Johannes 7 vo 21
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 380
Johannes 7 vo 21
1:1 Nochdem het Jesus witer dür Galiläạ zoge. Er het sich nämlich nid in Judäa welle ufhalte, will d Jude druf us gsi sind, ihn z töte.
2 Allerdings isch ds jüdische Laubhüttefescht gstande bevor.
3 Drum hei sy Breda zue nem gseit: "Gang vo hie wäg uf Judäa, damit o dini Jinger gseh, was für Tate du vollbringsch.
4 We öper ir Öffentlichkeit wot bekannt wärde duet är nüt heimlich. Wenn du scho so öppis machsch de zeig di doch dr Welt."
5 Sini Brüedere hei nämlech nid a ihn gloubt.
6 Drum het Jesus zu ihne gseit: "Mini Zit isch noni cho, für üch dergäge isch immer di richtig Zyt.
7 D'Welt het ke Grund euch z'hasse, mi aber hasst sie wüu i bezüge, dass ihri Tate schlecht si.
8 Göhder nume zum Fäscht ueche, i ga aber nanig zu däm Fäscht, wüu mini Zyt no nid isch cho."
9 Nachdem er das gseit het, isch er z Galiläa blybe.
10 Wo syni Brüedere zum Fäscht ufegange sy, het är sich jedoch o ufe Wäg gmacht – nid i aller Öffentlichkeit, sondern heimlich.
11 Ufem Fäscht hei d Jude nach ihm gsuecht. "Wo isch dä Maa?", hei si gfragt.
12 In der Mengi isch viel über ihn tuschlet worde. Die einte hend gseit: "Er isch e guete Mensch", di andere: "Das stimmt nid, er tüscht d Lüt".
13 Us Angst vor de Jude het natürlech niemer öffentlech über ihn gredt.
14 Ds Fäscht isch zur Hälfti vorüber gsy, da isch Jesus zum Tempel ufe gange u het afa lehre.
15 erstuunt hei d Jude gfragt: "Wieso kennt sich dä Maa so guet i de Schrifte us wo er doch nid a de Schuele studiert het?"
16 Jesus erwideret: "Was i lehr chummt ned vo mir, sondern vo dem wo mi gschickt het.
17 Wer d Wunsch het, nach Gottes Wille z läbe, wird erkenne, ob d Lehr vu Gott isch odr ob i vu ma selbscht us schwätze.
18 Wer vo sich sälber us redt, däm geits um sini eigeti Ehr. Wem s aba um d Ehri geit, vu däm er gschickt worde isch, der isch gläubig un het nigs Falsches an sich.
19 Moses het euch doch das Gsetz gä oder? Doch keine vo euch haltet sech a das Gsetz. Warum wennd ihr mich unbedingt umbringe?"
20 D Lüt erwideret: "Du hesch en Dạ̈mon. Wär wott di de töte?"
21 Jesus git zantwort: "E einzigi Tat hani vollbracht und Dir wunderet euch alli.
22 Überleit doch: Dr Moses het öich d Beschneidig gä – allerdings geit's nid uf Moses zrugg, sondern uf d Stammväter, u dir beschniidet e Mönsch amene Sabbat.
23 Wenn öpper amene Sabbat beschnitte wird, damit s Gsetz vo Moses nid broche wird, wieso rege ihr euch denn dermasse uf, dass i e Mönsch amene Sabbat völlig gsund gmacht ha?
24 Höret uuf, nach em üssere Idruck z urteile – urteilt grächt."
25 Dänn hei einigi Bewohner Jerusalems gseit: "Isch das nid dä Maa, wo si wei umbringe?
26 Doch gseht! Är redt hie i auer Öffentlichkeit u niemerem seit öppis dergäge. Sind die füehrende Manne öppe zur Gwüssheit glanget dass är dr Christus isch?
27 Anderersiits: Mir wüsse, woher dä Maa isch. Doch we dr Chrischtus chunnt, wird kene wüsse, woher er isch."
28 Wo Jesus denn im Tempel glehrt het, het er gruefe: "Ihr kennt mi und wüsset au woher i bi. Und i bi nid us eigeter Initiative cho. Aber wo mi gschickt het, dä gits würklech, u dir kennet ne nid.
29 I kenne ne, wüu i e Repräsentant vo ihm bi und är het mi gschickt."
30 Da händs ne wölle festnäh, aber keine hät ne aagrüert, denn sini Stund isch no nid cho.
31 Denoch hei viu us der Mängi a ihn gloube u hei gseit: "Wenn der Christus chunnt wird är doch nid meh Zeiche voubringe aus dä Maa?"
32 D Pharisäer hei ds Gmurmle über ihn mit übercho, u so hei d Oberpriester und d Pharisäer Beamte beamte ihn feschtznäh.
33 Jesus het itz gseit "I blibe no chli bi öich, bevor i zu däm gang wo mi gschickt het.
34 Dir werdet mi sueche aber ned finde u wo ig de bi da chöit dir ned cho."
35 Da hei d Jude zunenang gseit: "Wo will er denn ane, dass mir ihn nid chöi finde? Er will doch nit etwa zue d Jude, de vuschtreut unda d Grieche läbä, un unda d Grieche lehre?
36 Was meint er denn mit 'Ihr werdet mi sueche, aber ned finde, und wo ich de bi, da chöit ihr ned cho'?"
37 Am letschte Dag, däm grosse Dag vum Fescht, isch Jesus ufgschtande un het gsait: "Wer Durscht het, soll zue ma kumme un trinke.
38 Wer a mi glaubt, 'us dem tiefste Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser flüssen', wie es in den Schriften heisst.'
39 Damit het er uf e Geischt gspilt, wo die, wo a ihn glaubet, bald sötted übercho. No isch dä Geischt nämlich nid da gsi, will Jesus nonig verherrlicht worde isch.
40 Einigi i de mengi wo das ghört hei hei: "Das isch würklich de Prophet."
41 Anderi hei gmeint: "Das isch dr Chrischtus", und wider anderi: "Dä Chrischtus chunt doch nid us Galiläa!
42 Heisst es nicht in den Schriften, dass der Christus aus der Nachkommenschaft David un aus Bethlehem kommt, aus dem Dorf, wo David glebt het?"
43 Es isch also siitwäge e Spaltig unter dr Mengi entstande.
44 Es paar vo ihne hei ne jedoch wöue feschtnäh, aber keine het ne aagrüert.
45 Die Beamte sy jetzt zu de Oberpriester und Pharisäer zrugg cho und sy vo ihne gfragt worde: "Warum heit der ne nid herbrocht?"
46 Die Beamte antwortet: "No nie hed en Mensch so gredet"
47 "Hend ihr euch öppe o la tüsche?", hei d Pharisäer erwideret.
48 "Glaubt o nume ei einzige vo de Vorstärner oder de Pharisäer a ihn?
49 Die Mengi jedoch, wo das Gsetz nid kennt, das si verfluechti Lüüt."
50 Nikodẹmus wo scho früecher zu ihm isch cho wart und zu de Pharisäer ghört het, het zu ihne gseit:
51 "Nach üsem Gsetz wird doch kes Urteil über öpper gredet, es syg de, me het ne vorhär aghört u festgstellt, was är ta het?"
52 Si antwortet: "Bisch öppe ono us Galiläa? Forsche no, and du wirsch gseh, dass ke Prophet us Galiläa wird cho."