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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 20 vo 42

 

Hiob 20 vo 42

20:1 Zọphar, der Naamathịter, erwideret:

 2 "Mini eigene beunruhigende Gedanke dränge mi zum Antworte,

wili innerlich so ufgwühlt bin.

 3 I ha e zrächtwiesig ghört wo mi beleidigt,

u mi Verstand tribt mi zunere Erwiderig.

 4 Bestimmt hesch es scho immer gwüsst –

denn so isch es ja, sit dr mönsch uf d erde gsetzt worde isch –,b

 5 dass der Jubel der Böse vo churzer Duur isch

u d Fröid vom Gottlose nume e Ougeblick hebt.

 6 Wenn o sini Erhabeheit zum Himmel stiigt

u sy Chopf bis a d Wulche längt,

 7 wird er doch für immer vergah wi si eigete Chot.

Die ne früecher hei gseh wärde säge: 'Wo ischer?'

 8 Wi ne traum wird er entflüge u me wird ihn nid finde.

Är wird verjagt wi ne Vision vor Nacht.

 9 Das Oug wo ne einisch gseh het wird ne nümme gseh,

u si Dihei wird ne nie wider erlicke.

10 Sini eigene Chind werded sech um d Gunst vo de Arme bemüehe

un si Vermöge wird da mit de eigene Händ zruck ge.

11 Sini Chnoche sy voll Jugendchraft gsy,

doch sie wird sich mit ihm in blosse Staub lege.

12 Wenn Schlächts i sym Muul süess schmöckt,

wen ers unger syre Zunge vrbirgt,

13 wenn ers gnüsst und nid devo loht,

sondern es im Muul bhaltet,

14 wird sis Ässe i sim Innere suur werde.

Es wird i ihm wi Kobragift.

15 vermöge hetter verschlunge, doch er wirds erbräche,

Gott wird's us sim Buch usehole.

16 Kobragift wird er suge.

D Giftzähn vomne Otter werde ne umbringe.

17 Nie wird er d'Wasserbäch gseh,

d Ström us Honig u Butter.

18 Är wird sini Güeter zrügg gäh, ohni se ds vrbruche.

Sin durch Handel erworbnigs Vermöge wird er nid gnüsse.

19 Denn är het d Arme vertrette u im Stich gloh.

Är het es Huus a sich grisse, woner nid bout het.

20 Doch er wird keini inneri Friede verspüre.

Sis Vermöge wird ihm nid häufe dervo z cho.

21 Es isch nüt übrig blibe, was er verschlinge chönt.

Drum wird sech si Wohlstand nid halte.

22 Uf em Höhepunkt vo sim Riichtum aaglangt, wird ihm angst u bange.

Ds Unglück wird ne mit voller Wucht träffe.

23 Während er sy Buch füllt,

wird Gott si glüehende Zorn über ihn bringe

u uf ihn la regne bis i syni igweid.

24 Wenn er vor emene Waffe flügt,

werde ne pfiili durebohre, abgschosse mit eme chupferboge.

25 Us sim Rügge zieht er es Pfili use,

e blitzendi waffe us sinere galle,

u schrecke packt ne.

26 Völligi Finsternis erwartet sy Schätz.

Es Füür, wo niemer het entfacht, wird ne verzehre.

Jede Überläbende i sim Zelt erwartet Unglück.

27 Der Himmel wird sy Vergehe enthülle.

D Erde wird sech gäg ihn erhebe.

28 E Fluet wird sy Huus furtriisse.

Es wird e Sturzfluet si am Tag vom Zorn Gott.

29 Das isch der Ahteil wo der schlechti Mensch vo Gott bechunnt,

s'Erbe wo Gott für ihn bestimmt het."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 19 vo 42

 

Hiob 19 vo 42

19:1 Hiob erwideret:

2 "Wie lang werdeder mini Seel no reize,

mi mit Wort zermale?

