Prediger 2 vo 12
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 2 vo 12
2:1 De han i mir dänkt: "Chum ich probier das us was Spass macht. Mal sehen was dabei Gutes rauskommt." Aber lueg da! Ou das isch Sinnlosigkeit gsy.
2 Über ds Lache han i gseit: "Was füre Irrrsinn!", und über de Spass: "Was bringt das scho?"
3 Ig fordere gründlech nache was derbii usechunnt weni mi mit wii verwöhne, wobii ig mini Wiisheit die ganzi Zit über behoupte. Sogar d Unvernunft empfing i mit offene Arme, zum usefinde, was der Mensch am Beste mit de wenige Täg vo sim Läbe ungerem Himmel chönnt afo.
4 Ich han grossi Projekt in Agriff gno. Ich han mir Hüüser baut, pflanzti Wigärte für mich.
5 I ha mir Gärte u Parks aagleit und bi drinne Obstböim auer Art pflanzt.
6 I ha mir Wasserteiche aagleit, um drmit e Walda mit prächtig wachsende Bäum z bewässere.
7 Ig erwarbe Diener u Dienerinne u es si mir Diener i mim Huus gebore worde. Ou erwarben i e Mängi Vieh – Rinder, Schaf u Ziege, me als alli mini Vorgänger in Jerusalem.
8 Ig hüfti o Silber u Goud a, d Schätz vo Könige u Provinze. I umgää mi mit Sänger u Sängerinne u däm, wo de Mönschesöhn grossi Fröid macht – e Frou, ja vil Froue.
9 So isch i gressa un ibatroffe alli vor ma in Jerusalem. Un mi Wisheit bliebt ma.
10 nix, was i mir wünschti, han i mir vor enthalte. Nüt was Spass macht, i ha mi Härz vrwehrt, denn all mini härti Arbet het mi Herz mit Fröid erfüllt, u das isch d Blohnig gsi für all mini härti Arbet.
11 Doch woni über all die Wärch nachedänkt ha, wo mini eigete Händ vollbracht hei, u über all die herti Arbet, won i mit vil Müeh gha ha, han i gseh, dass alles sinnlos gsi isch – so, als het me wölle de Wind afange. Under dr Sunne het's nüt vo ächtem Wert gäh.
12 De hani mini Ufmerksamkeit uf Wiisheit u Wahnsinn u Dummheit grichtet. (Denn was cha scho dä mache wo nachem Chönig chunt? Nume das wome scho gmacht het.)
13 U ig ha gseh, dass d Wisheit gägäüber dr Dummheit ä Vorteil het, so wi z Liecht gägänüber dr Dunkuheit ä Vorteil het.
14 Der Wiis het Ouge im Chopf, aber der Dummi geit im Dunkle umenand. O hani erkennt, dass alli ii u s gliiche Endi nehme.
15 Da hani bi mir dänkt: "Was em Dummkopf passiert, wird o mir passiere." Was het's mir also bracht so überus wiis z'wärde? Drum han i mir gseit: "Au das isch sinnlosigkeit."
16 Denn es git weder e bliebendi Erinnerig a de Wiise no a de Dummchopf. I dene Täg wo no chöme, wird jede vergässe si. Und wie wird dr Wiis stärbe? Zäme mit dumme.
17 Ig ha auso agfange, ds Läbe z hasse, wüu mir aues wo unger dr Sunne ta wird, deprimierend erschine – aues isch sinnlos gsi, so aus het me wöue der Wind afange.
18 Ig ha agfange aues z hasse wo ig unger dr Sunne so hert gschaffet ha. Ig mueses ja schliesslech für dä Mönsche zrügglo wo nach mir chunnt.
19 U wär weiss, öb dä wiis oder unvernünftig wird si? Dennoch wird er über alles Kontrolle ibanäh, was i unda d Sunne mit grosser Müeh un Wisheit vuworbe ha. Au das isch Sinnlosigkeit.
20 Ig ha drum agfange i mim Härz z verzwiifle wäge auem harte Arbet, woni mi unger dr Sunne ha abgmüetet gha.
21 Wöu we e Mönsch o no so hert schaffet mit Wiisheit, Erkenntnis u Gschick, mues er doch aues öpperem überlah wo nid derfür gschaffet het. Ou das isch Sinnlosigkeit und üsserscht tragisch.
22 Was het e Mönsch eigentlech vo au sire härte Arbeit u em Ehrgiz wo ne drzue tribt hert z schaffe unger dr Sunne?
23 Denn alli sy Täg bringt ihm syni Beschäftigung Schmerz u Fruschtration i, u sälber Nacht chunt sy Härz nid zur Rueh. Ou das isch Sinnlosigkeit.
24 Fürne mönsch gits nüt bessers aus z ässe u z trinke u a sire harte arbeit fröid z finge. Au das, so han i erkennt, chunt us de Hand vum wahre Gott,
25 aus wär isst u wär trinkt besser aus ig?
26 Dem Mensch, der ihm gfallt, schenkt er Wisheit, Erkenntnis und Fröid, aber de Sünde beschäftigt er damit, izsammle und azhüüfe, nur damit er's de däm git, wo däm wahre Gott gfallt. O das isch Sinnlosigkeit – so, als het me dr Wind wöue afange.