Richter 19 vo 21
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 19 vo 21
19:1 Zu der Zyt, wo's z Israel ke König gäh het, het sich e Levịt gno, wo damals imene abglägeene Teil vom Bärgland vo Ẹphraim gläbt het, e Frau us Bẹthlehem z Juda als Näbefrou.
2 Sini Näbefrou isch ihm jedoch untreu gsi. Si het ihn verletzt und isch im Huus vu ihrem Vater in Bẹthlehem z Juda, wo sie vier Monet bliebe het.
3 Ihr Maa isch denn mit sym Diener und zwöi Esle hinterhär cho, wüll er se het welle überrede, wider zrugg zcho. Sie holt nen ins Hus vu ihrem Vater, un ihr Vater freut sich, nen z säh.
4 Sy Schwiegervater, dr Vater vu d Junge Frou, het nen derzue brocht, dräi Däg bi nem z bliebe. Sie ässä un trinke zsämme un het dert ibanacht.
5 Wo si am vierte Tag früeh am Morge früeh ufstande u hei wöue ga, het der Vater vo de junge Frou zu sim Schwiegersohn gseit: "Iss doch öppis u stärch di. De chöit der ga."
6 Da hei sech die beide häre ghocket u zämme trinke. När het dr Vater vo de junge Frou zu däm Maa gmeint: "Blib bitte über Nacht und lass es dir guet ga."
7 Wo der Maa het welle ufbräche, het ihm si Schwiegervater so lang ke Rueh la, bis er no e Nacht isch blibe.
8 Won er am füfte Tag früehmorge ufschtange het, het der Vater vor junge Frou gseit: "Bitte, iss öppis und stärk di." Un sie len sich Ziit un ässä, bis`s schpot wore isch.
9 Wo der Maa mit syre Näbefrau u sym Diener het wöue ufbräche, het sy Schwiegervater gseit, der Vater vo der junge Frou, zu ihm: "Es isch doch fasch Abe! Blibt bitte über Nacht. Der Tag geit scho z'änd. Blib hie über Nacht u lass es dir guet ga. Morn chöit Der früeh ufbräche u Öich uf e Heiwäg mache."
10 Dr Maa het jedoch nid no e Nacht wöue blybe. Auso het är sich mit syne beide gsattelete Esle, sym Näbefrou u sym Diener ufgsuecht u isch bis uf Jẹbus cho, das heisst Jerusalem.
11 Wo si nid wit vom Jẹbus entfernt si gsi, isch dr Tag scho fasch z End gange. Da het dä Diener sin Herr gfragt: "Söllemer i dere Jebusịterstadt haute und über Nacht blybe?"
12 Doch si Herr het zu ihm gmeint: "Mer sötte nid inere Stadt übernachte wo Lüt wo wohnet, wo ke Israelite si. Mir gö bis Gịbea witer."
13 Dänn het er zu sim Diener gseit: "Chum mir versueche Gịbea oder Rạmaf z erreiche und übernachte i eim vo dene Ort."
14 Si hei ire Wäg furtgsetzt u si bi Sunneuntergang ir Nöchi vo Gịbea gsi, wo zu Bẹnjamin ghört.
15 Sie sind abzoge und sind uf Gịbea inne gange zum det übernachte. I de Stadt hends sich uf e öffentlichi Platz ghocket, doch niemer het sie bi sich ufgno.
16 Am Obe isch schliesslich e alte Maa vor Feldarbeit hei cho. Är isch usm Bärgland vo Ẹphraim gstammt u het damals in Gịbea gläbt. D Stadtbewohner dergäge si Benjaminịter gsi.
17 Wo der alt Maa ufegluegt het u de Reisende ufem öffentliche Platz vor Stadt het gseh, het är gfragt: "Wo gahsch du und woher chunsch du?"
18 Der Levịt het gantwortet: "Wir sind auf der Reis von Bẹthlehem in Juda zu einer abglägene Gegend im Bergland von Ẹphraim. Vo dert her chumi her. Bi z Bẹthlehem z Judaj gsi u bi ungerwägs zum Huus Jehovas, aber niemer nimmt mi bi sich uf.
19 Mir hei gnue Stroh u Fuetter für üsi Esel u o Brot u Wy für mi, d Frou u üsne Diener. Es fäut üs a nüüt."
20 Dr alte Maa het jedoch gseit: "Fried sig mit dir! Lah mi für alles sorge was bruchsch. Nume blib nid über Nacht ufem öffentliche Platz."
21 Är het ne mit i sys Huus gno u het dr Esle Fuetter gä. De hei si sech d Füess gwäsche und ässe und trinke.
22 Während si sech guet hei la lige, hei es paar nutzlosi Manne us dr Stadt ds Huus umringlet u gäge d Tür. Immer wider hei si vom alte Maa verlangt, wo ds Huus ghört het: "Bring der Maa use wo i dis Huus isch cho. Mir wend Sex mit ihm ha."
23 Druf isch der Husbsitzer use gange u het zu ihne gseit: "Nei, mini Brüedere, tuet bitte nüt böses. Dä Maa isch Gast i mim Huus. Tüend nid so öppis schändlichs.
24 Hie isch mini Tochter – si isch no Jungfrau – u da isch o d Näbefrau vo däm Maa. I cha se öich usebringe, u ihr chöi si demüetige, we ihr unbedingt müesstet. Aber däm Maa dörfet ihr so öppis schändlichs nid atue."
25 D Manne hei jedoch nid uf ihn wöue ghöre. Da het dr Levịt sini Näbefrau packt u het se zu ihne use bracht. Si hei vergewaltiget und missbruchtet die ganz Nacht düre bis zum Morge. Bi Tagesaabruch hei si se wäg gschickt.
26 Früeh am Morge isch d Frou zum Huus vom Maa cho, wo ihre Herr isch, het am Igang zäme bracht u dert gläge bis es hell worde isch.
27 Won ihre Herr morn am Morge ufgstande isch um wyterzreise, u d Türe het göffnet, het är d Frou, sini Näbefrau, am Igang ligge – mit de Händ uf der Türschwelle.
28 Är het zu ihre gseit: "Stah uf, lass uns ga." Aber es isch ke Antwort cho. Da het der Maa sie uf e Esel glupft und het sich uf e Heiwäg gmacht.
29 Hei aacho het är ds Schlachtmässer gno, het sy Näbefrou i zwöuf Stück verteilt u het i jedem Gebiet vo Israel e Körperteil gschickt.
30 Aui wos gseh hei, hei gseit "Sit d Israelite us Ägypte uszoge si, hets so öppis no nie gäh. So öppis het bis hüt niemer gseh. Dänket drüber noche, beratet euch, u seit was ztüe isch".