1.Moses 19 vo 50
- von Rico Loosli 6934 Bioggio
-
Zugriffe: 384
1.Moses 19 vo 50
19:1 Die beide Engel sin am Obe in Sọdom acho. Lot isch grad im Stadtor vo Sọdom gsässe. Won er si gsäh het, isch er ufgschtande, isch ne entgegä u het sich mit däm Gsicht uf d Erde vrbuecht.
2 Er het gseit: Bitte mini Herre, chömet doch mit zu mir, eure Diener, hei u blibt über Nacht. Lönd oi d'Füess wäsche. Morge früeh chöit ihr euch denn ufmache und wiiterzieh." Si hei ab glehnt: "Nei, mir übernachten auf dem öffentlichen Platz."
3 Er het si jedoch so sehr drängt, dass si mit ihm i sys Huus si cho. De het är se feschtlich bewirtet. Är het ungsäuerts Brot gmacht u si ässe.
4 Bevor si sech hei chönne schlofe, hei sech d Manne vor Stadt um ds Huus drängt – aui Manne us Sọdom, vom Buebe bis zum alte Maa.
5 Luutstark hei si vom Lot verlangt: "Wo si d Manne, wo hüt Abe zu dir si cho? Bring si zu üs use, damiter mit ihne Sex chöi ha."
6 Lot isch denn zu ihne use gange u d Türe hinger sich verschlosse.
7 "Bitte, mini Brüedere", het er zu ihne gseit, "tuet doch nid so öppis schlächts.
8 Bitte! Hie hani zwöi Töchter, wo no nie sexuelli Beziehige mitemene Maa gha hei. Bitte, löh mi se zu öich usebringe, de chöit der mit ne mache waser wend. Aber tuet dene Manne nüt, denn si si unger mi Dach cho u stöh unger mi Schutza."
9 "Us em Wäg!", schreie si. "De Maa chunt allei als Frömde hie häre und wagt's sech aus üse Richter ufzspile. Jitz werde mir dir no schlimmer zuesetze aus ihne!" Si hei sech um Lot drängt und hei scho d'Türe wöue ufbräche.
10 Da griffe d Manne im Huus uf Lot, hei ne ine gholt u d Türe verschlosse.
11 Si hei d Manne am Huusigang mit Blindheit – vom Chlynschte bis zum Greschte – so dass si bim Sueche vom Iigang ermüdet hei.
12 De hei d Manne zu Lot gseit: "Hesch süsch no öpper hie? Schwiegersöhn, dini Söhn u Töchter u aui dine Lüt ir Stadt – bring se vo hie wäg!
13 Mir wärde dä Ort nämlech vernichte, wöu dä Ufschrei über d Iiwohner wo Jehova erreicht het isch ächt lut worde. Drum het d Jehova üs gschickt um d Stadt z vernichte."
14 Da isch Lot gange zu sine Schwiegersöhn, wo sy Töchter sölle hürate, u het immer wieder gseit: "Beilet euch! Geit wäg vo hie! Jehova wird d Stadt vernichte!" Aber sini Schwiegersöhn hei dänggt är macht Spass.
15 Bi Tagesaabruch het d Ängel Lot afa dränge: "Schnell! Nimm dini Frou u dini beide Töchter wo hie bi dir si, dass d'Stadt nid umchunsch, we d'Stadt wäg ihrem Vergehe bestraft wird!"
16 Woner no zögeret het, hei ne d Manne, sini Frou u sini beide Töchter ad Hand gnoh, denn Jehova het Mitleid mit ihm gha. Sie bringe nen üsä u len nen üserhalb vor Schtadt schtah.
17 Sobald d Manne si a de Stadtrand bbracht hei, het eine vo ihne gseit: "Louf um dis Läbe! Lueg di nid um! Mach nirgends im ganze Bezirk halt! Rett di iz Bergland dasd nid umchunsch!"
18 "Bitte nicht dort, Jehova!", het Lot zu ihnen gseit.
19 "Bitte! Du hesch mir, dim Diener, dini Gunst gschänkt. Du zeigsch mir so grossi Güet u lahsch mi am Läbe – aber i ds Bärgland chani nid flüge. I ha Angscht, dass mir öppis schlimms passiert und i stirbe.
20 Bitte, di Stadt da isch nid wiit wäg. Derthi chani flüge. Es isch nume e chline Ort. Chani bitte det hii flüge? Es isch nume e chline Ort. Dann wird ich überleben."
21 "Guet", het er gantwortet, "ich nimm au drin Rücksicht uf di und wirde die Stadt wo du redsch, nid zerstöre.
22 Beil di! Flieh dert häre. I cha nüt mache bevor dört aacho bisch!" Deswege hät d Stadt de Name Zọar übercho.
23 Als Lot Zọar erreicht, isch d Sunne über em Land ufgange.
24 Jehova het denn Schwefel u Füür uf Sọdom u Gomọrra rägne – es isch vo Jehova usem Himmel cho.
25 So zerstört är die Städt, ja dr ganz Bezirk, aui Iwohner u d Pflanze ufem Bode.
26 Lots Frou het sech jedoch hinger ihm aagfange u isch zunere Salzsüüle worde.
27 Abraham etze het sich früeh am Morge uf e Wäg zu däm Ort gmacht, wo er vor Jehova gstande het.
28 Won är in Richtig Sọdom u Gomọrra u uf ds ganze Gebiet vom Bezirk abegluegt het, het sech em e usergwöhnleche Ablick bot: Dicker Rauch wi usemene Brennofe isch gstige vom Land uf.
29 Wo Gott d Schtädt vom Bezirk zerstört het, het er also an Abraham denkt: Är het Lot us de Schtädt gschickt, wo der gwohnt het, wägg.
30 Lot isch speter mit sine zwöi Töchtere i Bärgland ueche, wüu er Angscht het gha, z Zọar z'wohne. Är het mit ihne inere Höhli gläbt.
31 Die Erschtgeborene het denn zur Jüngere gseit: "Euses Vater isch alt, und es git ke Maa im Land wo mit üs Beziehige chönnt ha wies uf dr ganze Erde Bruch isch.
32 Chum, mir gäbed üsem Vater Wy z trinke und leged eus zu ihm, demit mir vo eusem Vater Nachkomme überchömed."
33 Auso hei si ihrem Vater a däm Abe immer wider Wy gä. De isch d'Erschtgeborene dri gangä u het sich zu ihm leit. Lot het jedoch nid gwüsst, wenn si sech higleit het und wenn si ufstand hei.
34 Am nächschte Tag het d' Erschtgeborene zu de Jüngere gseit: "I ha mi gester Nacht zu mim Vater gleit. Chum mir gäbe ihm hütt o wider Wy z'trinke. De geisch iine u legsch di zu ihm, damit mir vo üsem Vater Nachkomme überchöme."
35 Da hei si ihrem Vater o i dere Nacht widerholt Wy z trinke gä. Di Jüngerä isch de gange u het sich zu ihm leit. Är het aber nid gwüsst, wenn si sech higleit het u wenn si ufstand hei.
36 So si die beide Töchter Lots vo ihrem Vater schwanger worde.
37 Di Erstgeborene het e Sohn zur Wäut bracht u het ne Mọab nennt. Är isch dr Vater vo dr hütige Moabịter.
38 O di Jünger het e Sohn zur Wäut bracht u het ihm dr Name Ben-Ạmm gä. Är isch dr Vater vo de hütige Ammonịter.