GTranslate Wähle deine Sprache

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 442

Daniel 7 vo 12

 

Daniel 7 vo 12

7:1 Im erschte Johr vom babylonische Königs Belsạzara het dr Daniel gha, wo är uf sym Bett gläge isch, e Traum u het Visione gseh. Är het dr Traum gschribe u het ä vollschtändige Bricht über aues erschteut.

2 Daniel erchlärt het: "Während myne nächtliche Visione han i ds ganze beobachtet, u da! D Wind us de vier Himmels¬richtige hei ds witte Meer ufgwählt.

3 Vier riesigi Tiere sy usem Meer cho, sy alli verschide gsy.

4 Der erscht isch wi ne Löwe gsy u het Adlerflügel gha. Während i wieda nähmä, wäre nem d Flügel üsgrisse, un s wird vu dr Erde gregt un uf zwei Fess gschtellt we ä Mensch. Ihm isch ds Härz vomene Mönsch gä worde.

5 U da! Es angers Tier, es zwöits, wo wi ne Bär usgseh het. Es isch ufere Site ufgrichtet gsi u het drü Rippe i sim Muul zwüsche de Zähn gha. Ihm isch gseit worde: 'Stah uf, friss vil Fleisch!'

6 I ha das ganze witer beobachtet, u da! Es angers Tier, wo wi ne Leopard usgseh het, aber vier Flügel wi die vomene Vogu uf em Rügge gha het. Ds Tier het vier Chöpf gha u ihm isch Herrschmacht gä worde.

7 När hani i mine nächtleche Visione es vierts Tier, furcht- u schreckenerregend u ungwöhnlech starch gseh. S het grossi Zähn üs Iise un vuschlangt alles, un was ibrig bliebe isch, vudammlet`s mit d Fess. Es isch angers aus au di angere Tier vor ihm gsi u het zäh Hörner gha.

8 I ha d Hörner aglachtet, und da! Es anders Horn, es chlises, isch zwüsche nene fürecho, u vor ihm si drei vo de erschte Hörner usgrisse worde. Des Horn het Auge we de vu Mensche un ä Mul, der grossspurig doherrscht het.

9 Während i witer zuegluegt ha, sin Throne ufgstellt worde, un dr Alte a Däg het sich anekockt. Syni Gwand isch so wiss we dr Schnee un si Hoor het usgseh we reini Wulle. Sis Thron isch us Flamme beschtande u het Räder us Füür gha.

10 Vo ihm us floss es Füürstrom. 1000 mau 1000 verrichtete ständig Dienst für ihn u 10'000 mau 10'000 vor ihm gstande.t Ds Gricht isch Platz gno u Büecher si offe worde.

11 Wäg dr grossspurige Redä vom Horn hani witer zuegluegt, bis ds Tier umbrocht worde isch und sy Körper vernichtet worde isch und s am Füür übergä worde isch.

12 Was aber die übrige Tier betrifft, ihri Herrschaft isch ihne wäggnoh worde und ihres Läbe isch für e Zyt u e Zytabschnitt verlängeret worde.

13 Während der nächtleche Visione hani ds ganze witer beobachtet, u da! Mit de Wulche vom Himmel isch öper wiene Mönschensohn cho. Är het dr Zuetritt zum Alte a Tag übercho u isch direkt vor ihn bracht worde.

14 Ihm sin Herrschaft, Ehri un es Königrich ge worde, damit alli Völker, Natione u Sprachgruppe ihm diene. Sini Herrschaft isch ewigi Herrschaft, wo nid vergah wird, und sis Königrich wird nid vernichtet werde.

15 Was mi Daniel, betrifft, mi Geischt isch töif im Innere ufgwühlt gsi, will d Visione woni gseh ha, hei mr Angst gmacht.

16 Ig bi zu eim vo dene wo dert gstande si u het nen nach der wahre Bedütig vo allem gfragt. Er het antwortet u het mir di Dütig mit teilt:

17 "Die riesige Tier, vier a der Zahl, sy vier Chönige, wo sech uf der Ärde erhebe.

