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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 24 von 42

 

Hiob 24 von 42

24:1 Werum leit der Allmächtig ke Zyt fescht?

Werum gseh die wo ne kenne, sin Tag nid?

 2 Mönsche versetze Grenzmarkierige.

Si raube Herde für ihri eigeti Weid.

 3 Si vertriibe d Esel vaterloser Ching

u näme der Witwe der Stier wäg aus Sicherheit für ne Kredit.

 4 Si verjage d Arme vo dr Stross.

D Hilflose vo de Erde müesse sech vor ihne verstecke.

 5 D Arme sy uf Nahrigssuech wi Wildesel ir Wildnis.

Ir Wüesti suecheds für ihri Chind nach öppis Ässbarem.

 6 Si müesse ufem Fäud vomene angere ernte

u im Wigarte vom schlächte Mönsch nachläse hebe.

 7 Nackt verbringe sy d Nacht, ohni Chleider.

Si hei nüt zum sech zum Schutz vor Chälti zuezdecke.

 8 Der Rege vo de Bärge düresetzt se.

Da si ke Ungerschlupf hei, drücke si sech dicht a d Felse.

 9 Das vaterlose Chind wird vom Bruscht wäggrisse,

un d Kleida vum Arme wäre als Sicherheit gno fir ä Kredit,

10 sodass si zwunge sind nackt umezlaufe, ohni Chleidig,

u hungernd d Garbe müesse träge.

11 Zwüsche de Terrassemuure müends sech ab ir Hitz vom Tag.

Si träte d Wichelter u bliibe trotzdem dürschtig.

12 Unufhörlich stöhned d Sterbendä i dä Stadt.

Di tödlich Verwundete schreied um Hilf,

doch Gott gseht dra nüt schlimms.

13 Es git Mensche wo sech gäg ds liecht uflehne.

Si erkenne nid dä Wäg

u folge nid däm si Pfade.

14 Bi Tagesaabruch steit dr Mörder uf.

Är tötet dr Hilflose u de Arme

u Nachts begaht er Diebstahl.

15 Ds Oug vom Ehebrächer wartet uf d Dämmerig.

Är seit: 'Keine wird mi gseh!',

u verhüllt sy Gsicht.

16 Im Dunkle breche sy i d Hüüser yy.

Tagsüber schlüsse si sech ii.

Ds Liecht isch ne frömd.

17 Denn der Morge ist für sie gleich wie tiefi Dunkelheit.

D Schrecke tüüfer Dunkelheit si ne vertrout.

18 Doch schnäu wärde si vo de Flöte fortgschwämt.

Ihres Stück Land wird verfluecht si.

Si wärde nid zu ihrne Wigärtli zrüggchere.

19 Wi Dürre u Hitz der schmelzend Schnee la verschwinde,

so laht das Grab die verschwinde, wo gsündigt hei!

20 Sini Mueter wird ihn vergässe – d Made wird ihn schmöcke lah.

Mer wird nie meh a ihn dänke.

Un d Ungrechtigkeit wird umgschtosse wäre we ä Baum.

21 Er macht Jagd uf d'Unfruchtbara

u behandlet d Witwe schlächt.

22 Gott wird de Starke dur sini Chraft es Änd mache.

Säubscht we si söue ufstah, isch ne ihres Läbe nid sicher.

23 Gott laht se zueversichtlech u i Sicherheit si,

aber sini Auge beobachte alles, was si mache.

24 Si schüsset für churzi Zyt id Höchi, de sy si nümme da.

Si wärde umgeknickt u ihgsammlet wi jede anger o.

Wi Ähre wärde si abgschnitte.

25 Wär cha mi itz aus Lügner häresteue

oder mini Wort widerlege?"

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 23 von 42

 

Hiob 23 von 42

23:1 Hiob erwideret:

2 "Au hüt wird i mi hertnäckig beklage.

Mini Chraft isch erschöpft vor luter Süüfze.

 3 Weni doch nume wüsst woni Gott finde!

I würd zu sim Wohnort ga.

 4 I würd ihm mi Rächtsfall verteile

u mi Muu mit Argument fülle.

 5 Ig würd erfahre wi är mir antwortet,

u druf achte, was er zu mir seit.

 6 Würd er sy grossi Macht ufbiete zum mit mir striite?

Nei, bestimmt würd er mi lose.

 7 Der Aufrichtig chönnt dert der Sachverhalt mit ihm kläre,

u mi Richter würd mi eis für alli mal freispräche.

