Prediger 4 vo 12
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Prediger 4 vo 12
4:1 Wider han i mini Ufmerksamkeit uf all die Tate vo de Underdrückig grichtet, wo under de Sunne begange wärde. I ha di Ungerdrückte gseh, u niemer het si tröschtet. Niemer het se tröschtet und d Underdrücker hei d Macht gha.
2 Und i beglückwünschte di Tote wo scho gstorbe si gsi, statt de Läbige, wo no am Läbe sy gsy.
3 U besser dran aus beidi isch dä, wo no nid gebore isch, wo ds deprimierende Tue unger der Sunne nid gseh het.
4 U ig ha gseh, wi viu Iisatz u gueti Leistig dür d Rivalität zwüsche Mönsche usglöst wird. O das isch Sinnlosigkeit – so, als het me dr Wind wöue afange.
5 Der Dummchopf tuet d Händ währendem er z Grund geit.
6 Besser isch e handvoll rueh aus e doppleti handvoll härte arbeit u wind wöue afah.
7 Ha mini Ufmerksamkeit uf es wyters Byschpiu für Sinnlosigkeit unger der Sunne grichtet:
8 Da isch eine wo ganz allei isch ohni irgendöpper a sinere Siite. Är het weder Sohn no Brüeder und doch nimmt all sini harti Arbet kes End. Sini Ouge wärde vom Riichtum niemau satt, aber fragt er sech jemals: "Für wen schaffe i eigentlech so hert u gönne mir nüt Guets?"?i Ou das isch Sinnlosigkeit und ä eländi Beschäftigung.
9 Zwöi si besser aus eine allei wöu si grössere Nutze vo ihrere herte Arbeit hei.
10 Denn wenn eine vo ihne fallt, cha de ander sim Partner ufhälfe. Was aber wird us dem, wo fallt und niemer het, wo ihm ufhilft?
11 Usserdem: Wenn zwei näbedenand ligge wärme si sech gägesitig. Wie aber cha sech eine älei warm hebe?
12 Öpper cha e einzelne liecht überwältige, doch zwöi zäme chöi gäge ihn gstande ha. Und e drüfachi Schnurre laht sech nid so schnäu zrisse.
13 Besser isch e arme, aber wiise Bueb als e alte, aber dumme König wo nüm gnue Verstand het e Warnig z beachte.
14 Denn er isch üs däm Gfängnis kumme, um Kenig z wäre, obwohl er unda däm Herrschaft arm gebore worde isch.
15 I ha über aui Läbige nachedänkt, wo unger dr Sunne umegöh, o über de junge Nachfolger wo a d Stell vom andere tritt.
16 Obwou är unzähligi Ungerstützer het, wärde die, wo spöter chöme, mit ihm nid glücklech sy. O das isch Sinnlosigkeit – so, aus het me wöue der Wind aafange.