18 Aber d Heilige vom Allerhöchsteg wärde ds Chönigriich übercho, und si wärde ds Chönigrich für immer bsitze, ja für immer u ewig.'

19 De hani meh wöue über ds vierte Tier wüsse, wo angers isch gsi aus di angere. S war üsgwöhnlich furchterrägend, het Zähne üs Iise un Kleaue üs Kupfa, s vuschlangt un zermahlt alles, un was ibrig bliebe isch, vudammlet`s mit d Fess.

20 Aber o über d zäh Hörner uf sim Chopf han i meh wöue wüsse sowie über ds angeri Horn, wo fürecho isch u vor em drü Hörner flege, ja ds Horn, ds Ouge het gha u es Muu wo grossspurig drhärred het, u ds gwautiger usgseh aus di angere.

21 I ha wyter zuegluegt u ha gseh, wi das Horn Chrieg gäge die Heilige gfüehrt het u sech gäg si bhouptet het,

22 bis der Alt a Tag isch cho und es Urteil zugunschte vo de Heilige vom Allerhöchschte gfallt worde und di feschtgleiti Zyt für die Heilige isch cho, ds Chönigriich i Bsitz z näh.

23 Är het de erchlärt: 'Das vierte Tier steit fürnes viertes Chünigriich, wo uf der Ärde wird erschine. Es wird andersch sy als die andere Königrich u di ganz Ärde verschlinge u se zerträtte u zermale.

24 U d zäh Hörner schtönd für zäh Könige, wo us däm Chönigrich füre gah wärdid. Doch nach ihne wird no e angere cho u är wird angers si aus di erschte u wird drü Chönige demüetige.

25 Er wird gäg de Höchschte rede und ständig gäge d Heilige vom Allerhöchschte vorgah. Är wird Zyte un Gsetz ändere welle un di Heilige wäre fir ä Ziit, Ziit un ä halb Ziit in sini Hand ge wäre.

26 Doch ds Gricht het Platz gno und däm König isch d Herrschaft wäggno worde – är sött usglöscht u völlig vernichtet wärde.

27 Ds Königrich u d Herrschaft u dr Glanz vor Königrich ungerem gsamte Himmu sy em Volk gä, wo us de Heilige vom Allerhöchschte besteit. Ihres Königrich isch es ewigs Königrich und alli Mächt werde ihne diene und ghöre.'

28 Hie ändet dr Bricht. Was mi, Daniel, betrifft, mini Gedanke hei mi so sehr beunruhigt, dass i ganz blass worde bi. Doch i ha das alles bewahrte i mim Härz."

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 412

Daniel 6 vo 12

 

Daniel 6 vo 12

6:1 Darịus hets für guet befunde, im ganze Chönigrich 120 Satrạpen izsetze.

2 Si hei drü höche Beamte unterstande, eini devo isch dr Daniel gsi. Dä höche Beamte hei d Satrạpen Bricht müesse erstatte, damit dr König ke Verluscht erlitte.

3 Daniel het schliesslech di angere höche Beamte u d Satrạpen übertrage, wüu ä ussergwöhnleche Geischt het i ihm rueh. Dr König het ne drum weue befördere und ihm d Verantwortig für ds ganze Chönigrich übertrage.

4 Da hei di höche Beamte gsuecht u d Satrạpen nach eme Grund Daniel wäg sinere Amtsfüerig azklage. Si hei aber ke Aaklaggrund gfunge u hei nüt Korrupts bi ihm chönne feststelle, wüu är vertrauenswürdig isch gsi u ihm ke Nachlässigkeit oder Korruption nachezwise isch gsy.

 5 "Mir wärde däm Daniel überhoupt nüüt zur Last chöi lege", hei die Manne gseit, "es sig de, mir finge öppis im Gsetz vo sim Gott wo mir gäge ihn chöi verwände."