 8 Gani aber uf oste, ischer nid dört,

u chumi zrügg, findi ne nid.

 9 Ischer links tätig, erblicki ne nid,

u wändet er sech nach rächts, o de gsehni ne nid.

10 Doch är kennt dr Wäg woni ihgschlage ha.

Nachdem är mi prüeft het wärde ig aus reins Goud füre gah.

11 Mini Schritt sy Fuessspure genau gfougt.

I bi uf sim Wäg blibe ohni drvo abzwiiche.

12 Vom Gebot vo sinere Lippe hani mi nid entfernt.

I ha sini Wort no besser ufbewahrt, als mes vo mir erwartet het.

13 Het är öppis bestimmt – wär cha ne de devo abbringe?

Wenn er öppis wett mache, tuet er's.

14 Denn das woner für mi beschlosse het, wird er o völlig usfüehre,

u är hebt viu settigi Sache parat.

15 Därum beni siitwäge ängstlech.

Weni a ne dänke, wachst mini Furcht.

16 Gott het mir ds Muet gno,

de Allmächtig het mi ängstlich lah werde.

17 Doch d Finsternis het mi no nid zum schweige brocht,

ou nid d Düsterheit wo mis Gsicht bedeckt.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 22 vo 42

 

Hiob 22 vo 42

22:1 Ẹliphas, der Temanịter, erwideret:

 2 "Chan e Maa für Gott vo Nutze sii?

Cha ihm irgendöpper wo Isicht het nütze?

 3 Kümmerets dä Allmächtige, dass d'Grächt bisch?

Isches für ihn e Gwünn dass de Wäg vor Integrität geisch?

 4 Wird er di bestrafe

und vor Gricht stelle für dini Ehrfurcht?

 5 Oder isch dr Grund derfür nid viu meh dini grossi Schlächtigkeit

u dass dini Vergehe kes Endi nehmed?

 6 Denn du nimmsch dine Brüedere grundlos e Pfand ab,

entriisst Lüt d Chleider u löh si nackt lah dastah.

 7 Dem Müede gisch ke Wasser z trinke

u em Hungrige enthaltisch Ässe vor.

 8 Dem Mächtige ghört das Land

u dr Begünschtigti bewohnts.

 9 Doch du hesch Witwen mit leere Händ weggschickt

u Vaterlose Ching d Arme zerschlage.

10 Drum bisch du vo Falle umgäh

u plötzlechi Schrecke versetze di i Angst.

11 Darum isches so dunku das nüüt gsehsch,

drum bedeckt di e Wasserfluet.

12 Isch Gott nid i de Himmelshöhe?

U gseh nume, wie wiit obe au die Sterne sy!

13 Doch hesch gseit: 'Was weiss Gott scho?

Chan er öppe dür dichts Dunkle hindedure es Urteil rede?

14 Wulche schirme ne ab sodass er nüt gseht,

wener am Himmelsgwölbi umenandzieht.'

15 Wirsch der Pfaden früenerer Zyte folge,

uf dene schlechti Manne si gange,

16 Manne, wo vor ihrer Zyt wäggrisse si worde,

derä Fundament vorä Fluet wäggspüelt wordä isch?

17 Sie hei gseit zum wahre Gott: Lah üs i Rueh!',

und: 'Was cha der Allmächtigi üs scho atue?'

18 Drbi isch ärs doch gsi, wo ihri Hüüser mit Guetem gfüllt het.

(Mir lige settigi böse Gedanke färn.)

19 D Grächte wärde das gseh u sech fröie

un di Unschuldige wäre se vuschpotte un sage:

20 "Eusi Gegner si vernichtet worde,

u was vo ihne übrig isch, wird es füür uffrässe.'

21 Lehr Gott kenne u du hesch Friede.

Denn wird Guets uf di zuecho.

22 Nimm das Gsetz aa, wo us sim Muul chunt,

un bhaltet sini Wort in dinem Herze.

23 Wennd zum Allmächtige umkehrsch wirsch wieder härgstellt.

Wenn Ungerechtigkeit us dim Zelt entfernsch,

24 we di Gold i Stoub wirfsch

u ds Gold us Ọphir i d Felsschluechte,

25 de wird der Allmächtig zu dim Gold werre,

er wird zu dim erlesenschte Silber.

26 Denn wird der Allmächtig d Quelle vo dinere Freud si

un dü wirsch di Gsicht zu Gott erhebe.

