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Jesaia 65 vo 66

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jesaia 65 vo 66

65:1 "I ha mi la sueche vo dene wo nid nach mir frage.

I ha mi la finde vo dene wo nid nach mir gsuecht hei.

I ha gseit: 'Hie bi ig, hie bini!', zum ne Vouch, wo mi Name nid aaglüte het.

 2 I ha mini Händ dr ganz Tag lang zum ne sture Vouch usgstreckt,

zu dene wo e wäg göh wo nid guet isch,

wo ihre eigene Gedanke folge,

 3 em ne Vouch, wo mi ständig unverfrore kränkt,

das i Gärtä opferet u uf Ziegelstei Opfer ds Rauch laht la ufga.

 4 Si sitze im Gräber

un vubringe d Nacht a verborgenene Orte,

ässe Schweinfleisch

un hän de Brechi vu Vudorbenem in ihre Gfäss.

 5 Sie säget: 'Blib wod bisch. Chum nid i mini nöchi,

denn I bi heiliger aus du.'

Si sy Rouch i mire Nase, es Füür wo der ganz Tag brönnt.

 6 Gset! Isch vor mir ufgschribe worde.

I wirde nid still blibe,

sondern es ne zrüggzahle,

es ne vou und ganz zrüggzahle

 7 wege ihrere eigete Vergehe und au dere ihrer Vorfahre", seit jehova.

"Wüu si uf de Bärge Opfer i Rouch hei la ufga

u si mer ufe Hügel Schand gmacht hei,

werdi ne aus erschts ihre voll Lohn gäh."

 8 Das seit jehova:

"So, wi weme saft für nöiie wii inere truube findet

u öpper seit: 'Vernichte se nid, denn da isch öppis guets drin',

so wirdi mi Diener zliebe handle.

I wirde se nid aui vernichte.

 9 Ich wird us Jakob e Nochkommaft fürebringe

un üs Juda d Erbe vu minere Berg.

Mini Userwählte wärde ds Bärgland i Bsitz näh

u mini Diener wärde dert wohne.

10 Schạron wird zu Weidland für Schaf werde

u das Ạchortal e ruehort für rinder,

für mis volk, wo mi suecht.

11 Ihr aber ghöret zu dene wo jehova verlönd,

di my heilige Bärg vergässe,

die füre gott vom glück e tisch decke

u die für dä Gott vom Schicksals Bächer mit Mischwein fülle.

12 Drum wird i Nech fürs Schwert bestimme,

un ihr alli wäre zue d Schtickig nähmä,

wel i gref ha, ihr aba nit antwortet,

wel i schwätzt ha, ihr aba nit ghärt hän.

Dir heit ständig gmacht, was i mine Ouge schlächt isch gsy,

u euch für das entschiede, was mir missgfalle."

13 Drum seit der Souverän Herr Jehova:

"Seht! Mini Diener werded ässe, ihr aber werdet Hunger liide.

Gseht! Mini Diener werded trinke, ihr aber werdet Durscht liide.

Gseht! Mini Diener wärde sich fröie, ihr aba wäre Schand erdulde.

14 Gseht! Mini Diener werded juble wüu ihres Herz i gueter Verfassig isch,

dir aber werdet schreie vor herzeschmerz

un ihr wäre jammere wägä äirem brochenä Geischt.

15 Dir wärdet e Name hinterloh, wo mini Userwählte de aus Fluech benutze,

un dr Souverän Herr Jehova wird jede vu äich zue Dod bringe,

aba sini eigene Diener wird er mit nem andere Name rüefe,

16 sodass, wär sech uf dr Ärde ä Sege wünscht,

vum Gott dr Wohret gsegnet wird,

un wer uf d Erde ä Schwur leischtet,

bim Gott vo de Wohrheit schwöre wird.

Denn alles früecheri Leid wird vergesse si.

Es wird vor mine Ouge verborge sii.

17 De gseht, i schaffe e nöie Himmel u e nöii Erde.

Und a das wo früecher isch gsy, wird me sech nümme erinnere,

no wirds im härze uecho.

18 Drum juble u freut nech für immer über das woni schaffe.

Denn gseht, i schaffe Jerusalem als Ursach zur Fröid

u sy Bewohner aus Ursach zum Juble.

19 U i wirde mi über Jerusalem freue u über mis Volk juble.

Me wird drin nie wider Gränne oder e verzwiifelte Ufschrei ghöre."

20 "Det wird's ke Säugling me gäh, wo nume wenigi Täg lebt,

u o ke alte Maa wo nid ds volle Alter erreicht.

Denn wär mit 100 Johr stirbt, wird aus blöde Bueb agseh,

u dr Sünder wird verfluecht wärde ou wenn är 100 Jahr alt isch.

21 Si wärde Hüser boue und si bewohne

un sie wäre Wigärtä aalegä un ihre Ertrag ässä.

22 Si wärde nid boue damits e angere bewohnt,

und ou nid pflanze demits e angere isst.

Denn mi Volk wird so lang läbe we ne Baum,

un mini Üserwählte wäre des, was ihri Händ leischte, in vollem Ziige gnüsse.

23 Si werde sech nid um süsch abmühe

no chind zur welt bringe wo de unglück trifft,

denn sie si de vo jehova gsägneti nachwuchs

zäme mit ihre nachkomme.

24 Scho bevors rüefed, wirdi antworte.

Während si no rede wirdis ghöre.

25 Wolf u Lamm wärde zäme wyde,

der löwe wird stroh frässe wi der stier

u d Schlange wird sech vo Stoub ernähre.

Uf mim ganze heilige Bärg werde si weder Schade no Unglück arichte", seit der Jehova.