6 Auso si di hoche Beamte und Satrạpen gschlosse zum König ine und hei zu ihm gseit: "Ewig läbe König Darịus!

7 Alli mögliche Beamte, Präfekte, Satrạpen, hoche königleche Beamte u Statthalter hei sech zäme berate um e königleche Erlass usezgäh u es Verbot i Chraft z setze: Wär innerhalb vo

30 Täg e Bitte a irgend ä Gott oder Mensche richtet usser a di, o König, söu i d Löwegrube gworfe wärde.

8 O König, gib itz dr Erlass use und ungerschrib ne, damit är nid cha gänderet wärde, so wies z unwiderruefleche Gsetz vo Meder und Perser wott."

9 Da unterschrieb König Darịus dr Erlass u ds Verbot.

10 Sobald Daniel erfahre het, dass dr Erlass ungerschribe worde isch, isch er in sy Huus gange. D Fänschter i sym Dachzimmer sy Richtig Jerusalem göffnet gsy. Dräimol am Dag het da sich ane kniet, bäte un pries Gott, we na`s vorhär regelmässig doe het.

11 Da hei d Männer inegschlage u hei gsäh, wie dr Daniel sy Bitte a sy Gott richtet het u ihn um Gunscht het aagflegt.

12 Drufabe si sech an Chönig gwandlet und hei ne a das königliche Verbot erinneret: "Hesch nid es Verbot ungerschribe, wonach jede, wo innerhalb vo 30 Täg e Bitte a irgend ä Gott oder Mönsche richtet usser a di, o König, i Löwegruebe söu gworfe wärde?" Der König het antwortet: "D Sach steht nach dem unwiderrueflichen Gesetz der Meder und Perser fescht."

13 Sofort händs em König brichtet: "Daniel, wo zu de Verschleppte us Juda ghört, achtet weder di, o König, no das vo dir ungerschribnige Verbot, sondern bätet drü Mal am Tag."

14 Der König het uf die Nachricht sehr betroffe reagiert und nach ere Möglichkeit gsuecht, Daniel z befreie. Bis zum Sunneuntergang het är aues i Bewegig gsetzt zum ne rette.

15 Schliesslech hei d Männer gschlosse vor em König u säge zu ihm: "Beachte, o König: Das Gsetz vo de Meder und Perser schribt vor, dass kes Verbot oder Erlass vom König dörf gänderet wärde."

16 Auso het dr König dr Befähl gäh. Me het d Daniel gholt und ihn id Löwegrube isch gworfe. Dr König het zum Daniel gseit: "Dein Gott, dem du so unbeirrt di befreie."

17 Denn het me e Stei bracht u het ne uf d Öffnig vo de Grube gleit. Dr König het nä mit sym Siegelring und mit em Siegelring vo sire Edle versieglet, sodass im Fau dr Daniels nüt het chönne gänderet wärde.

18 Danach isch dä König i si Palast gange und het di ganz Nacht gfastet. Är het uf jedi Ungerhautig verzichtet u het nid chönne schlofe.

19 Schliesslech isch dr König bim erschte Morgeliecht ufgschtange u isch schnäu zur Löwäggrube gläge.

20 Won är sech der Grube nöcher het, het är mit truurige Stimm nach Daniel gruefe u het ne gfragt: "O Daniel, Diener vum läbä Gott, het di Gott, wo du so unbeirrt diensch, vor de Löie chöi rette?"

21 Sofort het dr Daniel gantwortet: "Der König läbt ewig!

22 Mi Gott het sy Ängel gschickt u ds Muu vor Löie verschlosse. Si hei mer nüt gmacht, wüu i sine Ouge bi ig unschuldig gsy, u o Dir, o König, hani kes Unrächt ta."

23 Der König isch überglücklich gsy und befahl , dr Daniel us dr Gruebe usezhole . Dr Daniel isch völlig unverletzt worde us dr Grube gholt worde , denn er het uf si Gott vertrout .

24 Uf Befähl vom Chönig sy denn d Manne wo dr Daniel aagklagt hei gholt und samt ihre Söhn u Froue i d Löwegrube gworfe. Si hei de Bode no nid erreicht, da si d Löie scho über si här gheie und aui ihri Chnoche zermumme.

