Jeremia 9 vo 52
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Jeremia 9 vo 52
9:1 Ach, wär mi Chopf doch nume e Brunne vou Wasser, mini Ouge e Tränequelle! De würdi Tag u Nacht brüele um die Erschlagene vo mim Volk.
2 Hätti doch nume e Platz ir Wildnis, wo Reisendi übernachte! Denn würd i mis Volk verlah u vo ihm wägzie, denn si alli sy Ehebrächer, e Band vo Treulose.
3 Si spanne iri Zunge wi ne Bög. Fauschheit und nid Treue herrscht im Land."Sie begöhnd e Schlächtigkeit nach der andere und mi lönd sie usser Acht", erklärt Jehova.
4 "Jede syg vor sym Nachbare uf dr Huet. Vertraut nid mau öiem Brüeder. Denn jede Brüeder isch e Betrüger und jede Nachbar e Verlümde.
5 Jede überlistet sy Nachbare u niemer seit d Wahrheit. Si hei ihri Zunge glehrt fautsches z rede. Si handle verkehrt bis zur Erschöpfig.
6 Du wohnsch zmitzt vo Betrug. I ihrer Hinterlist weigere si sech, mi z'kenne', erklärt Jehova.
7 Drum seit Jehova, dr Herr vo dr Heere: "I wirde se schmelze u prüefe, denn we soll i süsch mit minere Tochter, mines Volk, verfahre?
8 Ihri Zunge isch e tödleche Pfil und redet betrügerisch. Mit em Muul redet öpper zu sim Nachbare über Friede, aber im Innere leit er e Hinterhalt."
9 "Söui se derfür nid zur Rächeschaft zieh?", erklärt jehova. "Söui mi a somene Volk nid räche?
10 I wirde um d'Bärge gränne u chlage über d'Weideplätz vo de Wildnis wirdi es Trauerlied astimme. Denn sie sin vubrennt worde, so dass nemads usse doet, un dr Lärm vu Vieh isch nit z häre. D Vögu vum Himmel un di wilde Tier sin gflohe, sie sin fort.
11 Ich wird Jerusalem zu Steinhufe mache, zum Unterschlupf für Schakale. Und d Städt Judas wird i verwüsche, sie werde unbewohnt si.
12 Wär isch so wiis das zverstah? Zu wäm het der Muul Jehovas gredt, damit ers verchündet? Warum isch ds Land zgrund gange? Warum isches verbrennt wie d'Wildnis sodass niemer dürrezieht?"
13 Jehova git zantwort: "Wöu si mis Gsetz ablehne, wo i ne gäh ha, u wüu si's nid befolgt hei und nid uf mini Stimm ghört hei.
14 Stattdesse hei si schtur ihrem Härz gfolgt u lige dr Baal nache gloffe, wi ihri Vätere's ne bibrocht hei.
15 Drum seit Jehova, dr Herr vu dr Heere, dr Gott Israels: 'Ich sorge defür, dass das Volch Wermut isst un vergiftetes Wasser trinkt.
16 Ig wird se unger d Vouch zerstreue, wo ihne und ihrne Vätere unbekannt si gsi, und ig wird ne e Schwert hingerherschicke bis ig se usgrotted ha.'
17 Das seit Jehova, der Herr der Heere: 'Zeigt, dass ihr Verstand händ. Rüefed d Fraue wo Truurlieder singe lönd die geübte Fraue cho.
18 Si söue sech beeile u für üs e Klag astimme, drmit üsi Ouge vor Träne überflüsse u üsi Ougelider vo Wasser triefe.
19 Denn vo Zion us isch d Klag z ghöre gsi: "Wie sy mer doch verwüschtet worde! Wie gross üsi Schand doch isch! Denn mir hei ds Land verlah und me het üsi Hüser niedergrisse."
20 Ihr Froue, ghört d Wort Jehovas. Eurer Ohr söll d Wort vo sim Mul vernäh. Bringet euri Töchter die Klag bi und lehrt enand das Truurlied.
21 Denn dr Tod isch dur üsi Fenster gstige. Är isch i üsi Verteidigungstürm iidrunge zum d Ching vor Strass wäg znäh, die junge Manne vo de öffentliche Plätz.'
22 Sprich: 'Das seit Jehova: "D Leichname vo de Mönsche wärde wi Dünger uf ds Fäud gheie, wi ne Reihe früsch gschnittene Getreide hinger em Erntearbeiter. Niemer wird se ihsammle.
23 Ds seit Jehova: "Dä Wisheit söll sich nid siinere Wiisheit rüehre. Dä Starchi söll sich nid siinere Macht rüehme. Dä Riich söll sich nid sim Riichtum rüehme."
24 "Doch wer sich rüehrt, söll sich drum rüehre: Wil er Einsicht het u Erkenntnis über mi, dass ich Jehova bi, de loyali Liebi, Recht u Gerechtigkeit üebt uf der Erde, wel all das bereitet mir Freud", erklärt d Jehova.
25 "Seht! Es chöme Täg", so erklärt Jehova, "da wird i jede Bschnittene und doch Unbschnittene zur Rächeschaft zieh:
26 Ägypte u Juda u Ẹdom u d Ammonịter u Mọab u aui wo sech ihri Hoor a d Schlafe schtütze u i dr Wildnis wohne will au die Völker si unbschnitte und das ganze Huus Israel het es unbschnittts Herz.“