Römer 9 vo 16
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Römer 9 vo 16
9:1 I sag d Wohrheit in Christus, i lüge nid, we mi Gwüsse mit mir i heiligem Geischt bezügt:
2 I ha grossi Chummer und unufhörlechi Schmerz i mim Härz.
3 Denn i wünscht, dass i selbst als Verfluechter vom Chrischtus trennt würd fir mini Breda, mini leibliche Verwandte,
4 d Israelite sin. Si sin als Söhn agno worde und hän d Herrlichkeit und d Bündnisse und d Gsetzgebig und de heilige Dienscht und d Verspräche erhalte.
5 Ihne ghöre d Vorfahre a und vo ihne stammt dr Christus als Mensch ab. Gott wo über allem isch, söll für immer prise si. Amen.
6 Es isch jedoch nid so als ob das Wort Gottes verseit het. Denn nid alli wo vo Israel abstamme si würklech "Israel".
7 Au sin sie nit alli Kinda, wel sie Abrahams nohchkumme sin, sundern s heisst: "Durch Isaak wäre di kumme, de dini Nochkumme gnennt wäre."
8 Folglich si nid di libliche Chind würklech d'Chind Gottes, sondern aus Nachkomme wärde die grächnet, wo Chind ufgrund vom Versprech si.
9 Denn s Verspräche het glutet: "Um di Zyt wird i chumme u d Sara wird e Bueb ha."
10 Doch nid nume damals isch es so gsi, sondern o als Rebẹkka vo üsem Vorfahre Isaak mit Zwillinge schwanger worde.
11 Wo si no nid gebore si u weder Guets no Schlächts gmacht hei – ds Vorhabe Gottes bezüglich der Userwählig sött nämlech nid vo Tate abhängig si, sondern vo däm wo berüeft,
12i isch ihr gseit worde: "Dä Älter wird Sklave vom Jüngere si.
13 I de Schrifte steit ja: "Ich liebe Jakob, aber Ẹsau hani ghasst.
14 Was söllemer also sege? Gits bi Gott Ungrechtheit? Uf ke Fall!
15 Denn na sait zue Moses: "Ich wird däm Barmherzigkeit zeige, däm i Barmherzigkeit zeige will, un i wird däm Mitgfühl zeige, däm i Mitgfühl will.
16 Es hängt auso nid vom Wunsch oder vom Isatz vomene Mönsch ab, sondern vo Gott wo barmherzig isch.
17 Denn inere Schriftsteu wird zum Pharao gseit: "Uus däm Grund han i di la beschtah: für a Dir mini Macht z zeige u damit mi Name uf der ganze Ärde bekannt gmacht wird.
18 So isch är barmherzig, mit wäm er wott, doch er laht o eigensinnig wärde wener wott.
19 Du wirsch drum zu mir säge: "Warum het är no öppis z bemängle? Wär cha sech de sim Wille widersetze?"
20 Doch wer bisch du, Mensch, dass du Gott widersprichsch? Seit ds Gformte zu däm, wo's gformt het: "Wieso hesch mi so gmacht?"?
21 Liit's nid ir Macht vom Töpfer, us der gliche Ton Masse es Gfäss für ne ehrehafte Gebruch und es angers für ne unährehafte Gebruch z'mache?
22 Was etzt, we Gott sy Zorn zeige und sy Macht het welle zum Usdruck bringe und är d Gfäss vom Zorn, wo für d Vernichtig passend gmacht sy, mit vil Geduld erträge?
23 U was, wenn er das het gmacht um sini grossi Herrlichkeit a Gfäss vor Barmherzigkeit zum Uusdruck z bringe, won er im Vorus für d Herrlichkeit vorbereitet het,
24 nämlech a üs, woner nid nume us de Jude, sondern o us andere Vöuker brüefe het?
25 Es isch eso wiener o in Hosẹa seit: "Di nid mis Volk sy, wird i 'Mini Volk' nenne, u si, die Ungliebti, 'Geliebte'.
26 U a dem Ort wo zu ihne gseit worde isch: 'Dir sit nid my Volk', dert wärde si 'Söhn vom lebändige Gottes' gnennt wärde."
27 Au rüeft Jesaja über Israel us: "Sälbst wenn die Zahl der Söhn Israels wie der Sand am Meer ist, wird nur der Überrest grettet werden.
28 Denn Jehova wird e Abrächnig uf dr Ärde halte, är wird se zum Abschluss bringe und se abchürze.
29 d'Jesaja het usserdem vorher gseit: "Hätt üs nid Jehova, dr Herr vo de Heere, Nachkomme lah, mir wäre genau wie Sọdom worde, mir hätte Gomọrra glyche.
30 Was söllemer also sege? Lüt us anderne Völker, wo nid nach Gerechtigkeit strebt hei, hei trotzdäm Grächtigkeit erreicht – d Gerechtigkeit, wo sech us em Gloube ergit.
31 Israel aber, wo eim Gsetz vo dr Grechtigkeit nachecho het, het das Gsetz nid chönne erfülle.
32 Us wellem Grund? Wil si das Gsetz nid dur Glaube hend wölle erfülle, sondern dur Tate. Si stolpered über de "Stein des Astosses".
33 I de Schrifte steit ja: "Gseht her! I lege in Zion e Schtei vom Astoss und e Fels vom Ärgerniss, wer aber si Glaube druf schtützt, wird nid enttüscht werde.