25 Danach het König Darịus a alli Völker, Natione u Sprachgruppe uf der ganze Erde gschribe: "Eure Frieden soll überströmen!

26 Ig erlah dr Befähl das i jedem Gebiet vo mim Königrich d Mönsche us Angst vor em Gott Daniels söue zittere. Denn na isch dr lebändig Gott un na bliebt fir immer. Si Kenigrich wird nie unda däm si Herrschaft bschtoht ewig.

27 Är rettet u befreit, är vollbringt Zeiche u Wunder im Himmu u uf dr Ärde, wüu är het dr Daniel us de Chlaue vor Löie befreit."

28 U so isches der Daniel guet gange im Königrich vo Darịus u im Chönigrich vo Cyrus, em Perser.

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 443

Daniel 5 vo 12

 

Daniel 5 vo 12

5:1 König Belsạzar het es grosses Festli für 1000 vo sire Edle geh. Är isch vor ihne gsässe u trank Wi.

2 Under em Iifluss vom Wy befahl Belsạzar, d Gfäss us Gold und Silber iezbringe, wo sy Vater Nebukadnẹzar usem Tempel in Jerusalem het mitgno. Der König het zäme mit syne Edel, sy Näbefroue u syne Konkubine drus wöue trinke.

3 Ma het also d Gfäss üs Gold gholt, de ma üs däm Tempel vum Hus Gottes in Jerusalem mitgnumme het, un dr Kenig, sini Edel, un sini Näbefroue un sini Konkubine trinke drus.

4 Si hei Wy trunke u prise d Götter us Gold u Silber, us Kupfer, Ise, Holz u Stei.

5 Im glyche Ougeblick erschiene d Finger vunere Mönschhand und schrybe uf e Putz vor Wand vom Chönigspalascht gägenüber em Lüüchter. Der König het der Rugge der schrybende Hand chönne gseh.

6 Da isch dä König ganz blass worde, syni Gedanke hei ne verschreckt, syni Hüfte hei zäme ghocket u ihm d Chnü gschlateret.

7 Dr König het lut gruefe, me söll d Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe hole. Är het zu de wisse Manne Babylons gseit: "Wär die Schrift läse u mir düte cha, wird z Purpur gchleidet, bechunt e goldigi Chetti um e Hals u wird aus Dritter im Königrich herrsche."

8 druuf si aui wise Manne vom König inecho, aber si hei d'Schrift weder läse no em König chönne.

9 Da het dr König Belsạzar grossi Angst übercho u ihm sich d'Farb us em Gsicht. Sini Edle si verwirrt gsi.

10 Wo der Königin d Wort vom Chönig u syne Edel mitbecho isch, isch si i Feschtsaal ine gange und het gseit: "De Chönig läbt ewig! Lah di vo dine Gedanke nid verschrecke u wirde nid blass.

11 Es git da e Manna i dim Königrich wo de Geist heiliger Götter het. Zur Zyt vo dim Vatter het sech i ihm Erlüchtig gfunge u Isicht sowie Wisheit, wi si d Götter hei. Din Vater, König Nebukadnẹzar, het ihn als Oberste vo de Zauberpriester, Beschwörer, Chaldạ̈er und Astrologe iigstellt. Ja, das het di Vater do, o König.

12 Daniel, wo de König Beltschạzzar het gheisse, bsesse e usergwöhnleche Geischt u het ds Wüsse gha u ds Verständnis, Tröim z düte, Rätsel z entschlüssle u verzwickte Problem z löse. Lah dr Daniel itz la rüefe u är wird dir d'Dütig mitteile."

13 Daniel isch vor Kenig brocht worde und vo ihm gfragt worde: "Bisch Daniel, wo zu de Verschleppte us Juda ghört, wo mi Vater, wo Kenig, us Juda herbracht het?

14 I ha über di ghört, dass dr Geischt dr Götter i dir rueht u dass sech i dir Erlüchtig u Iisicht u ussergwöhnlechi Wisheit finge.

