1.Samuel 20 vo 31
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 371
1.Samuel 20 vo 31
20;1 David floh us Nạjoth in Rạma, isch denn jedoch zu Jọnathan gangä u het ne gfragt: "Was ha i de doh? Was hani verbroche? Wie hani mi a dim Vater versündet, dass er's uf mis Läbe abgseh het?"
2 "Das isch unvorstellbar! Du wirsch nid sterbe!", het Jọnathan erwideret. "Min Vater wird nüt unternäh, ohni es mir z verrate – egal obs e grossi oder chlini Sach isch. Warum sött är mir das verschwige? Das wird nid gscheh."
3 Doch David schwor de no: "Din Vater weiss genau wie guet du vo mir dänksch, und würd säge: 'Jọnathan darf das nid wüsse, es würd ihn zu sehr mitnäh.' Aber so wahr Jehova läbt und so wahr du lebsch: I bi nume e Schritt vom Tod entfernt!"
4 Druf het Jọnathan zum David gseit: "Was immer du willst: Ich tue es für dich."
5 David bat Jọnathan: "Morgen ist Neumonde und der König erwartet mich bestimmt a seiner Tafle. Lah mi ga und i versteck mi bis übermorn Abe im Freiä.
6 Faus di Vater mi sött vermisse, de säg ihm: 'David het mi um Erlaubnis bätte, schnell i sini Stadt Bẹthlehem dörfe z gah, wüu dert ds jährleche Opfer für die ganz Familie stattfindet.‘
7 Wenn sy Antwort lutet: 'Das isch in Ordnig', de bedütet das Friede für mi, dine Diener. Aber we är hässig wird, chasch sicher si, dass är entschlosse isch, mir z'schade.
8 Zeig mr, dim Diener, loyali Liebi denn du hesch vor Jehova en Bund mit mir gschlosse. We ig schuldig bi, de töte du mi - werum mi di Vater usliefere?"
9 "Was du da seisch isch undenkbar!", het Jọnathan erwideret. "Wenn ich erfahre dass min Vater entschlosse isch, dir z'schade, wird ich dich uf jede Fall loh wüsse".
10 David het Jọnathan gfragt: "Wer wird mir Bescheid geh, falls dir di Vater e schrofi Antwort git?"
11 "Chum, mir gö is Freie!", het Jọnathan David vor gha, u so si beidi usgange.
12 Dänn het Jọnathan zu David gseit: "Jehova, de Gott Israels, isch Züüg: Morn um die Zit oder übermorn wird i mi Vater ushorche. Wener dir David fründlech gsinnt isch wirdi öpper schicke wo dir bscheid git.
13 Wenn er dir aber schade will und ich dir nid bscheid geh und du dich nid in Sicherheit bringe chasch, denn söll Jehova es mir Jọnathan, dopplet zrugg zahle. Jehova stah dr zur Site, so wien ers bi mim Vater gmacht het.
14 U du, zeig mir, solang i läbe u selbst weni stärbe, di glich loyali Liebi wie Jehova si het.
15 Entzieh mire Huusgmeinschaft niemols dini loyale Liebi, selbst wenn Jehova alli dini Fäind vo de Erdoberflächi loht lo verschwinde."
16 So het Jọnathan en Bund gschlosse mit em Huus David und gseit: "Jehova wird druff bestah, dass de David Feinde zur Verantwortig zoge werde."
17 Jọnathan het dr David no einisch bi sinere Liebi zu ihm lah schwöre denn er het ne gliebt wie sich sälber.
18 Denne het dr Jọnathan zu ihm gseit: "Morge isch Neumond, u me wird di vermisse, wüu di Platz leer wird si.
19 U übermorn wird me di ersch rächt vermisse. Gang zu dere steu wo di am angere tag versteckt hesch u blib bi däm stei hie.
20 I wirde drü pfiile a die eint site dervo schüsse aus obi dert es ziel ha welle träffe.
21 Weni dr Diener losschicke, wirdi säge: 'Göh, hol di Pfiil!' Sägi de zu ihm: 'Da! D Pfiil sy uf dere Site vo Dir, hol si!', chasch zrügg cho denn so wahr Jehova läbt: Das bedütet Friede für di, u du bisch nid in Gfahr.