27 Du wirsch zu ihm flehe u är wird di ghöre.

U dini Glüebdi wirsch erfülle.

28 Was immer du beschlüssisch, es wird glinge,

u uf di Pfad wird liecht schiine.

29 Wenn d überheblich redsch wirsch gdemüetigt werde,

doch dä Demüetige wird er rette.

30 Er wird di Unschuldige rette.

We dini Händ also ine si wirsch mit Sicherheit grettet."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 21 vo 42

 

Hiob 21 vo 42

21:1 Hiob erwideret:

2 "Hört guet zue, wasi säge.

Das wär scho e Troscht vo euch.

 3 Ertragt mi, solangi rede.

Hani denn uusgredet, chöit der mi verspotte.

 4 Richtet sech mini Klag öppe gäg ei Mönsch?

Wenn das so wär, würdi ja da nid d Geduld verlüre?

 5 Lueget mi doch ah! Starrt mi verwunderet

u leit d Hang ufs Muul!

 6 Über all das nachzudenken beunruhigt mi

u mi ganz Körper zitteret vor Angst.

 7 Werum bliibe d Böse am Läbe,

werde aut u wohlhabig?

 8 Si hei ihri Ching geng um sech

u bechöme ihri Nochkumme z säh.

 9 Ihri Hüser si sicher, si frei vo Angst

un Gott bestraft sie nit mit sinem Stab.

10 Ihri Stier verseit nid bi dr Befruchtig.

Ihri Chüe Chalbe u hei ke Fehlgeburt.

11 Ihri Ching seckle use wi ne Schafherde,

ihri Chliine springe ume.

12 Si singe, begleitet vo Tamburin und Harfe,

u fröie sech bim Klang vo de Flöte.

13 In Zfriedeheit verbringe si ihri Täg

un schtiege friedlich is Grab abe.

14 Doch zu däm wahre Gott säge si: Lah üs i Rueh!

Mir wei vo dim Wäg nüt wüsse.

15 Wär isch dr Allmächtig, dass mr ihm diene sött?

Was hettemer devo ne z'kenne?'

16 Aber i weiss: Ihri Wohlstand hei si nid sälber ir Hand.

Mir isch ds Dänke vo de Böse färn.

17 Wie oft wird d Lampe vo de Böse usglöscht?

Wie oft chunt Unglück über sie?

Wie oft bringt Gott i sim Zorn Vernichtig über sie?

18 Wärde sy jemals wi Stroh im Wind

u wi Spreu wo es Sturm wägt?

19 Gott wird d Straf vomene Maa für dä eigeti Söhn ufbhalte.

We Gott's doch nume ihm sälber würd zrüggzahle damit er's merkt!

20 Mit eigene Auge söll er si Undergang gseh

u är söu dr Zorn vom Allmächtigi trinke.

21 Denn was kümmeret's ne, was nach ihm mit sym Huus gschieht,

we d Zahl sire Monet verchürzt wird?

22 Cha öpper Gott Erkenntnis vermittle,

wo er doch sogar über di höchste urteilt?

23 Der eint stirbt, wenn er no voller Chraft isch,

völlig unbekümmeret und sorgefrei,

24 we sy Hüft mit Fett polschteret sy

u är starchi Chnoche het.

25 Dr Anger stirbt töif bekümmeret,

ohni jemals guets gnosse zha.

26 Zäme wärde si im Stoub lige

u Beidi wärde vo Made bedeckt.

27 Ja! I weis genau was der dänket,

u kenne d Plän, woner ushecked, um mir z schade.

28 Denn dir seit: 'Wo isch das Huus vom berüehmte Maa?

Wo isch ds Zelt wo der Bös gwohnt het?'

29 Hender nid Reisendi befragt?

Befasset Der Nech nid iighend mit ihrne Beobachtige,

30 nämlech das e schlechte Mönsch am Tag vom Unglück verschont

u am Tag vom Zorn grettet wird?

31 Wär wird ne scho mit sym Läbenswandu konfrontiere?

Wär wird ihm heizahle, was er ta het?

32 We me ne zum Friedhof treit,

wird me a sim Grab wach halte.

33 ds Erdreich vom Tal nimmt ne fründlech uf

un di ganzi Mönschheit folgt nem,

wies o scho Unzählige vor ihm isch ergange.

34 Warum mir also läärä Trost spändä?

Euri Antworte sy nüt als es Schwindel!"