15 Die wisse Manne und Beschwörer si gholt worde um die Schrift z läse und z düte, aber si chöi mir d Botschaft nid düte.

16 Über di hani jedoch ghört, dass du Dütige mitteile und verzwickti Problem chasch löse. We auso d Schrift chasch läse u dütä wirsch z Purpur gchleidet, bechunnsch ä goldigi Chetti um ä Hals u wirsch aus Dritter im Königreich herrsche."

17 Druf het dr Daniel em König gantwortet: "Bhalte dini Gabe und gib dini Gschänk andere. Doch d Schrift wird i däm Chönig vorläse und ihm d Dütig mitteile.

18 O König, dr höchscht Gott het dim Vater Nebukadnẹzar ds Königtum, Grössi, Ehre u Majestät.

19 Wäge däm verliehenä Grössi hei aui Völker, Natione u Sprachgruppe us Angst vor ihm zitterä. Er het umbrocht, wer er het wölle, un het am Läbä lo, wer er het wölle – er erhöht un er erniedrigt.

20 Als si Herz jedoch ibaantwortlich wore isch un si Geischt sich vuhärt het, so dass sa amassend handlet het, wird da vum Thron vu sinem Kenigrich gschtosse un sini Wert isch nem gnoh worde.

21 Är isch vrtribe worde, wäg vo de Mönsche. Sis Härz isch däm vomene Tier glych gmacht worde u är het bi de Wildesle glebt. Är het Pflanze übercho, so wi d'Stiere, u dr Tau vom Himmu het sy Körper bruucht – so lang, bis är het gmerkt, dass dr höchscht Gott vor Herrscher über d' Königrichi vo de Mönsche isch u das er laht la drüber regiere wen er wott.

22 Du drgäge, sy Sohn Belsạzar, du hesch dis Herz nid gmüetetet obwohl das alles gwüsst hesch.

23 Stattdesse hesch du dich gege de Herr vom Himmel erhobe und dir d Gfäss vo sim Huus lah bringe. De hesch zäme mit dine Edel, dine Näbefroue u dine Konkubine Wy drus trunke u Götter us Silber u Gold, us Chupfer, Ise, Houz u Stei prise – Götter, wo nüt gseh u nüt ghöre u nüt wüsse. Doch dr Gott, wo di Atem u din ganze Läbenswäg ir Hand hebt, dä hesch nid verherrlicht.

24 Drum het är d Hand gschickt und die Wort la schribe.

25 D'Schrift lutet: MENẸ, MENẸ, TEKẸL und PARSỊN.

26 Das isch d Dütig vo de Wörter:

MENẸ: Gott het d Täg vo dim Chönigrich zellt und ihm es End gmacht.

27 TEKẸL: Du bisch uf dr Waag gwogä u aus zu liecht befundä.

28 PERẸS: Dis Königrich isch teilt worde und de Meder u Perser gä."

29 Drufhin befahl Belsạzar, dr Daniel in Purpur z'chleidä und ihm ä goldigi Chetti um dä Hals z'leggä. Usserdäm isch verkündet worde, dass är dritt Herrscher im Königrich würd sy.

30 In der gliche Nacht isch Belsạzar wo chaldạ̈ische König, tötet.

31 Der Meder Darịus hat das Königreich gekriegt. Är war öppe 62 Jahr alt.

Rico Loosli 6934 Bioggio
Zugriffe: 406

Daniel 4 vo 12

 

Daniel 4 vo 12

4:1 "Von König Nebukadnẹzar an alli Völker, Natione u Sprachgruppe uf der ganze Erde: Eure Frieden sei gross!

2 I fröie mi, d Zeiche u Wunder z verchünde, wo dr höchscht Gott a miir vollbracht het.

3 Wie gross doch sini Zeiche sy u wie mächtig sini Wunder! Sis Chünigriich isch es ewigs Chönigriich und sini Herrschaft bestoht vo Generation zu Generation.

