Ds hoche lied 2 vo 8
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Ds hoche lied 2 vo 8
2:1 Nume e Safran vo dr Küschteenebeni bi ig, e Lilie vo de Täler."
2 "Wie ne Lilie unger Dornen, so isch mini Geliebti unger de Töchtere."
3 "Wie ne Öpfelbaum unger de Böim vom Wald, wo isch min Liebste unger de Söhn. Lydeschaftlech gsehn i mi när, i sym Schatte z hocke, sy Frucht schmöckt mym Gaume süess.
4 Er het mi i Feschtsaal bracht u sini Liebi isch über mir gsi wi ne Banner.
5 Belebt mi mit Rosinechueche, stärkt mi mit Öpfle, denn i bi chrank vor Liebi.
6 Sini linggi Hand liit unger mim Chopf u mit sire rechte Hand umarmt er mi.
7 Ich schtelle äich unda Eid, Töchter Jerusalem, bi d Gazelle un d Rähe vum Feld: Versuecht nit, de Liebi in ma z wecke odr z errege, solang sie nit derzue parat isch.
8 Da! Mi Liebschtä, i ghöre ne! Sieh nume! Dert chunt er, chlätteret d Bärge ufe, springt über d Hügel.
9 Mi Liebschtli grad ere Gazelle, emene junge Hirsch. Dert isch er, schtaht hinder üsere Muur, blickt dur d Fänschter, späht dür d Gitter.
10 Mi Liebste redt, är seit zu mir: 'Stah uf, mini Liebti, chum mit mir, mini Schöni.
11 Gseh nume, dr Winter isch vorüber, vergange und verbi si d Rägegüss.
12 Uf de Fälder zeige sech d Blüete, es isch Zyt, d Zwöi z beschniide, u ds Lied vo de Turteltoube isch i üsem Land z ghöre.
13 Am Feigebaum riffe d'Früehfige, d'Wystöck blüeh und verschtröme ihre Duft. Schteit uf, mini Geliebti, u chum. Chum mit mir, mini Schöni.
14 Mini Tuube i de Winkel vom Felse, i de Schlupfwinkel vo de Klippe, la mi gsee u dini Stimm lose, denn dini Stimm isch agnähm u dis Usgseh bezaubernd.‘“
15 "Fangt d Füchs für üs, die chline Füchs wo di Wigärte verwüsche, wüu üsi Wigärte stöh i voller Blüete."
16 "Mein Liebste ghört mir und ich ghöre ihm. Zmittzt unter de Lilien hütt er d Schöfli.
17 Bevor d'Brise vom Tag weht u d'Schatte flüge, chum schnäu zrügg, mi Liebschte wi d'Gazelle oder dr jung Hirsch uf de Bärge vor Trennig.