 3 Diä zäh Mau heit der mi beschimpft.

Dir schämet nech nid mi hert z behandle.

 4 Hani tatsächlech e Fähler gmacht,

de isch ds elei mini Sach.

 5 Wenn Der Nech unbedingt über mi wei erhebe

un bhaupte, de Vorwürf gege mich sin grechtfertigt,

 6 denn söllet ihr wüsse, dass Gott selbst mi irregeführt

u i sim Jagdnetz het gfange.

 7 Gseht nume! I schreie geng wider: 'Gewalt!', erhaltet aber ke Antwort.

I lütä ständig um Hilf, doch es git ke Gerechtigkeit.

 8 Min Pfad het er mitere Steinmuur versperrt und chume nid dure.

Mini Wäg het er mit Finsternis bedeckt.

 9 Er het mir min Ruhm entrisse

u d Chrone vo mim Chopf entfernt.

10 Vo allne Siite bringt er mi zum Ischurz, bis es mi nümm git.

Mini Hoffnig riist er us wi ne Baum.

11 Si Zorn entbrennt gäg mi

u är gseht mi aus sy Fäind.

12 Sini Truppe sammle sech u umzingle mi.

Si lagere rings um mis Zelt.

13 Mini eigete Brüetsch het er wit vo mir wäg tribe,

u die mi kenne hei sech vo mir abgwandt.

14 wo mir nöchst hei si wäg,

u woni guet ha chönne hei mi vergässe.

15 D Gescht i mim Huus u mini Sklavinne hei mi aus Fremde betrachte.

I ihrne Ouge bini e Usländer.

16 I lütä mi Diener, aber er reagiert nid.

Mis Muul flegt en um Mitgfühl aa.

17 Mini Frou gruslet sech sogar vor mim Atem

u für mini eigeti Brüeder bini zum Gstank worde.

18 Sälbscht Chind verachte mich.

Stahni uf, fange si a mi uslache.

19 Aui mini enge Fründe verabscheuet mi,

die i gliebt ha hei sech gäg mi gwandt.

20 I bi nume no Hut u Chnoche

u chume nume mit knapper Not drvo.

21 Het Erbarme mit mir, mini Fründe, hei Erbarme mit mir,

denn Gottes eigeni Hand het mi troffe.

22 Wieso verfolget ihr mi ständig wi Gott

u attackiert mi unufhörlech?

23 We mini Wort doch nume wür ufgschribe!

Würdets doch nume imene Buech festghalte!

24 Würde si doch für immer i Stei gmeisslet werde,

mit em ne synere Griffel u mit blei!

25 Denn i weiss genau, dass mi Erlöser läbt.

Spöter wird er cho und sech über d'Ärde erhebe.

26 Nachdem mini Hut so zerschunde worde isch,

mis Fleisch aber no a mir isch wirdi Gott gseh,

27 ja ig säuber wird ne gseh,

mini eigete Ouge werde ne gseh, nid die vomene andere.

Trotzdem füehli mi tüüf im Innere erdrückt.

28 Denn ihr sage: 'Was soll des heisse, dass ma ne vufolge?'

aus wär ig d Wurzu vom Problem.

29 Fürchet nech sälber vor em Schwert,

denn das Schwert bringt Straf für Vergehe.

Dir söttet wüsse, dass es e richter git.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 18 vo 42

 

Hiob 18 vo 42

18:1 Bịldad, der Schuchịter, erwideret:

 2 "Wie lang duurets no, bis ihr mit öiem Rede ufhört?

Zeigt chli Verstand, de chömmer rede.

 3 Werum sötte mir aus Tier agseh wärde

u i öichne Oge aus Dummchöpf gälte?

 4 Sälbscht we di vor Wuet zerfleisch –

wird d Erde öppe dinetwäge entvölkert werde

oder dr Felse vo sinere Stell rücke?

 5 Ja, ds Liecht vom schlächte Mönsche wird usglöscht wärde

u d Flamme vo sim Füür wird nid lüchte.