4 Ig, Nebukadnẹzar, ha sorglos i mim huus glebt u isch mer guet i mim palast gange.

5 Da hani e Traum gha wo mir Angst iijagt het. Woni uf mim Bett gläge bi hei mi d Bilder u Visione erschreckt woni gseh ha.

6 Ig befor auso, aui wise Manne Babylons vor mir z bringe, drmit si mir dr Troum hei dütet.

7 D Zauberprieschter, Beschwörer, Chaldạ̈er u Astrologe si ine cho u woni ne mi traum verzeut ha, hei si mir nid chönne düte.

8 Zletscht het dr Daniel vor mi gha, wo au Beltschạzzar heisst, benannt nach mym Gott, und in däm dr Geischt dr heilige Götter rueht. I verzell ihm de Traum:

9 'Beltschạzzar, du Oberster vo de Zauberprieschter, i weis genau, dass de Geischt vo de heilige Götter i dir rueht und kes Gheimnis z kompliziert für di isch. Erklär mir auso d Visione woni i mim Traum gseh ha u teil mir d Dütig mit.

10 I de Visione woni uf mim Bett gha ha, han i e Baum mitts uf der Erde gseh, u är isch userordentlich höch gsy.

11 Der Baum isch gwachse und isch chräftig worde, sy Wipfel het bis zum Himmel glängt und är isch bis a die Ändi vo de ganze Ärde z gseh.

12 Sis Laub isch wunderschön gsi, het viu Frucht treit u het Nahrig für aui gha. D Tier vum Feld hei unger nem Schatte gsuecht, de Vegel vum Himmel hei in sinene Zwige un alli Läbäwäse gregt.

13 Während i uf mim Bett d Visione gha ha, hani e Wächter gseh, e Heilige, vom Himmel herabcho.

14 Är het lut gruefe: "Fällt der Baum, schneidet sy Zwäg ab, schüttlet ds Loub abe und vrschtreut sy Frücht! D Tier unger ihm u d Vögu i de Zwöige söue flüche.

15 Lönd sy Stumpf samt dr Wurzle im Bode, zmitzt im Gras vom Fäld, bunde mit Iise u Chupfer. Är söll vom Tau vom Himmel benetzt wärde und zäme mit de Tier zmitzt ir Vegetation vor Erde läbe.

16 Sis Härz söu sech verändere: Är söll nimme ds Härz vomene Mönsch ha, sondern ds Härz vomene Tier erhalte, u das für siebe Zyte.

17 Das gschiht uf Aordnig vor Wächter u uf Versueche vo de Heilige, damit d Läbige erkenne, dass dr Höchscht vo dr Herrscher über d Königrich vo de Mönsche isch u das er d Herrschaft git wem er wott, u er sogar de nidrigschte vo de Mönsche laht drüber regiere.“

18 Das isch dr Traum gsy wo ig König Nebukadnẹzar ha gha. Und nun, Beltschạzzar, teil mir sy Dütig mit, wüu au di andere wisse Männer vo mim Chönigrich chöi mir dr Troum nid düte. Aber chasches, wüu dr Geischt heilige Götter i dir rueht.'

19 Da isch dr Daniel gsi, wo o Beltschạzzar heisst, für ne Ougeblick ganz verstört, u syni Gedanke hei ihm Angst gmacht. Dr König het gseit: 'Beltschạzzar, loh dir vo däm Traum und dr Dütig ke Angst iijage."Beltschạzzar antwortet: 'Mi Herr, dr Traum söll dene gälte wo di hasse, u sini Dütig dine Fäinde.

20 Der Baum, der dü gsähne hesch, der gross un schtark isch, däm si Wöpfel bis zum Himmel richtet un der fir di ganz Erde z säh het,

21 däm sys Loub wunderschön isch gsy u dä viiu Frucht het aagha u Nahrig für aui het gha ungerem d Tier vom Fäud het gwohnt u i däm Zweige d Vögu vom Himmu hei nischtet,

22 das bisch du, o König. Denn dü bisch gross un schtark wore un hesch immer me an Grösse z gnumme. Dini Greschte reicht bis zum Himmel un dini Herrschaft bis zum End dr Erde.

