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Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 5

 

Sprüch Kapitel 5

5:1 Mi sohn, achte uf mini wiisheit. Hör guet zue wenni unterscheidigsvermöge vermittle,

 2 damit du dini Dänkfähigkeit schützisch und mit dine Lippe Erkenntnis bewahrsch.

 3 Denn vo de Lippe vunere verdorbene Frou tropfts wi vonere Honigwab und ihres Muul isch glatter als Öl.

 4 Aber am Ändi isch si so bitter wi Wermuete und so scharf wi ne zwöischniidigs Schwert.

 5 Ihri füess stiiged zum tod abe. Ihri Schritt füehred diräkt is Grab

 6 An Wäg vom Läbe verschwändet si ke Gedanke. Ihr Kurs isch unbeständig – si wüsse nid, won är füert.

 7 Mini Söhn, hört etzt uf mi u wändet Nech nid vo mine Wort ab.

 8 Blib wyt wäg vo ihre, nöcher di nid ihrem Huusigang,

 9 damit du dini Würd nid verlüürsch und o ke grusigi Jahr ärnscht,

10 damit nid Fremdi dini Mittel ufbruuche u drmit nid das wofür du hert gschaffet hesch as Huus vomene Usländer geit.

11 Süsch wirsch am Ändi vo dim Läbe stöhne we di Fleisch u dis Körper immer chränker u schwächer wärde

12 u du seisch: "Wie i Erziehig doch ghasst ha! Wi mis Härz doch Zurechtwiisig verachtet het!

13 Uf die wo mi unterrichtet hei hani nid ghört mini Lehrer hani ke Ufmerksamkeit gschenkt.

14 I bi ade Rand vom völlige Ruin grate zmitzt ir ganze Versammlig.

15 Trink Wasser us dire eigene Zischterne u flüssendes Wasser us dim eigete Brunne.

16 Söttet sech dini Quelle druss verteile, dini Wasserbächli uf de öffentliche Plätz?

17 Für di allei söue si da si u nid für d'Fremde bi dir.

18 Din eigene Brunne soll gsägnet si u freu di mit der Ehefrau vo dinere Jugend.

19 eme liebliche Reh und ere amuetige Gäms. Möge ihre Brüscht dich stets beruuschä. In ihrer Liebi söllsch di immer zverlüre.

20 Werum, min Sohn, söttsch also vonere verdorbene Frou hingerisse si oder d Buesse vonere unmoralische Frou umarme?

21 Dr Jehova het d Wäg vom Mönsch im Blick. Är prüeft alli sini Pfadä.

22 Dr Bös verfagt sech i sy eigetä Vergah, är vrschtrickt sech i syre eigetä Sünde.

23 Wäge mangelnder Korrektur wird er sterbe, wäg sinere masslose Unvernunft wird er uf Abwäg grote.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 6

 

Sprüch Kapitel 6

6:1 Mi Sohn, we di für di Mitmönsche verbürgt hesch, we amne Fremde d'Hand gä hesch.

 2 wenn dir dis Verspräche zur Schlinge worde isch u d Wort vo dim Muul zunere Fall,

 3 denn mach folgendes, mi sohn u befreie di denn di Mitmensch het di itz ir Hand: Gang u dämüetig Di u bestürm dine Mitmensche mit Bitte.

 4 Gönn dine Ouge ke Schlaf no dine Ougelider Schlummer.

 5 Befrei Dich wi ne Gazelle us dr Hand vom Jäger, wi ne Vogu us dr Hand vom Vogufängler.

 6 Gang zur Ameise du Fuuler. Beobachte ihri Wäg und wirde wiis.

 7 Obwou si ke Befehlshaber, Beamte oder Herrscher het,

 8 sorgt si im Summer für ihri Nahrig und sammlet im Herbst ihre Vorrät ii.

 9 Wie lang wirsch ligge bliibe du fuuler? Wenn wirsch vom schlaf erwache und ufstah?

10 Chli schlafe, chli schlümme, chli Händ faute u usruehig –

11 u dini Armuet wird cho wiene Räuber und dini Not wiene bewaffnete Maa.

12 E nutzlose u schlächte Mensch geit ume u verzeut Verchers.

13 Är zwinkert mit de Ouge, git mit sym Fuess Zeiche und macht mit syne Finger Aadütige.

14 Mit emene Härz voller Falschheit schmiedet är ständig bösi Plän u zettet überau Striitigkeite a.

15 Darum wird plötzlich Unglück über ihn inebräche. Imene Augeblick wird er zerschmetteret ohni Ussicht uf Wiederherstellig.

