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Richter 11 vo 21

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Richter 11 vo 21

11:1 Jẹphtha us Gịlead jz isch e starche Chrieger gsi. Är isch dr Sohn vonere Prostituierte gsi u si Vater het gheisse Gịlead.

2 Gịlead het o Söhn vo sire Ehefrau gha. Wo si erwachse si gsi, hei si Jẹphtha wäggjagt. Si hei zu ihm gseit: "Du bechunsch kes Erbe i de Husgmeinschaft vo üsem Vater, denn du bisch dr Sohn vonere andere Frau."

3 Da floh Jẹphtha vor sine Brüedere und het sich im Land Tob nieder loh. Det hei sich ihm unbeschäftigti Manne gschlosse und hei mit ihm zoge.

4 Nach einere Zyt isch es zum Kampf zwüsche de Ammonịtere und Israel cho.

5 Als d'Ammonịter gege Israel kämpft hend, hend sich die Ältiste vo Gịlead sofort uufgmacht zum Jẹphtha usem Land Tob zrügghole.

6 Si hei zu ihm gseit: "Chum, sig üse Befehlshaber, damit mir gäge d'Ammonịter chöi kämpfe."

7 Aber Jẹphtha het de Ältiste vo Gịlead entgägnet: "Hend nid ihr mich vor luter Hass us mim Vater vertribe? Werum chömet dir itz zu mir wo's Öich schlächt geit?"

8 Die Ältiste vo Gịlead hei druf z Jẹphtha: "Genau wäg däm sy mer itz hie. We mit üs geisch u gäge d'Ammonịter kämpfsch, söusch üse Afüererer u ds Oberhaupt vo allne Bewohner Gịleads si."

9 Jẹphtha hät dä Ältischt vo Gịlead gantwortet: "We Der mi zrüggholt, damit i gäge d Ammonịter kämpfe, und Jehova se für mi bseit, dänn werdi eure Afüererer."

10 Die Ältiste vo Gịlead hei zu Jẹphtha: "Jehova söu Züg si wemers nid so mache wie du seisch."

11 Da isch Jẹphtha mit de Ältiste vo Gịlead gange, u ds Volk het ihn zum Aführer u Befehlshaber gmacht. Und är het aui sini Wort vor Jehova in Mịzpa widerholt.

12 Jẹphtha het de Bote gschickt zum König vode Ammonịter und het ihm lah säge: "Was hesch du gege mi das du cho bisch und mis Land agriifsch?"

13 Da het de König vo de Ammonịter zu Jẹphthas Boten gseit: "Wo Israel us Ägypte cho isch, hets mir mis Land vom Ạrnong bis zum Jạbok und bis zum Jordan weggno. Gib's jetzt friedlich zrugg."

14 Jẹphtha het no einisch Bote gschickt zum König der Ammonịter

15i u het em la usrichte: "Das seit Jẹphtha: 'Israel het dr Moabịter und dr Amonịter ds Land nid wäggnoh.

16 Wo's us Ägypte isch cho, hets dür Wildnis bis zum Rote Meer zoge u het Kạdesch erreicht.

17 Dänn het Israel Bote zum König vo Ẹdom gschickt und het ihm lah säge: "Lass uns bitte durch dis Land zieh." Doch der König vo Ẹdom isch nid druf i gange. Same het Israel au em König vo Mọabo la säge, doch au erlaubt ers nid. Also Israel in Kạdesch bliebe.

18 Wo si dür d Wildnis zoge hei umgange si ds Land Ẹdomq u ds Land Mọab. Si hei östlech vo Mọab entlang zoge und hei i dr Gägend vom Ạrnon glageret. Si hei ds Gebiet vom Mọab nid betrachte, weu dr Ạrnon isch d Gränze vo Mọab gsi.

19 Danach het Israel Bote zu Sịhon gschickt, em König vo de Amorịter, wo z Hẹschbon regiert het. Israel het ihm lah säge: "Lass uns bitte durch dis Land an unserem Bestimmungsort ziehen."

