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Hiob 28 vo 42
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Hiob 28 vo 42
28:1 Es git en Ort wo me Silber abbaut,
und e Ort für Gold wo gläuteret wird.
2 Iise wird usem Bode gwunne
u Chupfer us Gstei usgschmolze.
3 Der Mensch besiegt d Finsternis.
Im Dunkle u Finschter stöst er bis a d Gränze vor
uf de suechi nach Erz.
4 Är gräbt e Schacht, wiit wäg vo dert wo Mönsche wohne,
a vergessene Orte, wiit wäg vo dert, wo si umeschiebe.
Männer lönd sech ab u schwabe ir Luft.
5 Uf dr Ärde wachst Nahrig,
aber drunter wird alles umgwüehlt wie durch Füür.
6 Det im Gstei findet me de Saphir
u dr Stoub enthaltet Gold.
7 Ke Raubvogu kennt dr Pfad dört häre.
Ds Oug vom Schwarze Milan het ne nid erspäit.
8 Kes majestätischs Tier het ne beträte.
Dä jung Löi isch dert nid umegschliche.
9 Der Mensch bricht mit sire Hand herts Gestei uf.
D Berge wählt er vo Grund uf um.
10 Er haut Wasserkanäl i dä Fels.
Sini Ouge entdecke aues Chostbar.
11 Är schtouet Flüss a ihrne Quelle uf
u bringt Verborgenes as Liecht.
12 Aber Wiisheit – wo isch si ds finde?
Wo isch d Quelle vom Verständnis?
13 Ke Mensch erkennt ihre Wert
u im Land vo de Läbige isch se nid z finde.
14 Ds tüüfe Wasser seit: 'Sie isch nid i mir!'
Ds Meer seit: 'Bi mir isch si nid!'
15 Mit reinem Gold chame se nid choufe
no chame Silber als Gägewert defür abwäge.
16 Me cha se nid mit Gold us Ọphiri choufe
no mitem säutene Ọnyxstei u em Saphir.
17 Gold u Glas chame nid mit ihre vergliiche,
no chame se gege es Gfässli us feinstem Gold iitusche,
18 ganz z schweige vo Koralle und Bergkristall.
Wüu e Büütel mit Wiisheit isch meh wärt aus e vou Perle.
19 Mit em Topạs vo Chusch laht si sech nid vergliiche.
Nid mau mit reinem Goud chame se erwerbe.
20 Doch woher chunt d Wiisheit eigentlech?
Wo isch d Quelle vom Verständnis?
21 Si isch vor de Ouge aues Läbe versteckt
un vor d Wuche vum Himmel vborge.
22 Vernichtig u Tod säge:
'Eusi Ohre hei nume e Bricht über sie vernoh.'
23 Gott verstahts, de Wäg zu ihre z finde.
Er allei weiss wo sie wohnt,
24i er luegt zu de Ändi vor Erde
u gseht aues ungerem Himmu.
25 Wo är d Stärchi vom Wind feschtgleit het
un des Wassa üsmotzt,
26 aus er ne Vorschrift füre Räge erliesst
un ä Wäg fir di donner Gwitterwulche vorgäh,
27 da het är Wiisheit gseh u het si erchlärt.
Är het gründet u het si erprobt.
28 U är het zum Mönsche gseit:
'D Ehrfurcht vor Jehova – das isch Wiisheit,
u sech vom Schlechte abwände – das isch Verstand.'"