1.Moses 31 vo 50
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 384
1.Moses 31 vo 50
31:1 Nach einige Zyt het er ghört, wi Lạbans Söhn hei gseit: "Jakob het aues gno, wo üsem Vater ghört het. Durum het er so viu Riichtum ufghouft."
2 Jakob het Lạban am gsicht ahgseh, dass sich sini istellig ihm gegenüber gänderet het.
3 Schliesslech het Jehova zu Jakob gseit: "Gang i ds Land vo dinere Vätere und zu dine Verwandte zrugg und i wird dir witer biistah."
4 Jakob het denn Rahel und Lẹa la usrichte, dass si zu sinere Herde ufs Feld sötte cho.
5 Är het zu ihne gseit: "I ha gmerkt, dass sech d Iistellig vo eure Vater mir gegenüber gänderet het, aber dr Gott vo mim Vater het mir biigstande.
6 Dir wüsset bestimmt selbst, dass i euem Vater mit ganzer Chraft dient han.
7 Doch üche Vater het mi wöue betrüge. Er het min Lohn zähmal gänderet aber Gott het nid zueglah daser mir schadet.
8 We öich Vater gseit het: 'Du bechunsch d Gsprächlete als Lohn', de het di ganz Herde nume gschpränkleti Bueb becho. Wenn er jedoch gseit het: 'Du bechunsch d Gestrifte als Lohn', denn sind luuter gstriifti Tier gebore worde.
9 So het Gott euem Vater ständig Vieh weggno und es mir geh.
10 Wo mini Herde einisch brünschtig isch worde, han i im Traum gse, das sech gstriifte, gspränkleti u gfläckti Ziegeböck mit der Herde parte.
11 Dänn het der Engel vom wahre Gott gseit i dem Traum zu mir: 'Jakob!', und i ha gantwortet: 'Hier bin i.'
12 Är het wyter gseit: 'Lueg bitte uf, de gsehsch dass aui Geissböck wo sech mit der Herde pärsä, gstriift, gspränklet u gfläckt sy. I ha nämlech aues gseh wo Laban dir atuet.
13 I bi dr wahre Gott vo Bẹthel, wo du e Gedenkstei gsalbt hesch und mir es Gelübde abgleit hesch. Mach di iz uf, zieh us däm Land wäg, u gang i das Land zrügg, wo du gebore bisch.'"
14 Druf antwortete Rahel und Lea: "Hei mir im Huus vo üsem Vater no e Erbateil z'erwarte?
15 Für ihn simmer doch wie Usländerinne. Är het üs verchouft u ds Gäud wo für üs zahlt worde isch verbrucht.
16 Di ganz Riichtum wo Gott üsem Vater wäggno het ghört üs und üsne Chind. Tuen also alles was Gott zu dir gseit het."
17 Da het sech Jakob uufgmacht u sini Ching u sini Froue uf d Kamel ghobet.
18 Är het sich mit syre ganze Herde u allem Bsitz gmacht, won är het erworbe – mit all sym Veh, won är in Pạdan-Ạram agsammlet het, ufe Wäg, um zu sym Vater Isaak i ds Land Kanaan z go.
19 Lạban itz isch wäggange zum sini Schöfli z schreie u Rahel het d Tẹraphim-Statue gstauut wo ihrem Vater hei ghört.
20 Jakob het de Aramạ̈er Lạban indem er sich devo gmacht het ohni ihm bscheid z sege.
21 Er zoge u het mit allem überqueret, was er gha het, de Euphrat. De isches wyter i Richtig Bärgland vo Gịlead gange.
22 Am dritte Tag het me Lạban informiert, dass sich Jakob devo gmachd het.
23 Da het er sy Brüedere mitgno u het ne verfolgt, bis er ne nach sibe Tagereise im Bärgland vo Gịlead het iigholt.
24 Gott erschine denn dem Aramạ̈er Lạban nachts imene Traum und häten gwartet: "Pass auf was zu Jakob sagst – ob gutes oder schlechtes."
25 Lạban het Jakob ii gholt, wo dä siis Zelt i de Bärge het ufgschlage. Lạban het mit sine Brüedere im Bärgland vo Gịlead glageret.
26 Denn het Lạban zu Jakob gseit: "Was hesch gmacht? Werum hesch mi überlistet u mini Töchter wi mitm Schwert Gfangene wäggschleppt?
27 Du hesch di heimlich devogmacht, du hesch mi überlistet u mir nüt gseit. Warum? Hetsch mer bscheid geh, hätti di mit Fröid und mit Lieder chönne, mit Tamburin und Harfe chönne verabschiede.
28 So hani nid mau mini Änkle u mini Töchter chönne küsse. Das isch dumm gsi vo dir.
29 Es steit i mire Macht, Öich Schade zuezfüge, doch gester Nacht het mi der Gott eure Vater gwarnt: 'Pass auf was du zu Jakob seisch – ob guets oder schlächts.'
