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Markus 12 vo 16

von Rico Loosli 6934 Bioggio
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Markus 12 vo 16

12:1 Dänn het er agfange, i Bilder zu ihne z rede: "E Maa het e Wyberg pflanzt, het e Zuun drum, het es Uffangbecke für d Wychelter aagleit und het e Turm bouet. De het är der Wybärg a Wybuure vrpackt u isch wyt wägg.

2 Wo's a der Zyt isch gsy, het är e Sklave zu de Wybuure gschickt um e Teil vo de Truubenerte la abhole.

3 Doch si hei ne packt, hei ne verprüglet u ihn mit leere Häng wäg gschickt.

4 Da het är e andere Sklave beuftragt, wo si aber am Chopf verwundet hei und demüetiget hei.

5 Der nächscht woner gschickt het, hei si umbrocht und viu witer verprüglet oder hei si tötet.

6 Schliesslech isch nume no einä übrig bliebe – sy gliebte Sohn. Ine het er aus Letschti gschickt u het dänkt: 'Vor my Sohn werde si ja wohl Respekt ha.'

7 Doch d Wybuure hei zuenang gseit: 'Das isch der Erbe. Chunt, mir bringe ne um, de ghört ds Ärbe üs.'

8 Si hei ne packt, tötet ne u wirfe ne us em Wybärg.

9 Was wird der Weinbergbesitzer jitz ächt due? Er wird cho und d Wybuure töte und de Wybärg andere gä.

10 Hend ihr nie d Schriftstell gläse: 'Der Stein, wo d Baulüt verworfe hei, dä isch zum Haupteckstei worde.

11 Ds het d Jehova bewirkt und es isch grossartig i üsne Ouge'?"

12 Da hei ne sini Gegner weue festnäh, wöu si gmerkt hei, dass är mit em Vergliich uf si aspielt het. Doch us Angst vor dr Möngi hei si ne i Rueh gloh und si wägg.

13 Als nächschts hei si einigi Pharisäer gschickt und Parteianhänger vo Herodes zu ihm. Si sötte ihm mit sine eigete Wort e Fau stelle.

14 Bi ihm acho, hei si gseit "Lehrer, mir wüsse, dass du wahrheitsliebend bisch. Au isch dir d Anerkennig andere nit wichtig, denn dü luegsch nit uf des Üssere, sundern lehrsch wohrheitsgetreu, we ma nohch rem Wille Gottes läbä soll. Isches richtig, Cäsar Chopfstüür zahle, oder nid?

15 Söllemer se zahle oder nid?" Doch är het ihri Heuchelei düregluegt u het erwideret: "Warum stellet ihr mich auf die Prob? Bringt mir ein denạr. I wott ne mir gseh."

16 Das hei si gmacht, woruf er si gfragt het: "Wüsse Bild und Ufschrift isch das?" "Cäsars", hei si gantwortet.

17 Jesus het etze gsait: "Gäbet de Cäsar zrugg, was de Cäsar ghört,n und Gott, was Gott ghört." Do si sprachlos gsi.

18 Denn si die Sadduzạ̈er cho wo ja behaupte es gäb ke Uferstehig. Si hei ne gfragt:

19 "Lehrer, Moses het für üs ufgschribe: We öpper stirbt u e Frou ohni Ching la hingerlaht, de söu si Brüetsch d Witwe hürote, um ne Nachkomme z'sichere.

20 Esch emol siebä Brüeder gäh. Der erscht hüratet, isch aber gstorbe, ohni Nachkomme z hinderlah.

21 De het dr zwöiti d Witwe ghürate, isch aber äbefaus gstorbe, ohni Nachkomme z hingerlah, u dr dritt ebeso.

22 Keine vo de sibe hinderlese Nochkomme. Als Letschti vo allne isch o d Frau gstorbe.

23 Wem wird d'Frou bir Uferstehig ghöre? Es si ja aui siebe mit ihre verhürotet gsi."

24 Jesus het zu ihne gseit: "Siit der nid im Irrrtum, wüu dir weder d Schrifte no d Macht Gottes kennt?

25 Denn we si vo de Tote uferstöh, hürate Männer nid und Froue wärde nid verhüratet, sondern si wie Engel im Himmel

26 Was aber d Uferweckig vo de Tote betrifft, hei Dir nid im Buech vo Moses im Bricht übere Dornbusch gläse, dass Gott zu ihm gseit het: 'Ich bi dr Gott Abrahams, Gott Isaaks und Gott Jakobs'?

27 Är isch nid ä Gott vo de Tote sondern der Läbe. Dir sit sehr im Irrrtum."

28 E Schriftglehrte isch drzue cho und het d Diskussion mitverfolgt gha. Ihm isch klar gsi, dass Jesus e gueti Antwort geh het, u so het er ne gfragt: "Weles Gebot steit a erster Stell?"

29 Jesus git zantwort: "An erster Stell steht das Gebot: 'Höre, Israel: Jehova isch unser Gott, es git nume e Jehova.

30 Liebi Jehova, di Gott, mit dim ganze Herze, mit dinere ganze Seel, mit dim ganze Dänke und mit dinere ganze Chraft.'

31 An zwöiter Stell steit ds Gebot: 'Lieb deinen Mitmenschen wie dich selbst.' Keis angers Gebot isch grösser aus die beide.'

32 Der Schriftgelehrte erwideret: "Lehrer, du hesch guet u wohrheitsgmäss gseit: 'Es git nume eini und usser ihm gits ke andere.'

33 U ihn mit ganzem Härz z liebe, mit ganzem Verstand u mit ganzer Chraft u Mitmönsche z liebe wi sech säuber – das isch vil meh wärt aus aui Ganzbrandopfer u angerne Opfer.“

34 Da Jesus erkennt het das de Maa gschlage het, het er zu ihm gseit: "Du bisch nid wit vom Königrich Gottes entfernt." När het sech kene meh trout, ihm Frage z stelle.

35 Wo Jesus denn wyter im Tempel glehrt het, het er gfragt: "Wie chunnts, dass d Schrift¬glehrte säge, de Christus seg David Sohn?

36 Durch dr heilig Geischt het David doch sälber gseit: 'Jehova het zu mim Herrn gseit: "Setz di a mini rächti Site, bis i dir dini Füess unger d Füess lege."

37 David selber nennt ne also Herr. Wie chan er denn si Sohn sii?"

Die grossi Menschemengi het ihm gern zue ghört.

38 Er het si witer glehrt: "Nähmet euch vor de Schrift¬gelehrte in Acht, wo gärn i lange Gwänder umeloufe und es liebe, uf de Marktplätz bsunders grüesst z wärde.g

39 Si wei di vordere Sitze i de Synagoge u di beste Plätz bim Znacht.

40 Si bringe d Witwe um ihre Bsitz und rede langi Gebete um sech wichtig z mache. Si wärde es härters Urteil bercho."

41 Jesus het sech itz gägenüber vo de Schatzchäschte ane gsetzt u beobachtet wie d Lüt Gäud iwarfe. Etlichi Riiche hei sehr viu Münz iigwarfe.

42 Drno isch e armi Witwe cho u het zwöi chlini Münze vo ganz gringem Wärt iigworfe.

43 Da het är syner Jünger zu sich gruefe u het ne gseit "I versichere Öich, dass di armi Witwe meh iigworfe het aus aui angere wo Gäut i d Schatzchäschte hei gworfe.

44 Denn di andere hei us ihrem Überfluss öpis ihgworfe. Si dergäge het us ihrem Armuet use alles igworfe, was si het gha, ihre ganze Läbensunterhalt."