mir Arma vor Schultere gheie,

mi Arm söll am Ellboge bräche.

23 Denn i ha mi vor däm Unglück gfirchtet, wo vo Gott chunnt,

u i ha vor sire Erhabeheit nid chönne bestah.

24 Weni mis Vertraue uf Gold gsetzt ha

oder zu feinstem Gold gseit ha: 'Du bisch mini Sicherheit!',

25 we mi grosse Riichtum mini ganz Fröid isch gsi,

wüu i so viu Bsitz erworbe ha,

26 wenni d Sunne schiine gseh ha

oder der Mond i sinere Pracht dahinzie

27 u mis Herz het sech insgeheim la vrfüehre,

se mit Kusshand z verehre,

28 de wär das e Vergah wo Bestrafig dür d Richter verlangt,

denn i hätt d wahre Gott hoch obe verlügnet.

29 Hani mi je über d Vernichtig vo mim Find gfreut,

oder bini schadefroh gsi wo ihm öppis schlimms zuestie het?

30 i ha mis Muul nie gstattet z sündige,

indem i mit em ne Fluech ds Läbe vo mim Find gforderet hätt.

31 Hei nid d Lüt i mim Zelt gseit:

'Wer cha o nume e Person nenne wo nid vo sim Ässe satt worde isch?

32 Ke Frömde het dusse d Nacht müesse verbringe.

Am Reisende hani mini Türe öffnet.

33 Hani je probiert mini Überträtige zuezdecke wie anderi Mönsche,

indem ig mi vrgah i mire Gwandtäsche hetti verborge?

34 Fürcht hani d Reaktion vo de Mengi

oder het mer vor dr Verachtig vo angerne Familie graucht,

sodass i schwieg u mi nümme nach druss traute?

35 Würd mi doch nume öpper lose!

I würd das woni gseit ha unterschribe.

Der Allmächtig söll mir antworte!

Hätt min Aakläger d Aaschuldigunge doch nume imene Schriftstück festghalte!

36 Ig würds uf dr Schulter trage

u es mir aus Chrone um dä Chopf bide.

37 I würd mim Akläger über jede mire Schritt Rächeschaft ablege.

Zueversichtlich würdi uf ihn zuegah wienes Fürst.

38 We sech mi eigete Acker luthals über mi würd beklage

un sini Furche wäre gmeinsam brüele,

39 weni si Ertrag gässe ha ohni z zahle

oder wenn i sini Bsitzer zur Verzwiiflig bracht ha,

40 denn sölled Dorn statt Weize für mich wachse

u stinkends Unkraut statt Gerste."

Hie endet d Wort Hiobs.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 30 vo 42

 

Hiob 30 vo 42

30:1 Jitz lache sy über mi

Manne wo jünger si aus ig,

dere ihre Vätere ig nid mau zu de Wachhunde vo mire Herde hätt lah.

 2 Vo welem Nutze isch mer d Chraft vo ihrere Händ gsi?

Ihri Energie isch gschwunde.

 3 Mangel u Hunger het se usglaugt.

Si näme am dürre Land,

das scho verwüschtet u isch verödet gsy.

 4 Si sammle ds Salzchrut vo de Strücher.

Ihri Nahrig sy Ginsterwurzle.

 5 Us dr Gmeinschaft wärde si vertribe.

Me schreiet ne nach wie ne Dieb.

 6 An de Abhäng vo Schluchte wohned si,

in Erdlöcher u Felsehöhle.

 7 Inmitten der Strücher schreie si

u unger de Nessle dränge si sech zäme.

 8 Als Söhn vo Unverständige u Namelose

het me se usem Land verjagt.

 9 Aber iz mache si sech sogar i ihrne Lieder über mi luschtig.

I bi für se zum Gspött worde.

10 Si verabschiede mi u hebe Abstand zu mir.

Si zögere nid mir is Gsicht z spucke.

11 Da Gott mi entwaffnet und gdemüetet het,

löh si i minere Gegewart jedi zrugghaltig la gheie.

12 Rächts vo mir erhebe si sech wi ne Mob.

Si trybe mi i d Flucht

un errichte tödlichi Barriere uf minem Pfad.

13 Si reiesse mini Wäg uf

u mache mis Elend no schlimmer,

u da isch niemer, wo se ufhaltet.