20 Doch Sịhon het Israel nid trout und het's nid durch sis Gebiet z' zieh. Stattdesse het är alli sini Lüt versammlet, in Jạhaz s'Lager ufgschlosse und het gege Israel kämpft.

21 Druf git Jehova, de Gott Israels, Sịhon und sis ganze Volk i d Hand Israels. Israel het sie bsiegt und het das ganze Land vo de Amorịter eroberet, wo dört gläbt hend.

22 So hei si ds ganze Gebiet vor Amorịter in Bsitz – vom Ạrnon bis zum Jạbok u vor Wildnis bis zum Jordan.

23 Jehova, de Gott Israels, het d Amorịter vor sim Volk Israel vertriebe – und jetzt willsch Israel vertriebe?

24 Nimmsch dr nid aues wo di Gott Kạmosy dir aus Eigetum git? Genauso näme mer üs ds Land vo dene wo Jehova euse Gott vor üs vertribe het.

25 Bisch de besser aus König Bạlaka von Mọab, dr Sohn Zịppors? Het er jemals e Strit mit Israel agfange oder gege Israel kämpft?

26 Israel het 300 Jahr z Hẹschbon u de abhängig Ortschafte, z Ạroër u de abhängigi Ortschafte u i allne Städt a de Ufer vom Ạrnon gwohnt. Werum hesch i dere Zyt nie versuecht d Orte zruggzerobere?

27 I ha dr ke Unrecht do aber du machsch e Fähler we mi agriifsch. Jehova, de grossi Richter söll hüt zwüsche Israelite und de Ammonịter Richter sii.'"

28 Dr König vo de Ammonịter het jedoch nid uf Jẹphthas Botschaft ghört.

29 Jehovas Geischt isch über Jẹphtha cho, u är het dür Gịlead u Manạsse bis uf Mịzpe z Gịleadf u vo dert witer zu de Ammonịtere.

30 Denn het Jẹphtha vor Jehova es Gläbdeli abgleit und gseit: "Wenn du d'Ammonịter i mini Hand gisch

31 u ig z Friede vo de Ammonịter zrüggche, de söu dä wo mir us dr Tür vo mim Huus entgägechunnt, Jehova ghöre, u i wirde ihn aus Brandopfer opfere."

32 Da isch Jẹphtha gäge d'Ammonịter i Kampf u jehova het si i d'Hand gäh.

33 Er het ne e sehr schweri Niederlag zuegfüegt, dr ganz Wäg vo Ạroër bis Mịnith – 20 Städt – und bis nach Ạbel-Kẹrami. So si d'Ammonịter de Israelite unterworfe worde.

34 Schliesslich het Jẹphtha zu sim Huus uf Mịzpaj zrug gwehrt. Und da isch ihm sini Tochter tanzend cho und d Tamburin schpilend usem Huus entgäge. Si isch sy einzige Chind gsi. Ussert ihr het da kei Bueb. no Tochter gha.

35 Won är si gseh het, het är sini Chleidig zerrisse u gseit: "Ach mini Tochter, du brichsch mir ds Härz! Jitz mues ig di wägschicke. I has Jehova versproche u cha nid zrug."

36 Si het jedoch zu ihm gseit: "Min Vater, wenn Jehova es verspreche hesch, du mit mir, was du versproche hesch, denn Jehova het für di a dine Finde, de Ammonịter, Rache gno."

37 De het si zu ihrem Vater gseit: "I ha nume e Bitte: La mi zwöi Mönet elei si. La mi id Bärge u mit mine Fründinne drüber brüele, dass i nie wirde hürate."

38 "Geh", het er gseit u het si für zwöi Mönet wäggschickt. Si isch mit ihrne Fründinne i d Bärge gange u hület wüu si nie würd hürate.

39 Noch zwöi Mönet kunnt sie zu ihrem Vater zrugg, un er het si Glieb erfüllt. Sie het niemools sexuelli Beziehige mit nem Maa. Un s isch Bruch in Israel worde,

40 das die junge Israelitinne jedes Jahr vier Täg lang zur Tochter Jẹphthas us Gịlead si gange zum ihres Lob z spende.