30 Nun, du bisch fortgange wüu di nach dim Huus vo dim Vater gseh hesch. Aber warum hesch mini Götter gstohle?"
31 "Ich ha Angst gha", het Jakob zu Lạban gseit. "I ha denkt du würsch mir dini Töchter mit Gwalt wegneh.
32 Dä wo du di Götter fingsch, söu stärbe. Dürsueche vor üsne Brüedere aues woni ha u nimm was Dir ghört." Jakob het aber nid gwüsst, dass Rahel d Götter gstohle het.
33 Lạban isch auso i ds Zäut vom Jakob, i ds Zäut vo Lẹa u i das de beide Sklavinne, aber het se nid gfunge. Vo Leas Zelt isch är de in Rahels Zelt gange.
34 Rahel het d Tẹraphim-Statue inzwüsche in d Frouesattelkorb vom Kamels gleitet und isch druf ghocket. So durchsuecht Lạban das ganze Zelt ohni was zfinde.
35 Rahel het denn zu ihrem Vater gseit: "Sig nid bös, mi Herr, weni nid vor dir cha ufstah, denn i ha das was bi Froue üblich isch." Da het er sorgfältig witer gsuecht, doch er het d Tẹraphim-Statue nid gfunde.
36 Jakob isch hässig worde und het agfange, ạban z kritisiere. Är het zu ihm gseit: "Was han i verbroche? Wege welem Sünd bisch du so hinger mir her?
37 Du hesch itz aui mini Sache düresuecht. Was hesch gfunge wo zu dim Huus ghört? Leg s hie vor mini u dini Brüeder häre u la se zwüsche üs beide la entscheide.
38 I de 20 Jahr woni bi dir gsi, hei dini Schaf u dini Geiss ke Fehlgeburte gha u i ha nie e Schafbock vo dire Herde gässe.
39 Wenn eis vo dine Tier vo Raubtier grisse worde isch, hanis nid zu dir bracht, sondern dr Verluscht sälber treit. Öb es Tier Tagsüber oder Nachts gstohle worde isch, hani dr immer müesse ersetze.
40 am Tag bini unger dr Hitz glitte, ir Nacht unger dr Chälti, u oft hani kes Oug zue ta.
41 Insgesamt bini 20 Johr i dim Huus gsi: 14 Johr han ich Dir für dini beide Töchter dient und 6 Jahr für dini Herde. Drbi hesch min Lohn zähmal gänderet.
42 We dr Gott vu minem Vater, der Gott Abrahams un dr Gott, vor däm Isaak Ehrfurcht het, nit uf minere Siite gsi wär, hetsch mi jetzt mit leere Händ furtgschickt. Gott het mini schwirigi Lag gseh u wi hert dasi mit mine Händ gschaffet ha. Deswege het er dich gester Nacht zrächtgwiese."
43 Lạban het Jakob zur Antwort geh: "Das si mini Töchter, das si mini Ching u das isch mini Herde. Alles wod gsehsch ghört mer u mine Töchtere. Wi chönnt ig ihne und ihrne Ching hütt öppis atue?
44 Chum jetzt, du und ich, mir schlüssed e Bunda, u er söll als Züg zwüsche üs diene."
45 Jakob het e Stei gno u het ne aus Gedänkstei ufgsteut.
46 Dänn het de Jakob zu sine Brüedere gseit: "Sammlet Stei!" Da hei si Stei gholt und si uf e Huufe gleit. När hei si dert uf em Schteihuufe gässe.
47 Lạban het ihn Jẹgar-Sahadụtha, Jakob drgäge het ne Gạled nennt.
48 Lạban het denn gseit: "Dä Schteihuufe isch hüt es Züg zwüsche mir und dir." Drum het er dä Name Gạled übercho
49 u Wachtturm, denn er het gseit "Jehova söu zwüsche mir u dir Wach hebe, wemer üs nümm im Blick hei.
50 We du mini Töchter schlächt behandlisch und afasch, dir no anderi Froue znäh – dänk dra: Gott isch Züg zwüsche mir und dir, o we ke Mönsch bi üs isch."
51 Wiiter het dr Lạban zu Jakob gseit: "Hie isch dr Steihuufe, u hie isch dr Gedänkstei woni zwüsche mir u dir ufgstellt ha.
52 Dä Steihuufe isch Züg und dr Gedänkstei bezügt, dass i nid a däm Steihuufe wärdä, um dir z schade, und du nid a däm Steihuufe und däm Gedänkstei wirsch verbi gah zum mir schade.
53 Der Gott Abrahams und der Gott Nạhors, der Gott vo ihrem Vater, soll unsere Richter si." Jakob schwor bi däm Gott, vor däm si Vater Isaak Ehrfurcht gha het.
54 När het Jakob i de Bärge opferet u het sini Brüeder iiglade mit ihm Brot z esse. Da ässe si u übernachtete dert.
55 Lạban isch früeh am Morge ufgstande, het sy Änkel und sy Töchter küsst und gsägnet. Aaschlüssend het är sich uf e Heiwäg gmacht.