16 Es git sechs Sache, wo Jehova hasst, ja siebe Sache, woner verabschütet:

17 überheblichi Auge, e verlogeni Zunge u Händ wo unschuldiges Bluet vergesse hei,

18 es Herz, wo bese Plän schmiedet, u Füess, wo schnäu zue Schlächtem seckle,

19 e falsche züg wo bi jedem atemzug lügt u jede wo striit unger brüedere setzt.

20 Mi sohn, beachte ds Gebot vo dim Vater u lehn d Aleitig vo dinere Mueter nid ab.

21 Wickle se immer um dis Herz. Bind se um din Hals.

22 Bim ga werde si di leite, bim anelegge werde si di bewache u bim ufwache werde si zu dir rede.

23 Denn ds Gebot isch e Lüücht u das Gsetz isch e Liecht u Erziehig dür Zrächtwiesig isch dr Wäg zum Läbe.

24 Si werde di vor der schlechte Frou bewahre, vor der verführerische Zunge vor unmoralische Frou.

25 Begehr ihri schönheit nid i dim härze u lah di nid vor aziehigskraft vo ihrne ouge lah ihfange,

26 denn e Prostituierti bringt eine abe bis uf ne Laib Brot, doch d Ehefrau vomene andere macht Jagd uf es kostbars Läbe.

27 Cha öpper Füür a sine Brust hole ohni das sini Chleidig verbrennt?

28 Oder cha öpper uf glüehende Chole laufe ohni sech d Füess z verbrenne?

29 So geits jedem wo Beziehige mit der Frou sim Mitmensche het. Keine wo si berüehrt wird ungstraft dervo cho.

30 Me verachtet e Dieb nid, wener stiehlt, um sin Hunger z'stille.

31 Wird er aber ertappt, mues ers siebefach ersetze. Är wird alles Wertvolle us sim Huus hergäh.

32 Wär mitere Frou Ehebruch begoht, däm fehlt es a Vernunft. Wär so öppis duet stürzt sech säuber is Unglück.

33 Er wird nume Wunde u Unehr derveträge u sini Schand wird nid usglöscht wärde.

34 Denn Eifersucht macht e Ehemaa sehr hässig. Sini Rache wird kes Mitleid känne.

35 Er wird ke Entschädigung anäh, kes no so grosses Gschänk wird ne bsänftige.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 7

 

Sprüch Kapitel 7

7:1 Mi Sohn, heb di a mini Wort u bewahre mini Gebote uf wi ne Schatz.

 2 Heb di a mini Gebote u läbe. Behüet mini Aleitig wi d Pupille vo dim Ouge.

 3 Bind se um dini Finger. Schribe sy uf d Tafle vo dim Herz.

 4 Säg zur Wiisheit: "Du bisch mini Schwöster" das Verständnis nenne "mini Verwandte",

 5 um di vor der verdorbene Frou z schütze, vor der unmoralische Frou u ihrne glatte Wort.

 6 Am Fänschter vo mim Huus hani dürs Gitter abegseh,

 7 u woni di naive Lüt beobachtet ha, hani unger de Jugendleche e junge Maa entdeckt, wos a Vernunft het gfäut.

 8 Er isch i dr Nööchi vo ihre Egge d Stross entlang gange u het uf ihres Huus zuegmarschiert,

 9 ir Dämmerig, am Abe, als Nacht u Dunkelheit abbrache.

10 De hani gseh win ihm e Frou entgägecho isch, gchleidet wi ne Prostituierti, e Frou mit listigem Härz.

11 Sie isch luut u fräch. Nie blibt se deheime.

12 mal isch si dusse, mal uf de öffentliche Plätz. A jedere Egge lauereds.

13 Si packt ihn und git ihm es Müntschi. Mit drüzter Mine seit si zu ihm:

14 "Ich ha Gmeinschaftsopfer darzbringe gha. Hüt hani mini Gelübde erfüllt.

15 Deswäge bi ig usegange für di z träffe, zum di sueche, u i ha di gfunge!

16 Ig ha edele Decke uf mim Bett usbreitet, bunts Line us Ägypte.

17 Mit Myrhe, Ạloe u Zimt hani mis Bett besprengt.

18 Chum, mir beruusched üs a Liebi bis zum Morge. Mir wänd eus liideschaftlich liebe,

19i de mi Maa isch nid dehei. Är isch wyt wäg uf Reise.

20 Er het e Gäudbütle mitgno und wird nid vorem Vollmonds Tag zrugkehre.

21 Mit grosser Überredigskunscht verleitet si ne, si verfüert ne mit glatte Wort.

22 Plötzlech geit er ihre hingerhär wi ne Stier zum Schlachte, wiene Dummchopf wo zur Straf i Stock söll gleit werde,

23 bis es Pfili sini Läber dürebohrt. Wie ne Vogu wo gradwägs id Fau geit weis är nid dases ne z Läbe wird choste.