14 Si chöme wi dür ne breiti Bresche ir Muur.

Zmitzt i de Verwüschtig wälzeds ane.

15 Schrecke überwältiget mi.

Mini Würd isch wi vom Wind verwäht

u mini Rettig löst sech uf wi ne Wolke.

16 Jitz flüsst mis Läbe da ane.

Täg vom Chummer erfasse mi.

17 Nacht dürebohre Schmerze mini Chnoche,

der nägend Schmerz hört niemols uf.

18 Mit aller Gwalt isch mis Gwand verunstaltet worde.

Es schnürt mer d Luft ab wie de Chrage vo mire Chleidig.

19 Gott het mi i Schlamm gworfe.

I bi nume no Stoub u Asche.

20 I schreie zu dir um Hilf, aber du antwortisch mir nid.

I stah uf, aber luegsch mi eifach nume ah.

21 Grausig hesch di gäge mi gwandt.

Mit dr ganze Macht vo dire Hand geisch uf mi los.

22 Du hebsch mi uf u treisch mi mitem Wind dervo.

De schleuderisch mi im Sturm hin u her.

23 Denn i weiss ds mi i Tod schicksch,

i das Huus wo sech aui Läbige versammle wärdet.

24 Aber es würd doch niemer e brochne Maa schlah,

wener i sire Not um Hilf schreit.

25 Hani nid um die gränne, wo härti Zite dureläbe?

Hani nid um de Arme trout?

26 Obwohl i uf Guets ghofft ha isch Schlächts cho.

Ha Liecht erwartet, aber Finsternis isch cho.

27 Dr Ufruhr i mim Innere het kes End gno.

Täg vom Chummer hei mi begägnet.

28 In düschterer Stimmig gang i umenand – es git kes Sunneliecht.

Ir versammlete Mängi stahni uf u schreie um Hilf.

29 E Brüetsch bi ig dr Schakalä worde

un ä Fründ d Töchter vum Schtross.

30 Mini Hut isch schwarz worde und abgheit.

Mini Chnoche glüeh vor Hitz.

31 Mini Harfe isch nume no für Truur da

u mini Flöte füre Klang vom Brüele.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 29 vo 42

 

Hiob 29 vo 42

29:1 Hiob het syni Red furt gsetzt u gseit:

 2 "Wäri nume wider i de früechere Mönet,

i de Tag, wo Gott über mi gwachtet het,

 3 wo er sy Lampe über mim Kopf het la schyne,

wo i i sim Liecht dür d Dunkelheit bi,

 4 wo ig ir Blüete vo mim Läbe bi gsi,

wo Gottes Fründschaft i mim Zelt z gspüre isch,

 5 wo der Allmächtig no bi mir isch gsi,

wo mini Chind rings um mi här si gsy,

 6 aus mini Schritt i Butter schwamme

u d Felse Bächli vo Öl für mi usgosse.

 7 Won i no usegange zum Stadtor

u mi Sitz uf em öffentliche Platz het iigno,

 8 da hei mi di junge Manne gseh u hei zur Site gstorbe,

u sogar di aute Manne erhobe sech u blibe stöh.

 9 Die füehrende Manne hei sech bim Rede zrugg ghaute.

Si hei d Hand vors Muul leit.

10 D Stimme vo de agsehne Männer verstumme hei.

Ihri Zunge het a ihrem Gaume chläbt.

11 Wär immer mi ghört het, het guet gredt vo mir,

u wo mi gsäh hei hei, hei zu myne Gunschte gseit.

12 Denn stets befreiti de Arme, wo um Hilf gruefe het,

sowie ds vaterlose Chind u jede wo keh Häufer gha het.

13 Di em Undergang nöch sy gsy, hei mi gsägnet,

u ds Herz vor Witwe hani fröhlech gmacht.

14 Mit Gerechtigkeit hanni mi bekleidet.

Mini Rächtsprächig isch wiene langs Gwand u e Turban gsi.

15 Ouge bini däm Blinde worde

un Fess däm Glähmte.

16 Dem Arme bini e Vater gsi.

I untersuechte dr Rechtsfall mir Unbekannter.

17 Dem wo schlechtes tah het, brach i de Kiefer,

u siine zähnä entrissä ig d Bütä.

18 Ig ha immer gseit: 'I wirde i mim Dihei sterbe

u mini Täg werde so zahlriich si wi d Sandkörner.