 6 Das Liecht i sim Zelt wird gwüss dunkel wärde

u d Lampe über ihm wird usglöscht.

 7 Sini chräftige Schritt wärde chürzer

u si eigete Rat wird ne zuefau bringe.

 8 Denn syni Füess werde ne ines Netz lenke

u uf däm Maschine wird er loufe.

 9 Ein Fall wird ihn ar Ferse packe.

E Schlinge wird ne afange.

10 Ein Strick isch für ihn am Bode versteckt

u e Fall befindet sech uf sim Pfad.

11 Vo allnä Sitä ängstigä ne Schreckä

un heftige sich a sini Färse.

12 Sini Chraft verseit

u ds Unglück wird ne zum Schwanke bringe.

13 Sini Hut wird zerfresse.

Di tödlichst Chrankheit verzehrt sini Gleder.

14 Us dr Sicherheit vo sim Zelt wird er fortgrisse

u zum König vo de Schrecke abgführt.

15 Frömdi wärde i sim Zäut läbe.

Schwefel wird uf sis Dihei gstreut wärde.

16 Sini Wurzle unger ihm wärde vertrochne

un sini Zweige iba nem vudorräte.

17 D Erinnerig a ihn wird vor Erde verschwinde

un uf dr Schtross wird ma si Name nit kennen.

18 Me wird ne usem Liecht i d Finsternis jage

u vom fruchtbare Land vertrybe.

19 Er wird ke Nachwuchs u ke Nachkomme unger sim Volk ha

un a sinem Wohnort wird nen nemads ibaläbe.

20 Wenn si Tag chunt werde d Mensche im Weste entsetzt si,

u d Mönsche im Oschte wird ds Graue packe.

21 Das passiert mit de Zelte vo däm, wo verchert handlet,

u mitem Ort vo däm wo Gott nid kennt het."

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 17 vo 42

 

Hiob 17 vo 42

17:1 Mi Geist isch broche, mini Täg si usglöscht.

Dä Friedhof wartet uf mi.

 2 I bi vo Spötter umgäh,

mis Oug mues uf ihres rebellische Verhalte starre.

 3 Bitte nimm d Bürgschaft für mi aa und bhaute sie bi dir.

Wär süsch wird für mi iistah u mir d'Hang druff gäh?

 4 Denn ihres Herz hesch dem Unterscheidungsvermöge verschlosse.

Darum erhöhsch se nid.

 5 Manche biete ihre Fründe ah, mit ihne z teile,

während d Ouge vo ihrne eigete Chind vor Sensucht vergönd.

 6 Är het mi zum Gspött gmacht unger de Völker.

So bini zu öpperem worde wo me is Gsicht spuckt.

 7 Mini Ouge sy trüb vor luter Chummer

u i bi nume no e Schatte vo mine säuber.

 8 Uf all das starre ufrichtige Mönsche voll Entsetze

u dr unschuldig isch usser Fassig übere Gottlose.

 9 Der Gerächt blybt unbeirrt uf sim Wäg

u dä mit reine Händ wird geng stärcher.

10 Ihr chöit jedoch alli cho und witer argumentiere,

denn i ha kei Wiise unda äich entdeckt.

11 Mini Täg sy abgloffe.

Mini Plän, d Wünsch vo mim Härz hei sech zerschlage.

12 Ständig git me d Nacht aus Tag us

u seit: 'Es isch dunkel, drum mues ds Liecht nöch si'

13 Weni warte wird das Grab mis dihei.

Im Finsternis wirdi min Nachtlager usbreite.

14 Dem Grab werd i zrüefe: 'Du bisch mi Vater!',

u dr Made: 'Mini Mueter u mini Schwöschter!'

15 Wo isch auso mini Hoffnig?

Wär gseht Hoffnig für mi?

16 Zu de verrieglete Tore vom Grab wird si hinabfahre,

wemer alli zäme i Stoub annebesinke."