24 Mini Söhn, hört jetzt uf mich. Achtet uf die Wort woni rede.

25 Lönd eues Herz nid abbüüge uf ihre Wäg. Verirret euch nid uf ihre Pfadilag.

26 Denn si het vieli de Tod brocht, si het ä baar umbrocht.

27 Ihres Huus füehrt zum Grab, es füehrt abe zu de Innechammere vom Tod.

Rico Loosli 6934 Bioggio
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Sprüch Kapitel 8

 

Sprüch Kapitel 8

8:1 Rüeft da nid d Weisheit? Erhebt nid ds Ungerscheidigsvermöge sini Stimm?

 2 Uf de Aahöhe entlang vo de Stross stellt si sech a de Chrüüzige uf.

 3 Näbe de Tore, wo id Stadt füehre, a de Iigäng, lütet si ständig lut:

 4 "An euch, ihr Lüt, ergeit mi Ruef. Mini Stimm richtet sech a jede.

 5 Ihr Unerfahre, lernt Klugheit. Ihr Dumme, entwicklet es verständigs Härz.

 6 Hört zue, denn i ha Wichtigs z'säge was mini Lippe redet isch richtig.

 7 Denn mi Muul redt sanft d Wohrheit u mini Lippe verabschiede ds Böse.

 8 Aui Wort vo mim Muul sy gerecht. Nüt drvo isch vertreit oder verchehrt.

 9 Für dä mit Ungerscheidigsvermöge si si klar u dütlech, u für die wo d Erkenntnis hei gfunge si richtig.

10 Nähmet lieber mini Erziehig a als Silber und lieber Erkenntnis als feinstes Gold.

11 Denn Wiisheit isch besser als Koralle. Nüt was me sech wünscht loht sech mit ihre vergliiche.

12 Ig, d Wiisheit, wohne mit dr Klugheit zäme. Ig ha Erkenntnis und Dänkfähigkeit gfunge.

13 Ehrfurcht vor Jehova bedütet s'Böse z'hasse. I hasse Sälbsterhöhig, Stolz, dr schlechti Wäg u verlogeni Wort.

14 Ig ha gueti Ratschläg und praktischi Wiisheit. Mir ghöre Verstand u Macht.

15 Dür mi regiere Könige u höchi Beamte erlah grächti Verordnige.

16 Durch mi regiere Fürst u Edle urteile grächt.

17 Ig liebe die wo mi liebe u die nach mir sueche finge mi.

18 Riichtum u Herrlechkeit sy bi mir, blybende Wohlstand u Grächtigkeit.

19 Mi ertrag isch besser aus Goud, ja aus gläuterts Goud, u mini Erzügnis si besser aus feinstes Silber.

20 Ig ga dr Wäg vo dr Gerächtigkeit, ga zmitzt ufe Pfadä vom Rächt.

21 Die mi liebe, chöme vo mir es richs Erbe über, u ig fülle ihri Vorratshüüser bis obe ane.

22 Jehova het mi aus dr Aafang vo sim Wäg füre bracht, wo ds früechschte vo syre Wärch vor langer Zyt.

23 Sit alter Zyt bini iigsetzt gsi, vo Aafang aa, vor de Urzyte vor Erde.

24 Wo's keni Wasserdüfe gäh het bini hervorbracht worde wo no ke Quelle füre gsprudlet hei.

25 Ehe d Berge a ihre Platz gstellt worde, ja vor de Hügel bini füre bracht worde,

26 woner d Ärde u ihri Fäder no nid gmacht het, o nid di erschte Ärdklumpe.

27 Wo er der Himmel bildet het bini da gsi. Wo er über der Wasseroberflächi der Horizont absteckt het,

28 woner höch obe d Wulche platziert het, won är d Quelle vo de Tüüf gründet het,

29 won är für ds Meer d Verordnig festgleit het, dass ds Wasser innerhalb vo de agordnete Gränze blibt, won är d Fundament vo dr Erde verankeret het,

30 da bini aus Wärchmeischter a sire Siite gsi. I bi s gsi woner Tag het bsunders lieb gha. Vor ihm gfreut i mi die ganz Zyt.

31 Ig ha mi über sini bewohnbari Ärde gfreut u bsungers d Mönsche hani lieb gha.

32 Mini Söhn, hört jetzt uf mich. Ja, glücklech si die wo uf mi Wäg blibe.

33 Höret uf Erziehig u wird weis, lönd si niemols usser Acht.

34 Glücklech isch de Mönsch wo uf mi ghört indem er Tag früeh a mini Türe chunnt idem er a mi Türpfoschte wartet.

35 Wüu wer mi fingt, wird Läbe finde u überchunnt Anerkennig vo Jehova.

36 Doch wer mi ignoriert schadet sech säuber, u wo mi hasset, liebe der Tod."