19 Mini Wurzle wärde sech zum Wasser häre uusbreite

u dr Tou wird di ganz Nacht uf mi Zweige bliibe.

20 Min Ruhm wird ständig erneueret

u dr Böög i mire Hand wird nid ufhöre z schüsse.'

21 Erwartigsvoll het me zueglost,

het schwigend uf mi Rat gwartet.

22 Hani gredt, hei si nüt me chönne hinzuefüege.

Mini Wort hei sanft uf ihri Ohre grieslet.

23 Si wartet uf mi wi uf Rege.

Wit hei si ihres Muul göffnet wie nach Früehligsrege.

24 Hani ne zueglächlet, hei sys chuum chönne glaube.

Mis strahlends Gsicht hed si uf munter.

25 Ig ha se a gleitet aus ihres Oberhoupt

un het gläbt we ä Kenig unger sinene Truppe,

wi eine wo di Truurende tröschtet.

 

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 28 vo 42

 

Hiob 28 vo 42

28:1 Es git en Ort wo me Silber abbaut,

und e Ort für Gold wo gläuteret wird.

 2 Iise wird usem Bode gwunne

u Chupfer us Gstei usgschmolze.

 3 Der Mensch besiegt d Finsternis.

Im Dunkle u Finschter stöst er bis a d Gränze vor

uf de suechi nach Erz.

 4 Är gräbt e Schacht, wiit wäg vo dert wo Mönsche wohne,

a vergessene Orte, wiit wäg vo dert, wo si umeschiebe.

Männer lönd sech ab u schwabe ir Luft.

 5 Uf dr Ärde wachst Nahrig,

aber drunter wird alles umgwüehlt wie durch Füür.

 6 Det im Gstei findet me de Saphir

u dr Stoub enthaltet Gold.

 7 Ke Raubvogu kennt dr Pfad dört häre.

Ds Oug vom Schwarze Milan het ne nid erspäit.

 8 Kes majestätischs Tier het ne beträte.

Dä jung Löi isch dert nid umegschliche.

 9 Der Mensch bricht mit sire Hand herts Gestei uf.

D Berge wählt er vo Grund uf um.

10 Er haut Wasserkanäl i dä Fels.

Sini Ouge entdecke aues Chostbar.

11 Är schtouet Flüss a ihrne Quelle uf

u bringt Verborgenes as Liecht.

12 Aber Wiisheit – wo isch si ds finde?

Wo isch d Quelle vom Verständnis?

13 Ke Mensch erkennt ihre Wert

u im Land vo de Läbige isch se nid z finde.

14 Ds tüüfe Wasser seit: 'Sie isch nid i mir!'

Ds Meer seit: 'Bi mir isch si nid!'

15 Mit reinem Gold chame se nid choufe

no chame Silber als Gägewert defür abwäge.

16 Me cha se nid mit Gold us Ọphiri choufe

no mitem säutene Ọnyxstei u em Saphir.

17 Gold u Glas chame nid mit ihre vergliiche,

no chame se gege es Gfässli us feinstem Gold iitusche,

18 ganz z schweige vo Koralle und Bergkristall.

Wüu e Büütel mit Wiisheit isch meh wärt aus e vou Perle.

19 Mit em Topạs vo Chusch laht si sech nid vergliiche.

Nid mau mit reinem Goud chame se erwerbe.

20 Doch woher chunt d Wiisheit eigentlech?

Wo isch d Quelle vom Verständnis?

21 Si isch vor de Ouge aues Läbe versteckt

un vor d Wuche vum Himmel vborge.

22 Vernichtig u Tod säge:

'Eusi Ohre hei nume e Bricht über sie vernoh.'

23 Gott verstahts, de Wäg zu ihre z finde.

Er allei weiss wo sie wohnt,

24i er luegt zu de Ändi vor Erde

u gseht aues ungerem Himmu.

25 Wo är d Stärchi vom Wind feschtgleit het

un des Wassa üsmotzt,

26 aus er ne Vorschrift füre Räge erliesst

un ä Wäg fir di donner Gwitterwulche vorgäh,

27 da het är Wiisheit gseh u het si erchlärt.

Är het gründet u het si erprobt.

28 U är het zum Mönsche gseit:

'D Ehrfurcht vor Jehova – das isch Wiisheit,

u sech vom Schlechte abwände – das isch Verstand.'"