22 Aber wen i zu däm Junge säge: 'Da! D Pfiil sy wyter wäg!', de flieh denn Jehova wett das d' wäg gisch.
23 U was mir üs hei versproche, du u ig, dervo söu Jehova für immer züg si."
24 Auso het sech dr David im Freie versteckt. Am Neumondstig het dr König sin Platz a dr Tafle ygnoh.
25 Dr König isch gsässe wie gwöhnlich ar Wand, dr Jọnathan ihm gegenüber und Ạbner näbem Saul. Aber David Platz isch leer blibe.
26 Saul het a däm Tag nüt derzue gseit, denn er het gmeint: "Irgendöppis isch passiert und er isch nid ie. Ja, är isch bestimmt unrein."
27 Doch aus am zwöite Tag, däm Tag nach em Neumond, David Platz immer no leer isch gsy, het der Saul sy Sohn Jọnathan gfragt: "Warum ist der Sohn Ịsaïs geschter u hüt nid zum Ässe erschine?"
28 Jọnathan het Saul gantwortet: "David het nach Bẹthlehem welle und het mi um Erlaubnis bätte.
29 Är het gseit: 'Bitte, la mi gah, wüu üsi Familie het ir Stadt es Opferfiir, u mi Brüeder verlangt, dasi chume. Weni auso i dire gunst stah, de lah mi bitte unuffällig ga, damit i mini Brüedere cha bsueche.' Deswege isch er nid ar Tafle vom Chönigs erschiene."
30 Da isch dr Saul hässig worde uf Jọnathan u het zue ihm gseit: "Du Sohn vomene rebellische Wieb! Dänksch i weis nid dass di für dä Sohn Ịsaïs entscheidisch – zu dire Schand u zur Schand vo dire Mueter?
31 Solang dä Sohn Ịsaïs uf der Ärde läbt wirsch u dini Chönigsherrschaft ke fescht Bestand ha. Sorg jetzt defür das er herbrocht wird. Er mues stärbe!"
32 Jọnathan het sim Vater Saul entgägnet: "Warum soll er stärben? Was het er denn ta?"
33 Da het der Saul der Speer nach ihm gschluderet um ne z treffe, u so het der Jọnathan gwüsst, dass sy Vater entschlosse isch gsy, der David umzbringe.
34 Glüehend vor Zorn het der Jọnathan vom Tisch gredt. Är het am zwöite Nöiemondstag ke Biss abe brocht, denn är isch bekümmeret gsi wäge David und wüu ihm si eigete Vater het ne zemüetetet gha.
35 Am nächste Morge isch der Jọnathan mit emene junge Diener use id Freie, woner sich mit David verabredet het.
36 Jọnathan het sy Diener ufforderet: "Bitte lauf und suech die Pfiil, wo i abschüsse!" Der Diener isch losgloffe und Jọnathan het der Pfili wiit über ihn hinweg gschosse.
37 Wo der Diener a d Stell isch cho, woner der Pfiili anegschosse het, het Jọnathan ihm zuegruefe: "Ist der Pfiil nicht weiter weg?"
38 De het Jọnathan no gruefe: "Schnell! Bil di! Halt dich nid uf!", wo sy Diener d Pfiili ysammlet het und zu sym Herr zrugg isch.
39 Der Diener isch völlig ahnigslos gsi, nume Jọnathan u David hei gwüsst worum es isch.
40 Jọnathan het sym Diener nun sy Waffe gäh u tuet em befaare: "Gö u bring die Sache i d Stadt!"
41 Wo dr Diener isch gange, het sich dr David vonere Stell ganz ir nöchi Richtig Süde erhobe. Denn het är sich an Bode gworfe und het sich drü mal verbüügt, woruf sich die beide küsst und umenand hüle, doch David het am meischte glängt.
42 Jọnathan het zu David gseit: "Göh in Frieden, denn mir beidi hei ja im Name Jehovas gschwore: 'Jehova söu für immer zwüsche dir und mir zwüsche di Nachkomme und min Nachkomme Züg sy.
Da het sech de David uf e Wäg gmacht u Jọnathan isch zrügg id Stadt gange.