23 U der König het e Wächter gseh, e Heilige, vom Himmel abecho, wo gseit het: "Fällt der Baum und vernichtet ne, aber lat sy Stumpf samt der Wurzle im Bode, zmitzt im Gras vom Fäld, bunde mit Iise u Kupfer. Är söu vom Tau vom Himmu benetzt wärde u zäme mit de Tier vom Fäud läbe, u das für siebe Zyte."

24 Ds isch d Dütig, mi König, es isch d Aordnig vom Höchschte – das, wo mym Herr u König söll widerfahre:

25 Du wirsch vertribe, wäg vo de Mönsche, u bi de Tier vom Fäud läbe. Me wird dir pflanze z ässe geh so wie stiere u dr tau vom himmu wird di benetze. Sibe Zyte werde vergah bis de erkennsch das dr Höchscht vo dr Herrscher über d Königrich vo de Mönsche isch u das er d Herrschaft git wem er wott.

26 Doch es het ja gheisse, dass me der Stumpf vom Baum samt der Wurzle söll la stah. Drum wird dis Königrich wider dir ghöre, nachdem du erkennt hesch, dass de Himmel regiert.

27 Drum, o König, nimm mi Rat aa: Wänd di vo dine Sünde ab u tuä, was richtig isch. Wänd di vo dire Schlächtigkeit ab u seg barmherzig mit de Arme. De chans si das dis Wohlstand bestah bliibt.'"

28 All das widerfuhr König Nebukadnẹzar.

29 Zwölf Monet speter isch är uf em Dach vom Königspalast vo Babylon umenand gange

30i und het gseit: "Isch das nid Babylon die grossi, woni säuber aus möglechi Residänz mit mire eigete Chraft u Macht zum Ruhm vo mire Majestät bout ha?"

31 Während der König no gschwätzt het, isch e Stimm usem Himmel cho: "Dir, König Nebukadnẹzar, syg gseit: 'Das Königriich ghört der nümme

32 und du wirsch vertriebe, weg vode mensche. Bi de tier vom feld wirsch läbe und me wird dir pflanze z ässe geh so wie stiere. Sibe Zyte werde vergah bis de erkennsch das dr Höchscht vo dr Herrscher über d Königrichi vo de Mönsche isch u das er d Herrschaft git wem er wott.'"

33 Die Wort hei sech auwäg a Näbukadnẹzar erfüllt. Er isch vudriebe worde, wäg vu d Mensche, isst Pflanze so we d Schtiere, un dr Tau vum Himmel het si Leib gnuckt. Schliesslech isch sy Hoor so lang worde wi Adlerfeder u sini Nägel wi Vogelkralle.

34 "Nach Ablouf vo dere Zyt han i gluegt, Nebukadnẹzar, zum Himmel u mi Verstand het wider zrügg gwehrt. Da priis ig dr Höchscht, i pries u verherrlicht dä, wo für immer läbt, wüu sini Herrschaft ewigi Herrschaft isch u sis Chönigrich vo Generation zu Generation besteit.

35 Aui Erdbewohner sy we nüüt, u är verfahre mit em Heer vom Himmel u de Bewohner der Erde so, wi är wott. U es git niemer, wo ihn cha ufhalte oder zu ihm säge: 'Was hesch gmacht?'

36 Zu dere Zyt het mi Verstand wider zrügg gchert u i ha der Ruum vo mim Königrich, mini Majestät u mini Pracht zrügg übercho. Mini höche Beamte u Edelen hei mi wider ufgsuecht. I ha mis Königrich zrügg übercho u mir isch sogar no meh Grössi verloh worde.

37 Ig, Nebukadnẹzar, priise, rüemi u verherrlech dr König vom Himmu wüu aui sy Tate Wahrheit u sy Wäg Grächtigkeit sy u wüu er die cha erniedrige, wo stouz dür ds Läbe gö.“